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Freitag, 22. Februar 08

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Frankfurter Museen im Aufbruch

Frankfurt - Die Museen­land­schaft in Frank­furt flo­riert, und zahl­rei­che Häuser wollen expan­die­ren.

Bald noch mehr Städel: Frankfurt

Bald noch mehr Städel: Frank­fur­ter Museum inves­tiert in Erwei­terung Foto: Erwei­terung Städel Museum/ Frank Hellwig (Foto­graf) Modell© Schnei­der+Schu­macher Archi­tek­tur­gesell­schaft mbH, Frank­furt am Main

Allein die Städel-Erwei­terung soll 30 Mil­lio­nen kosten, auch His­tori­sches Museum, Jüdi­sches Museum, Cari­catura sinbd in Plaun­gen - für zig Mil­lio­nen soll am Main gebaut werden.

Es herrscht Aufbruchstimmung in Frank­furt. Wieder einmal, wie in den 80er-Jahren, als die neuen Museen am süd­lichen Mai­nufer an einer Per­len­kette auf­gereiht wurden. Doch dieses Mal ist die Eupho­rie gedämpft. Zu gut erin­nern sich manche noch an die bald nach den Muse­umseröff­nun­gen fol­gende Zeit, als eiser­nes Sparen nötig war und Gerüchte von Sch­ließun­gen oder Zusam­men­legun­gen die Runde machten. Damals konnte man nur den lau­fen­den Betrieb garan­tie­ren, hat doch Frank­furt den größten deut­schen Kul­ture­tat von mehr als 200 Mil­lio­nen Euro. Inzwi­schen aber platzen einige Museen aus allen Nähten, und die Leiter drängen auf Erwei­terungs­bau­ten.

Zudem haben die Poli­tiker erkannt, dass der früher natio­nale Wett­kampf der Kul­tur­metro­polen längst inter­natio­nal geführt wird. Selbst der eher für bedäch­tige Äuße­run­gen bekannte Kul­tur­dezer­nent Felix Sem­mel­roth (CDU) spricht inzwi­schen von "ein­zig­arti­gen Muse­umsplä­nen in Europa".

Moderne Kunst ins Städel

Allen voran das Städel will sich kräftig aus­deh­nen unter seinem jungen Chef Max Hollein, der zudem die Schirn Kunst­halle und das Lie­bieg­haus für alte Skulp­turen leitet. Das Städel zeigt europäi­sche Kunst aus 700 Jahren, will aber stärker die einige Zeit ver­nach­läs­sigte moderne Kunst sammeln. Dazu soll die Aus­stel­lungs­fläche von 4000 auf 7000 Qua­drat­meter wachsen. Für größere Ankäufe ist jedoch kein Geld da.

Hollein hofft auf zwei Sammlungen, die den Besit­zern zu groß werden. Die Deut­sche Bank hat eine 50 000 Werke auf Papier zählende Kol­lek­tion von 1950 an, die DZ Bank eine mit 5500 Fotos ab 1980 etwas klei­nere, aber ähnlich renom­mierte Kol­lek­tion. Teile davon möchte Hollein dau­erhaft sichern, will aber nicht von Leih­gebern abhän­gig werden. Wie er dieses Problem löst, verriet er bisher nicht. Offen­sicht­lich sind die Ver­hand­lun­gen noch im Gange.

Dafür gab Hollein die Ent­schei­dung für den Erwei­terungs­bau bekannt. Schnei­der + Schu­macher (Frank­furt) machen aus der Raumnot das Beste und setzen in den Muse­ums­gar­ten einen unter­irdi­schen, 30 mal 30 Meter großen Bau, der durch Ober­lich­ter im auf­gewölb­ten Garten taghell werden soll. Der Bau "zwi­schen Land­schaft und Gebäude", so Archi­tekt Michael Schu­macher, soll noch 2008 begon­nen und Ende 2010 eröff­net werden. Von den bis auf 30 Mil­lio­nen Euro geschätz­ten Kosten sind aber erst sieben Mil­lio­nen gesi­chert.

