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Freitag, 10. Feb. 12
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Mobiles
Das richtige Rad - Bei der Auswahl den Einsatzzweck bedenken Bremen/Bad Soden - Der Kauf eines Fahrrades will gut überlegt sein. Längst ist Fahrrad nicht mehr gleich Fahrrad.
Vielmehr gilt es, aus einer Vielzahl unterschiedlicher Typen und Modelle auszuwählen, mit dem sich die geplanten Strecken angenehm zurücklegen lassen. „Man muss wissen, was man mit dem Fahrrad machen will”, sagt Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des Zweirad Industrie-Verbandes (ZIV) in Bad Soden im Taunus. Denn mittlerweile gibt es für die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten auch die entsprechend ausgelegten Modell-Varianten. „Wenn es ein Fahrrad für den Alltag sein soll, dann passt ein City-Rad oder auch ein Holland-Rad am besten”, erklärt Christoph Rasch, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Bremen. Diese Fahrräder bringen meist all das mit, was für die täglichen Touren in der Stadt benötigt wird. Dazu zählt auch die notwendige Ausrüstung im Sinne der Straßen-Verkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) - was sich vor allem auf die vorgeschriebene Beleuchtung inklusive der Reflektoren in den Speichen bezieht. Vorhanden ist in der Regel auch ein Gepäckträger, der den Transport der Einkäufe erlaubt. „Außerdem sind solche Fahrräder recht bequem.” Wenn neben den täglichen Kurzstrecken auch längere Ausflüge oder gar Fahrradreisen auf dem Programm stehen sollen, empfehlen sich Trekking- oder Reiseräder. Diese Modelle verfügen ebenfalls über alle notwendigen Ausstattungsmerkmale zum Einsatz auf öffentlichen Straßen. Sie sind nach Angaben des ZIV aber noch stabiler ausgelegt als die Stadt-Versionen: Sie rollen auf Rädern im 28-Zoll-Format und sind grundsätzlich auch dazu geeignet, abseits befestigter Wege unterwegs zu sein. „Wenn aber vor allem auf Feldwegen oder im Gelände gefahren werden soll, sind Mountain-Bikes (MTB) oder Crossbikes die beste Wahl”, sagt ADAC-Fahrradexperte Frank Hahn aus München. Zu den Merkmalen der MTBs zählen 26 Zoll große Räder mit grobstolliger Bereifung, die Sitzposition ist sportlicher und nicht so aufrecht wie beim City-Rad. Der eigentliche Einsatzzweck abseits befestigter Straßen hat aber auch zur Folge, dass an einem MTB nicht die notwendige Ausstattung für den Straßenverkehr vorhanden ist. Ein All-Terrain-Bike (ATB) dagegen ist ein MTB mit eben dieser Ausstattung - oft als Jugendfahrrad zu finden. Neben all diesen gebräuchlichen Fahrrad-Typen gibt es noch zahlreiche Sonderfälle - wobei das Rennrad wohl zu den bekanntesten Typen zählt. Wie der Name schon sagt, ist das Rennrad vor allem auf hohes Tempo ausgelegt, Komfort steht hier im Hintergrund. Rennräder rollen meist auf schmalen und profillosen Reifen. Herkömmliche Beleuchtungs-Einrichtungen finden sich hier nicht - allerdings gilt für Rennräder bis zu einem Gewicht von elf Kilogramm eine Sonderregelung, die laut dem ZIV den Einsatz der sonst nicht zulässigen batteriebetriebenen Lampen erlaubt. Um sich beim Kauf richtig zu entscheiden, ist es nach Angaben von Christoph Rasch empfehlenswert, die einzelnen Anforderungen vorab auf einer Checkliste festzuhalten. Beim Fachhändler lässt sich dann genau besprechen, welches Fahrrad die einzelnen Punkte am besten erfüllt. Trotzdem ist solche Theorie niemals wichtiger als die Praxis: Eine ausgiebige Probefahrt ist wesentlicher Bestandteil des Fahrradkaufs. Von Heiko Haupt, dpa dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/08/02/19/service/auto/t/rzo402775.html |
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