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Freitag, 10. Feb. 12
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Mobiles
„Autofrühling” in Genf: Die Hoffnung ruht auf Kleinwagen Genf - Wenn alljährlich die ersten warmen Sonnenstrahlen auf die Hallen des Genfer Auto-Salons scheinen, wird von der Autobranche gern und hoffnungsfroh das Bild vom „Autofrühling” bemüht - auch in diesem Jahr.
Und das nicht nur, weil viele Hersteller am Genfer See traditionsgemäß neue Frischluft-Cabrios präsentieren. Vor allem zahlreiche Kleinwagen-Neuheiten auf der Automesse (6.-16. März) machen Hoffnung auf ein besseres Autojahr 2008. Doch nach Ansicht von Verbänden und Branchenexperten gibt es lediglich für einen gedämpften Optimismus Anlass. Denn die großen europäischen Automärkte zeichnen sich durch eine mehr- oder weniger ausgeprägte Kaufzurückhaltung aus. Zwar legte der deutsche Markt im Januar bei den PKW-Neuzulassungen um knapp elf Prozent zu - allerdings war der Vergleichsmonat Januar 2006 wie das ganze erste Quartal durch die vorgezogenen Verkäufe aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung ausgesprochen schwach. Insoweit ist es keine große Überraschung, dass auch der Februar 2008 gegenüber dem Vorjahresmonat mehr Neuzulassungen vorweisen kann. Ob der positive Effekt das ganze Jahr andauern wird, hängt wesentlich davon ab, wie sich die durch die Klimadebatte und die hohen Benzinpreise ausgelöste Unsicherheit beim Käufer legen wird. Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, fordert deshalb von der Politik rasche und klare Aussagen über die Belastungen der Autofahrer. Auch in anderen Länder dürften 2008 Irritationen und Unsicherheit nachwirken: In Italien liefen Programme für Steuererleichterungen und Verschrottungsprämien aus, ähnlich ist es in Spanien. Dort wie in Frankreich gibt es Zulassungssteuern oder „Bonus-Malus-Systeme”, die auf den CO2-Ausstoß reagieren. Dies ist die Chance für neue Kleinwagen, ein Trend, der nicht nur in Genf sichtbar wird, sondern über Jahre andauern wird, wie der Autoexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer in einer Studie festhält. Seiner Ansicht nach dürften in Europa in den kommenden Jahren angesichts der hohen Benzinpreise, der vermehrten Single-Haushalte und geringer werdender Jahresfahrleistungen Kleinwagen auf steigendes Kundeninteresse stoßen. Allein in den kommenden vier Jahren werden 51 neue Kleinwagen Premiere haben. In Deutschland dürften die Zulassungen kleiner Pkw von 746 000 im Jahr 2007 bis 2010 auf 824 000 steigen, glaubt das Center Automotive Research (CAR). Der 78. Genfer Salon spiegelt in diesem Jahr die automobilen Trends recht genau wider. So stehen etwa der neue Ford Fiesta oder der Hyundai 110 für pfiffige Kleinwagen und beleben der C5 von Citroën, die Audi A4 Avant oder die mit Spannung erwartete Reanimation der italienischen Traditionsmarke Lancia mit dem neuen Lancia Thema die Mittelklasse. BMW setzt mit dem X5 Diesel-Hybrid seine Vorreiterrolle bei zeitgemäßen Sparkonzepten fort, während Mercedes-Benz mit dem CLC und dem kompakten Geländewagen GLK die Ausweitung der Modellpalette demonstriert. Kleinere SUV sind ein heißer Trend - Beispiele sind der Renault Koleos, der Volvo XC 60, das Opel Meriva Concept oder der Ford Kuga. VW zeigt neue Frische mit dem kommenden Scirocco und dem eleganten Passat CC. Ein ganz unscheinbares Fahrzeug dürfte aber allen Neuheiten die Schau stehlen. Der indische Autobauer Tata ist schon seit vielen Jahren mit einem kleinen Stand in Genf vertreten. Sollte er sein 1700-Euro-Mobil Tata Nano mitbringen, dürfte ihm alle Aufmerksamkeit gehören. Denn Billig-Autos sind ein wichtiger Schlüssel, um die Märkte der Zukunft zu erobern. Von Frank Heidmann, dpa dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/08/02/27/service/auto/t/rzo405124.html |
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