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Freitag, 22. Februar 08

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Madrid - Anne Franks Tage­buch spielt in einem Madri­der Musical eine ganz eigene Rolle: Das Buch erscheint mal in einem glit­zern­den Kleid und mal mit Shorts und Son­nen­brille.

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Umstrittenes Anne-Frank-Musical uraufgeführt

Madrid - Anne Franks Tage­buch spielt in einem Madri­der Musical eine ganz eigene Rolle: Das Buch erscheint mal in einem glit­zern­den Kleid und mal mit Shorts und Son­nen­brille.

Anne-Frank-Musical

Proben zu dem Musical „Das Tage­buch der Anne Frank - Ein Gesang auf das Leben”.

Ein Theater hat es gewagt, ein Musical nach dem berühm­ten Tage­buch des jüdi­schen Mäd­chens, dem die von den Nazis Ver­folgte in ihrem Ver­steck seine Geheim­nisse anver­traut hatte, auf die Bühne zu bringen. Das Büch­lein prä­sen­tiert sich den Zuschau­ern in Gestalt einer gla­mourö­sen und attrak­tiven Frau. Erst­mals in Europa hat die Thea­ter­gruppe das bewe­gende und tra­gische Schick­sal Anne Franks als Musical insze­niert. Das Buch gilt als eines der wich­tigs­ten Doku­mente des Holo­caust. Es ist welt­weit eines der am meisten gele­senen Bücher, wurde ver­filmt und auch als Thea­ter­stück auf­berei­tet.

Das Publikum honorierte das umstrittene Expe­riment. Bei der ersten Aufführung im Cal­derón-Theater in der spa­nischen Haupt­stadt gab es am Don­ners­tag­abend viel Beifall für die Dar­stel­ler und Musiker. Der Regis­seur Daniel García Chávez hatte sein Musical „Das Tage­buch der Anne Frank - Ein Gesang auf das Leben” als ein „ver­gnüg­liches Stück mit rühren­den Momen­ten und viel Komik” beschrie­ben.

Unter dem Strich über­wogen - wie dies zum Genre des Musi­cals gehört - die leich­ten und unter­halt­samen Momente. Anne Frank und ihre Mit­bewoh­ner unter­hal­ten sich in ihrem Ver­steck über Mode, erzählen sich Witze oder ergehen sich in sexu­ellen Anzüg­lich­kei­ten. Ein Pärchen unter den Ein­geschlos­senen singt roman­tische Lie­bes­lie­der. Anne selbst hat eine kleine Romanze mit einem Jungen. Der Holo­caust tritt zeit­weise in den Hin­ter­grund. Nur gele­gent­lich beob­ach­ten die Bewoh­ner durch ein Fenster, wie draußen Juden von den Nazis ver­folgt werden.

Die aus Frankfurt/Main stammende Anne Frank hatte sich im Alter von 13 Jahren zusam­men mit ihrer Familie und einigen Freun­den in einem Ams­ter­damer Hin­ter­haus vor den deut­schen Nazis ver­steckt. Dort führte das Mädchen ein Tage­buch, bis es ins Kon­zen­tra­tions­lager Ausch­witz ver­schleppt wurde. Anne Frank starb 1945 im Lager von Bergen-Belsen.

Das Madri­der Thea­teren­sem­ble hatte sich schon im Vorfeld vor­hal­ten lassen müssen, den Holo­caust zu tri­via­lisie­ren. Buddy Elias, ein Cousin des jüdi­schen Mäd­chens, sagte: „Mir gefällt es nicht, dass Anne Frank als Unter­hal­tungs­stoff behan­delt wird.”

Elias ist der Präsident des Anne-Frank-Fonds in Basel, der die Urhe­ber­rechte für das Tage­buch hält. Er hätte die Ins­zenie­rung am liebs­ten ver­hin­dert, musste aber ein­räu­men: „Wir können gegen das Musical nichts unter­neh­men, solange dort keine wört­lichen Zitate aus dem Text des Tage­buchs ver­wen­det werden.” Eine Ein­ladung zum Besuch des Musi­cals lehnte er ab: „Ich fahre nicht nach Madrid. Bei diesem Spek­takel würde ich nur leiden”, sagte Elias der Zeitung „El País”.

Allerdings gewann das Cal­derón-Theater die Unter­stüt­zung der Anne-Frank-Stif­tung, die das Anne-Frank-Haus in Ams­ter­dam ver­wal­tet. „Die Thea­ter­gruppe ver­folgt keinen bil­ligen oder kom­mer­ziel­len Ansatz”, befand ein Spre­cher. „Das Musical bringt den Besu­cher eher zum Weinen als zum Lachen.” Dies gilt vor allem für das Ende des Stücks, das mit einem ein­drucks­vol­len Lied gegen den Holo­caust aus­klingt.

Als ein schauspielerisches und musi­kali­sches Talent prä­sen­tierte sich die erst 13 Jahre alte Isabela Castillo, die die Rolle der Anne Frank spielt. Die in den USA lebende, gebür­tige Kuba­nerin - Tochter einer bekann­ten Sän­gerin - war über das Inter­net zu ihrem Enga­gement in Spanien gekom­men. Während der Proben nahm sie ihre erste Schall­platte auf. Das Vor­haben, Madri­der Tee­nager dazu zu bringen, sich mit Anne Frank zu iden­tifi­zie­ren, gelingt aller­dings nicht. „Auf mich wirkte Anne naiv und wie ein Mädchen aus einer anderen Zeit”, sagte eine 15-jährige Madri­lenin nach der Vor­stel­lung. Von Hubert Kahl, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/22/magazin/t/rzo403915.html
Freitag, 22. Februar 2008, 16:34 © RZ-Online (NewsDesk)
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