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Freitag, 10. Feb. 12
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Mobiles
Alles reine Einstellungssache - Das neue Fahrrad muss passen Bonn/Bremen - Ein Fahrrad muss zu seinem Besitzer passen. Daher ist beim Fahrradkauf nicht nur die Auswahl des Wunsch-Modells wichtig.
Es kommt auch auf die richtige Größe und die passende Einstellung der einzelnen Komponenten auf den eigenen Körper an. Wichtig sind zum Beispiel Höhe und Länge des Rahmens. Bei der Suche nach der richtigen Höhe gibt es ein hilfreiches Messverfahren. „Als grobes Richtmaß gilt, dass man die Innenbeinlänge von der Fußsohle bis zum Schritt misst und davon 25 Zentimeter abzieht - das entspricht dann etwa der richtigen Rahmenhöhe”, erklärt der ADAC-Fahrradexperte Frank Hahn in München. Nicht so einfach ist dagegen die Suche nach der richtigen Rahmenlänge: „Die richtige Länge ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich”, so der ADAC-Experte. Reine Körpermaße bringen wenig bei einer Vorabberechnung, da zum Beispiel zu einem langen Oberkörper bei einer Person kurze, bei einer anderen aber längere Arme gehören. Um die Rahmenlänge und die anderen Einzelteile des Fahrrades zu ermitteln, kommt es auf eine ausgiebigen Sitztest und die entsprechenden Einstellungen an. „Die Geometrie muss passen, sonst fühlt man sich später auf dem Fahrrad nicht wohl”, sagt Siegfried Neuberger, Sprecher des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) in Bad Soden im Taunus. Ein zentraler Punkt bei der Anpassung ist der Sattel. Siegfried Neuberger schlägt hier als Anhaltspunkt vor, ein Pedal in die untere Position zu bringen und sich in den Sattel zu setzen - wird ein Fuß dann auf dem Pedal platziert, sollte das Knie noch leicht angewinkelt sein. Außerdem ist es ratsam, dass der Boden im Sitzen noch mit beiden Zehenspitzen erreicht werden kann. „Ist der Sattel zu niedrig eingestellt, wird beim Fahren zu viel Kraft verbraucht”, erklärt Christoph Rasch, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Bremen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Einstellung des Lenkers: Er ist bei aufrechter Sitzposition richtig eingestellt, wenn die Arme noch locker gebeugt sind, während die Hände die Lenkergriffe umfassen. Wenn die Sache noch nicht so ganz passt, aber eigentlich schon gut aussieht, kann zu einer weiteren Einstellungsmöglichkeit gegriffen werden. „Man kann einen Fahrradsattel nicht nur in der Höhe verstellen, er lässt sich in der Regel auch horizontal verschieben”, sagt Siegfried Neuberger. Weitere Detail-Anpassungen lassen sich vornehmen, wenn das Fahrrad über einen verstellbaren Lenker-Vorbau verfügt. Bei aller Einstellerei darf die Sicherheit nicht vernachlässigt werden. Das gilt vor allem für die Erreichbarkeit der wichtigen Bremsgriffe. Diese Griffe werden nach Angaben des Deutschen Verkehrs-Sicherheitsrat (DVR) in Bonn am besten so justiert, dass die Hebel-Enden von der Seite gesehen eine Linie mit den Unterarmen bilden. All diese Arbeiten mögen zunächst recht aufwendig erscheinen. Dafür passt das Fahrrad hinterher besser. Von Heiko Haupt, dpa dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/08/02/26/service/auto/t/rzo404698.html |
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