Freilich konzentriert sich die Frank­fur­ter Kraft­anstren­gung weniger auf das gut mit Museen bestückte süd­liche Mai­nufer, sondern auf das Nor­dufer nahe der City. Bereits seit einiger Zeit gibt es Pläne zur teil­wei­sen Wie­derer­rich­tung der Alt­stadt mit 30 Häusern. Da stört das His­tori­sche Museum am Römer, ein Beton­klotz von 1972. Nun wurde ein Archi­tek­tur­wett­bewerb ent­schie­den, der zwei lange und schmale Bauten vor­sieht, nicht unähn­lich der wenige Schritte ent­fern­ten Schirn Kunst­halle. Die Eröff­nung des Neubaus ist für 2012 geplant. Kosten: 30 Mil­lio­nen Euro, wie beim Städel. Aber derzeit wird dis­kutiert, ob diese Bauten nicht das Römer-Areal in Bedräng­nis bringen.

Eigenes Haus für Cari­catura

Schon im Spät­som­mer erhält ein Ableger des His­tori­schen Museums ein eigenes Haus. Die Cari­catura, das Museum für komi­sche Kunst, zieht ins nahe Lein­wand­haus und zeigt dann auf drei Etagen ihre 8000 Blätter der "Neuen Frank­fur­ter Schule" um Robert Gern­hardt, F. W. Bern­stein, Chlod­wig Poth und Hans Traxler. Damit wird das von Gern­hardt beschrie­bene Ziel erreicht - der "Frank­fur­ter G-Saite nach Geld, Geist und Goethe noch ein viertes G zu ent­locken: Geläch­ter".

Auf viel Wohl­wol­len bei Frank­furts Poli­tikern stößt auch das Vor­haben des Jüdi­schen Museums, sich zu einem in Deutsch­land ein­zig­arti­gen Zentrum für jüdi­sche Geschichte aus­zuwei­ten. Das Haus unweit von Theater und Oper möchte seine Aus­stel­lungs­fläche von 240 auf 840 Qua­drat­meter ver­größern. In diesem Anbau soll auch ein Infor­mati­ons­zen­trum zur Depor­tation der Frank­fur­ter Juden unter­kom­men. Zudem will Direk­tor Raphael Gross enger als bisher Museum und For­schung ver­zah­nen.

Grünes Licht erhielt endlich auch der vor 17 Jahren aus Geldnot ver­tagte Erwei­terungs­bau des Welt­kul­turen-Museums. Frei­lich kommt er nicht an den jet­zigen Stand­ort, den Park hinter den drei Alt­bau­vil­len, sondern in die City am Main. Aber über die Stand­orts­uche ist man noch nicht hinaus. Ob wieder Archi­tekt Richard Meier planen darf wie 1992, als bereits Ver­träge mit Bau­fir­men geschlos­sen und Bäume gefällt wurden, ist eher unsi­cher. Zumin­dest ist Meier in guter Erin­nerung mit seinem benach­bar­ten Museum für Ange­wandte Kunst (1985).

Lebens­gefühl kon­ser­vie­ren

Meiers Grund­modul für das Museum aber, die daneben ste­hende klas­sizis­tische Villa, wird jetzt saniert. Dort ent­ste­hen "Period Rooms", neun aus Muse­ums­bestand ein­gerich­tete Räume, die das Lebens­gefühl vom Barock bis zum Bie­der­meier anschau­lich machen, vom Schreib­tisch bis zur Sup­pen­ter­rine. In Pariser und Lon­doner Museen ist das längst gang und gäbe, in Deutsch­land nicht.

Folglich über­nimmt Frank­furt mal wieder die Vor­rei­ter­rolle in Deutsch­land beim Erwei­tern und Umwan­deln der Museen. Bleibt nur zu hoffen, dass bei diesem Heraus­put­zen das Museum für Moderne Kunst nicht ver­ges­sen wird. Dessen Chef Udo Kit­tel­mann wech­selt im Novem­ber nach Berlin. Nun wird eine starke Per­sön­lich­keit gesucht, die Hol­leins Drängen in die Moderne etwas ent­gegen­setzt.

Ben­jamin Gries

RZO


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/22/magazintt/t/rzo403702.html
Freitag, 22. Februar 2008, 14:55 © RZ-Online (NewsDesk)
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