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Freitag, 22. Februar 08

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Frank­furt/Berlin - In einer Star­tauf­lage von 120 000 Exem­pla­ren kommt an diesem Samstag (23. Februar) Jona­than Lit­tells umstrit­tener NS-Roman „Die Wohl­gesinn­ten” auf den deut­schen Buch­markt. „Knapp 90 Prozent sind...

Littells umstrittener NS-Roman erscheint

Frank­furt/Berlin - In einer Star­tauf­lage von 120 000 Exem­pla­ren kommt an diesem Samstag (23. Februar) Jona­than Lit­tells umstrit­tener NS-Roman „Die Wohl­gesinn­ten” auf den deut­schen Buch­markt. „Knapp 90 Prozent sind bereits vor­bestellt”, sagte Carsten Som­mer­feldt, Spre­cher des Berlin Verlags.

Jonathan Littells

Jonathan Lit­tells umstrit­tenes Buch „Die Wohl­gesinn­ten” erscheint.

Das Ber­liner Ver­lags­haus hatte Ende 2006 die deut­schen Rechte für den Roman erwor­ben, der erst­mals in franzö­sischer Sprache her­aus­gekom­men ist und in Frank­reich inzwi­schen rund 800 000 Mal ver­kauft wurde. In dem fast 1400 Seiten langen Roman schil­dert der 40-jährige Littell die Lebens­geschichte des homo­sexu­ellen SS-Offi­ziers Max Aue, der seit 1943 dem per­sön­lichen Stab von SS-Führer Hein­rich Himmler angehört. Bereits vor Aus­lie­ferung hat der Roman für heftige Dis­kus­sio­nen in den deut­schen Feuil­letons gesorgt.

Der aus einer jüdischen Familie stam­mende Littell - sein Vater Robert ist Best­sel­ler-Autor von Spio­nage­roma­nen - wurde in New York geboren und wuchs in Frank­reich auf. Vor dem Erschei­nen von „Les Bien­veil­lan­tes”, so der Ori­ginal­titel, war Littell selbst in Lite­ratur­krei­sen unbe­kannt.

In dem mit dem bedeu­tends­ten franzö­sischen Lite­ratur­preis, dem Prix Gon­court, aus­gezeich­neten Roman schil­dert Aue als Ich-Erzäh­ler die Ver­fol­gung der Juden an den Schau­plät­zen des Zweiten Welt­kriegs mit all den Grau­sam­kei­ten von den Mas­sen­hin­rich­tun­gen in der Ukraine bis zu den Ver­nich­tungs­lagern. Der SS-Offi­zier wird von Littell als Sohn eines deut­schen Vaters und einer franzö­sischen Mutter beschrie­ben. Aue ist homo­sexu­ell, hat aber eine inze­stuöse Bezie­hung zu seiner Zwil­lings­schwes­ter.

Das Buch provoziere, sagte Ver­lags­spre­cher Som­mer­feldt. „Wir werden abwar­ten müssen, wie die Öffent­lich­keit rea­giert.” Mit dem Vor­abdruck von 120 Seiten der „Wohl­gesinn­ten” in den ver­gan­genen Tagen hat die „Frank­fur­ter All­gemeine Zeitung” erst­mals auch einen „Reading Room” im Inter­net ein­gerich­tet, in dem Exper­ten täglich mit Lesern dis­kutie­ren. „FAZ”-Her­aus­geber Frank Schirr­macher hob die „uner­hörte Prä­zision” von Lit­tells Roman hervor. Es sei ein „großes” Buch, aber kein Jahr­hun­der­troman. Kein Gefal­len fand dagegen „Die Zeit” an dem Roman. Kri­tike­rin Iris Radisch sprach von „wider­wär­tigem Kitsch”.

Der Berlin Verlag hat nach Medien­berich­ten für die deut­sche Lizenz des Buches um die 400 000 Euro bezahlt. Ver­lags­spre­cher Som­mer­feldt wollte diese Zahl nicht kom­men­tie­ren. Das Buch wurde bisher außer­dem ins Spa­nische, Ita­lie­nische und Kata­lani­sche über­setzt. Littell lebt derzeit in Bar­celona. Dieses Jahr soll das Buch noch in Israel auf Hebräisch erschei­nen. Die eng­lische Ausgabe war für Ende des Jahres geplant.

Littell will am 28. Februar sein Buch in Berlin im Gespräch mit Daniel Cohn-Bendit vor­stel­len. Der Grünen-Poli­tiker aus Frank­furt ist als Kind jüdi­scher Eltern eben­falls in Frank­reich groß gewor­den. Der TV-Sender Arte strahlt am selben Tag um 22.40 Uhr eine Doku­men­tation über das Buch unter dem Titel „Die Wohl­gesinn­ten - Auf den Spuren eines lite­rari­schen Phäno­mens” aus.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/22/magazin/t/rzo403890.html
Freitag, 22. Februar 2008, 15:34 © RZ-Online (NewsDesk)
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