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Montag, 23. Sept. 19

Exotische Materialien_MaybachDetroit/Stadt­hagen (dpa/tmn) - Ein Auto besteht aus Stahl, Kunst­stoff, Glas und Gummi. In jüngs­ter Zeit stellen jedoch immer mehr Auto­bauer diesen Mate­rial­mix auf den Prüf­stand - immer mehr umwelt­freund­liche Mate­ria­lien...

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Umweltschutz beim Autobau: Soja im Sitz, Holz als Blende

Detroit/Stadt­hagen (dpa/tmn) - Ein Auto besteht aus Stahl, Kunst­stoff, Glas und Gummi.

Exotische Materialien_Maybach

Dekoreinlagen aus Natur­stein: Maybach bietet als Zie­rele­mente auch hauch­dünn geschlif­fenen Granit an. (Bild: Daimler/dpa/tmn)

In jüngs­ter Zeit stellen jedoch immer mehr Auto­bauer diesen Mate­rial­mix auf den Prüf­stand - immer mehr umwelt­freund­liche Mate­ria­lien sind im Cockpit zu finden.

Getrieben von der Forderung nach mög­lichst umwelt­freund­lichen und res­sour­cen­scho­nen­den Fahr­zeu­gen, nutzen die Kon­struk­teure immer mehr Mate­ria­lien aus nach­wach­sen­den Roh­stof­fen oder aus dem Recy­cling-Kreis­lauf.

Exotischen Materialien_Sojasitz

Soja im Sitz­pols­ter - Ford ver­wen­det für den Schaum­stoff der Unter­kon­struk­tion die Pflanze aus Aus­gangs­mate­rial. (Bild: Ford/dpa/tmn)

Sie bauen zum Bei­spiel Sitze aus Soja, nutzen Kunst­stoffe aus Mais, weben Dämm­stoffe aus Natur­fasern oder gießen Stoß­stan­gen aus ein­geschmol­zenem PET-Gra­nulat. Das fällt im Pro­duk­tions­all­tag gar nicht auf, sagt Audi-Spre­cher Udo Rüg­hei­mer in Ingol­stadt: „Egal ob kon­ven­tio­nell her­gestellt, aus nach­wach­sen­den Roh­stof­fen oder aus Recy­cla­ten - die Anfor­derun­gen an die Kom­ponen­ten sind iden­tisch.”

Während die exotischen Stoffe in Seri­enfahr­zeu­gen meist hinter Zier­leis­ten und Schmuck­bezü­gen ver­schwin­den, werden sie bei Desi­gnstu­dien in den Vor­der­grund gerückt. Das jüngste Bei­spiel ist der LRX, mit dem Land Rover auf einen kleinen Offroa­der ein­stim­men möchte: Was auf den Türin­nen­sei­ten und am Dach­him­mel aus­sieht wie vanil­lefar­benes Wild­leder, ist ein Spe­zial­stoff aus alten Kunst­stoff­fla­schen.

Exotische Materialien_Ford

Bei Ford ent­ste­hen im Labor aus Pflan­zen wie Soja und Mais Kunst­stoffe, die ähn­liche Eigen­schaf­ten haben wie Plastik. (Bild: Ford/dpa/tmn)

Eine Renaissance feiert auch Holz. Bislang waren Zier­blen­den im Innen­raum oft aus Kunst­stoff gefer­tigt und wurden deshalb als „Vinyl-Eiche” geschmäht. Nun wird immer öfter wieder das Natur­pro­dukt ver­wen­det. Bei Luxus­mar­ken wie Maybach, Rolls-Royce oder Bentley war das Schnitz­werk nie aus der Mode. Nun will es der Zulie­ferer Fau­recia aus Stadt­hagen in Nie­der­sach­sen auch in anderen Klassen wieder populär machen. Bei der Studie „Premium Atti­tude” wurden nach Angaben von Desi­gner Andreas Wlasak erst­mals auch große Flächen wie die Sitz­rücken­lehne mit einer hauch­dün­nen Schicht Echt­holz ver­klei­det.

Auch andere Rohstoffe kommen nicht mehr aus dem Stahl­werk oder der Che­mie­fabrik: So hat die Indus­trie Soja als Aus­gangs­mate­rial für die Unter­kon­struk­tion von Sitzen ent­deckt, sagt Chrys­ler-Spre­cher Markus Hauf. Er ver­weist auf die bio­logisch abbau­baren Sitze in den Studien Eco Voyager, Zeo und Rene­gade. Bei Ford ist dieses Ver­fah­ren schon in der Seri­enpro­duk­tion: Der US-Konzern nutzt Soja-basierte Schaum­stoffe für die Pols­terung von Sitzen.

Exotische Materialien_Echtholz

Hauchdünne Sitz­ver­klei­dung: Die Rück­sei­ten der Vor­der­sitze in der Fau­recia-Studie „Premium Atti­tude” ziert eine Schicht Echt­holz. (Bild: Fau­recia/dpa/tmn)

Neben Soja rückt bei Ford auch Mais in den Fokus. Nach Angaben der Ent­wick­lerin Debbie Mie­lew­ski ent­steht aus der Pflanze im Labor ein neuer Kunst­stoff, der ähn­liche Eigen­schaf­ten hat wie Plastik auf Petro­leum­basis. Neben der umwelt­freund­lichen Her­kunft hat das neue Mate­rial noch einen wei­teren Vorteil: Man kann es pro­blem­los kom­pos­tie­ren. „Statt 1000 Jahre auf einer Deponie lagern zu müssen, baut sich das Mate­rial unter den rich­tigen Bedin­gun­gen binnen 90 bis 120 Tagen ab”, erläu­tert die Ent­wick­lerin.

Zwar sind es gerade solche Eigen­schaf­ten, die neue Roh­stoffe im Auto inter­essant erschei­nen lassen. Doch machen sie den Ent­wick­lern einen Seri­enein­satz auch beson­ders schwer: „Dass sich eine arglos aus dem Fenster gewor­fene Plas­tik­fla­sche nach ein paar Tagen von selbst auflöst, ist ein wün­schens­wer­tes Ziel”, sagt Chrys­ler-Desi­gnchef Trevor Creed. „Doch im Wagen sollten die Teile schon ein Auto­leben lang halten.” Sonst hätte sich die Indus­trie in den ver­gan­genen Jahr­zehn­ten mit der Kon­ser­vie­rung nicht so viel Mühe geben müssen. „Sch­ließ­lich waren unsere Autos vor 20, 30 Jahren alle schon einmal umwelt­freund­lich recy­cle­bar: Da sind sie einfach weg­geros­tet.” Von Thomas Geiger, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/22/service/auto/t/rzo403719.html
Freitag, 22. Februar 2008, 10:22 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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