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Montag, 17. Juni 13

SiegerBochum - Han­nover 96 bleibt im Fußball-Jahr 2008 weiter sieglos. Die Mann­schaft von Trainer Dieter Hecking unter­lag zum Auftakt des 21. Bun­des­liga-Spiel­tages beim VfL Bochum mit 1:2 (0:1).

FreundinnenMünchen - Maria Riesch vergoss nach ihrem Sturz beim Kampf um die Best­zeit Tränen, ihre Freun­din Lindsey Vonn freute sich dagegen über den vor­zei­tigen Sieg im Abfahrts-Weltcup.

Oberst­dorf - Deutsch­lands Ski­sprin­ger haben sich bei den Skiflug-WM in Oberst­dorf wie erwar­tet schon zur Halb­zeit aus dem Kampf um die Medail­len ver­abschie­det. Bei dem Spek­takel mit 25 Flügen über die magi­sche...

BKA leitet anonyme Doping-Anzeige weiter

Hamburg - Rou­tine­mäßig hat das Bun­des­kri­minal­amt in der Affäre um den Doping-Ver­dacht auch gegen deut­sche Sport­ler die anonyme Anzeige aus Öster­reich wei­ter­gelei­tet.

DSV

Der Schat­ten einer Kame­raman­nes fällt auf eine Wand mit dem Logo des DSV.

Die vor einer Woche in Wien ein­gegan­gene anonyme Anzeige sei zur Prüfung an die Staats­anwalt­schaft in München gegeben worden, erklärte das BKA auf Anfrage. Der Lei­tende Ober­staats­anwalt Chris­tian Schmidt-Som­mer­feld bestätigte, dass die Staats­anwalt­schaft München I gebeten wurde, diese Anzeige im Hin­blick auf die Vor­würfe im Umfeld der deut­schen Biath­lon-Szene zu prüfen. Ermitt­lun­gen wurden nach Angaben Schmidt-Som­mer­felds noch nicht ein­gelei­tet.

Stefan Schwarzbach, Sprecher des Deut­schen Ski­ver­ban­des (DSV), stellte fest: „Wir sind daran inter­essiert, dass so schnell wie möglich ermit­telt wird.” Der DSV hatte im Zuge der Doping-Verdäch­tigun­gen gegen deut­sche Biath­leten Anzeige gegen Unbe­kannt gestellt.

Unterdessen haben einige der in der anony­men Anzeige nament­lich genann­ten ehe­mali­gen deut­schen Biath­leten nach Ver­bands-Angaben eine erwei­terte Eides­statt­liche Erklärung abge­geben. Vor dem Abflug zu den Weltcup-Rennen nach Süd­korea sollen auch die aktiven deut­schen Ski­jäger das Schrift­stück unter­schrei­ben. „Ich habe mit jedem Biath­leten tele­foniert”, sagte Franz Steinle, der für Rechts­fra­gen zustände Vize-Prä­sident im DSV. Der Prä­sident des Land­gerichts Stutt­gart stellte fest: „Wir tun alles, um den Ver­dacht zu ent­kräf­ten und stehen trotz­dem unter Ver­dacht. Das tut weh.”

In der neuen Eidesstattlichen Erklärung stellen die Biath­leten fest, dass sie weder „Blut­doping oder ver­gleich­bare uner­laubte Leis­tungs­mani­pula­tio­nen des mensch­lichen Körpers” vor­genom­men haben oder vor­neh­men haben lassen.

Anwalt Michael Lehner warf aller­dings die Frage auf: „Warum wird nicht fest­gestellt: Ich habe niemals in meinem Leben ver­botene Sub­stan­zen der Doping­liste zu mir genom­men oder ich habe niemals gedopt.” Der in Doping-Fragen ver­sierte Jurist stellte aber auch fest: „Das ist keine schwa­che Erklärung.” Blut­doping oder ver­gleich­bare uner­laubte Leis­tungs­mani­pula­tion gelten im Aus­dau­ersport als wich­tigste Doping-Metho­den.

Schützenhilfe für die Biathleten gegen die anony­men Doping- Vor­würfe gab es von Dirk-Reiner Martens, Richter am Inter­natio­nalen Sport­gerichts­hof CAS in Lau­sanne. Die Eides­statt­lichen Erklärun­gen der Sport­ler seien „relativ umfas­send”, stellte der Jurist fest. „Die Erklärun­gen sind schon sehr weit­rei­chend. Das deckt alles weit­gehend ab.”

Gerd Graus, der Spre­cher des Deut­schen Olym­pischen Sport­bun­des (DOSB), befand: „Die Erklärung ist auch unter juris­tischen Gesichts­punk­ten for­muliert. Sie bein­hal­tet nach Aus­kunft des Ski-Ver­ban­des die Aussage der Ath­leten, nicht gedopt zu haben.”

Dass sie nie gedopt haben oder dopen, haben die Ski­sport­ler bereits in ihrer Akti­ven­ver­ein­barung fest­gestellt. Außer­dem haben sie eine Erklärung unter­schrie­ben, in der sie dar­legen, dass sie „sport­liche Leis­tun­gen stets sauber und frei von jeg­licher uner­laub­ter Mani­pula­tion erbrin­gen”. Bei dennoch auf­kom­men­dem Ver­dacht müssen sie „aktiv dazu bei­tra­gen, diesen unver­züg­lich und über­zeu­gend zu wider­legen”.

Im seinem Anti-Doping-Kampf baut der DSV eine medi­zini­sche Daten­bank an der Abtei­lung für Prä­ven­tive und Reha­bili­tative Sport­medi­zin der Tech­nischen Uni­ver­sität München auf. Dort werden die Labor­werte aller Kade­rath­leten erfasst. Bei Ath­leten in den Aus­dau­erdis­zipli­nen Skilang­lauf, Biath­lon und Nor­dische Kom­bina­tion werden häma­tolo­gische Profile erstellt. Die Messung der Hämo­glo­bin­masse stellt derzeit eine Mög­lich­keit dar, Anhalts­punkte für even­tuelle Blut­mani­pula­tio­nen zu bekom­men.

In der Affäre um die anonyme Anzeige gab es nun auch Unter­stüt­zung aus der Politik. „Wir begrüßen aus­drück­lich, dass sich alle Frak­tio­nen des Sportaus­schus­ses hinter die Sport­ler stellen und die Unschulds­ver­mutung gilt”, erklärte der sport­poli­tische Spre­cher der CDU/CSU-Bun­des­tags­frak­tion, Klaus Riegert. „Damit bläst die Sport­poli­tik nicht in das Horn der­jeni­gen, die im Zusam­men­hang mit der Doping-Pro­ble­matik jeg­liche Dif­feren­zie­rung auf­geben und den gesam­ten Sport dif­famie­ren. Bevor Vor­ver­urtei­lun­gen aus­gespro­chen werden, ist zunächst das Ergeb­nis der Ermitt­lun­gen abzu­war­ten.” Von Volker Gundrum, dpa

dpa-infocom



http://rhein-zeitung.de/on/08/02/22/sport/t/rzo403888.html
Freitag, 22. Februar 2008, 16:58 © RZ-Online (NewsDesk)
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