IVWPixel Zählpixel
Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Gesundheit Beruf Lexikon
Montag, 23. Sept. 19

Microsoft-Chef Steve BallmerRedmond - Micro­soft hat einen umfas­sen­den Stra­tegie­wech­sel angekün­digt und will sich künftig für Partner und Wett­bewer­ber öffnen und bislang viele streng gehütete Infor­matio­nen offen­legen.

Sun MicrosystemsRedmond/Hamburg - Auf den ersten Blick scheint es nahezu revo­lutionär: Der welt­größte Soft­ware­her­stel­ler Micro­soft will sich in einer umfang­rei­chen Kehrt­wende sowohl seinen Part­nern als auch seinen Kon­kur­ren­ten öffnen...

Jülich - Das Ungetüm füllt eine halbe Werks­halle, der Lärm der Kli­maan­lage über­tönt seinen sur­ren­den Herz­schlag, doch das Rie­sen­hirn aus Sili­zium scheint genüg­sam vor sich hin zu arbei­ten: JUGENE...

Nürn­berg - Starke Nach­frage nach Flach­bild­schir­men sowie nach mobilen Geräten hat der deut­schen Unter­hal­tungs­elek­tro­nik- Branche im ver­gan­genen Jahr erneut stei­gende Umsätze beschert.

Dort­mund/Bochum - Der Betriebs­rat des Bochu­mer Nokia-Werkes fordert die Ver­schie­bung der geplan­ten Kün­digun­gen für die 2300 Beschäf­tig­ten.

Schaum­burg - Der mit Pro­ble­men in seiner Handy-Sparte kämp­fende Moto­rola-Konzern hat einen neuen Finanz­chef gefun­den. Der erfah­rene Sanie­rer Paul Liska soll ab März dem erst seit Jah­res­beginn amtie­ren­den Kon­zern­chef...

Computer

News  

Spiele & Software  

Surftipps  

PC-Tipps  

Microsoft kündigt Strategiewechsel an

Redmond - Micro­soft hat einen umfas­sen­den Stra­tegie­wech­sel angekün­digt und will sich künftig für Partner und Wett­bewer­ber öffnen und bislang viele streng gehütete Infor­matio­nen offen­legen. Erst­mals werde das Unter­neh­men Pro­gramm-Details seiner Soft­ware frei ver­füg­bar machen.

Microsoft-Chef Steve Ballmer

Microsoft-Chef Steve Ballmer: Sein Konzern will viele bislang als Betriebs­geheim­nisse gehütete Infor­matio­nen offen­legen

Der als bedeu­tend angekün­digte Wandel erntete in der Branche am Freitag jedoch nur ver­hal­tene Reak­tio­nen. Noch sei es viel zu früh, die tatsäch­lichen Aus­wir­kun­gen abzu­schät­zen, sagte Donatus Schmidt, Mar­keting-Manager von Sun Micro­sys­tems Deutsch­land, der dpa. Die Pläne seien äußerst komplex und die zur Ver­fügung gestell­ten Doku­mente umfas­sen rund 60 000 Seiten.

Die EU-Kommission will die Pläne in ihrem lau­fen­den Ver­fah­ren gegen den Soft­ware­kon­zern ein­gehend prüfen. In der Ver­gan­gen­heit habe es aller­dings schon vier ähn­liche Ankün­digun­gen von Micro­soft gegeben, hieß es aus Brüssel skep­tisch. Der europäi­sche Verband ECIS, dem Wett­bewer­ber wie Opera, IBM, RealNet­work und Sun Micro­sys­tems angehören, sieht es eben­falls als zu früh an zu ent­schei­den, ob es sich wirk­lich um einen Stra­tegie­wech­sel handelt. „Die Welt braucht einen anhal­ten­den Wechsel im Ver­hal­ten von Micro­soft, nicht eine neue Ankün­digung”, drängte der Verband, der seine Vor­würfe gegen Micro­soft wegen Wett­bewerbs­ver­let­zun­gen auch nach Brüssel getra­gen hatte.

Die neue Ini­tia­tive soll sich auf vier Berei­che erstre­cken, erläu­terte Micro­soft-Chef Steve Ballmer am Don­ners­tag­abend in Redmond. Das Unter­neh­men werde künftig offene Ver­bin­dun­gen gewähr­leis­ten, die Über­trag­bar­keit von Daten vor­antrei­ben, Indus­trie- Stan­dards umfas­send unter­stüt­zen und sich offener mit den Anfor­derun­gen der Kunden und der gesam­ten Branche aus­ein­ander­set­zen. Dies schließe auch die Open-Source-Gemein­schaft mit ein, die Micro­soft bislang als Wett­bewer­ber bekämpft hatte. Aller­dings sehen die Pläne eine lizenz­freie Ver­wen­dung von Micro­soft-Code nur für die nicht­kom­mer­zielle Nutzung vor, kri­tisierte Schmidt. Vor­teile für den Ver­brau­cher wie zum Bei­spiel güns­tigere und siche­rere Pro­dukte würden sich jedoch erst ergeben, wenn der Pro­gramm-Code auch für kom­mer­zielle Ent­wick­ler frei ver­füg­bar ist.

Microsoft war in den vergangenen Jahren von Kon­kur­ren­ten, aber auch ver­schie­denen Kar­tell­behör­den vor­gewor­fen worden, Wett­bewer­ber durch geschlos­sene Datei­for­mate und eine abweh­rende Tech­nolo­gie- Politik behin­dert zu haben. Zuletzt hatte Micro­soft jedoch bereits Ver­ein­barun­gen mit Firmen wie Novell und Tur­boli­nux getrof­fen, die eine Nutzung von Micro­soft-Tech­nolo­gien ermög­lichen. Unter Druck gerät das Unter­neh­men aber auch zuneh­mend durch das Inter­net und Wett­bewer­ber wie Google. „Das Web ist in der Indus­trie die trei­bende Kraft”, sagt Schmidt. „Und die Soft­ware für das Umfeld heißt Open- Source.”

Microsofts Stra­tegie­wech­sel steht nach Worten von Ballmer für „eine signi­fikante Erwei­terung unserer Trans­parenz”. „Diese Bewe­gun­gen sehen wir als wich­tigen Schritt an. Sie zeigen einen signi­fikan­ten Wechsel, wie wir Infor­matio­nen über unsere Pro­dukte und Tech­nolo­gien mit anderen teilen”, sagte Ballmer. Dass Micro­soft den neuen Weg aus eigenen Stücken beschrei­tet, wie Ballmer ver­sicherte, bezwei­feln Beo­bach­ter aller­dings. „Das ist nach meiner Ein­schät­zung nichts, was Micro­soft tun würde, ohne von der EU ein biss­chen dazu gedrängt worden zu sein”, sagte Walter Prit­chard Analyst von Cowen & Co. gegenü­ber der Nach­rich­ten­agen­tur Bloom­berg.

In einem seit Januar laufenden Ver­fah­ren unter­sucht die Kom­mis­sion eine angeb­liche Ver­wei­gerung von Schnitt­stel­len­infor­matio­nen seitens Micro­soft. Das EU-Gericht hatte im ver­gan­genen Jahr frühere EU- Sank­tio­nen gegen Micro­soft und ein Bußgeld von fast 500 Mil­lio­nen Euro voll bestätigt.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/22/service/computer/t/rzo403603.html
Freitag, 22. Februar 2008, 15:36 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
E-Paper
Die heutige Ausgabe der Rhein-Zeitung

• Verlags-Service
• Abo-Service
• Anzeigen-Service
• NEU: RZ-Card
E-Paper
Druckversion