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Freitag, 10. Feb. 12
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Mobiles
Federgabel oder Hydraulikbremse? Komponenten fürs Rad wählen Bremen/Bad Soden - Ist beim Fahrradkauf die Entscheidung für Radtyp und Rahmengröße gefallen, geht es an die Zusammenstellung der Ausstattung. Die Wahl der Technikkomponenten ist für Laien nicht ganz einfach.
Nicht jeder kann schließlich auf Anhieb die Vor- und Nachteile von Ketten- und Nabenschaltungen gegeneinander abwägen oder weiß, ob er lieber mit „V-Brakes”, Hydraulik- oder Scheibenbremsen bremst. Experten raten, die Komponentenwahl nicht zu überstürzen. Nicht schaden kann es, sich zunächst Gedanken zu machen, wie das Rad später genutzt werden soll - für Fahrten in der Stadt, auch für Touren im Gelände, als Alltagsgefährt bei jeder Witterung oder nur für gelegentliche Schönwetter-Ausflüge? Danach sollte sich die Auswahl der Komponenten richten, sagt Andreas Oehler, Technikexperte beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Bremen.
So biete sich eine Kettenschaltung vor allem für Fahrten in bergigen Regionen an, da sich mit ihr die Antriebsübersetzung feiner abstimmen lässt, sagt Siegfried Neuberger, Geschäftsführer beim Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) in Bad Soden im Taunus. Für reine City-Räder sei eine konventionelle Nabenschaltung meist ausreichend. Ein Vorteil der Nabenschaltung ist laut Andreas Oehler, dass sie wartungsärmer und unkomplizierter in der Handhabung ist. Viele Radfahrer haben mit einer Rücktrittbremse ein besseres Gefühl. Funktionell sei der „Rücktritt” jedoch verzichtbar: „Bei Notbremsungen ist eine gute Vorderradbremse wichtiger”, erklärt der ADFC-Experte. Standard sind heute meist sogenannte „V-Brakes”, also Felgenbremsen, deren Bremshebel von vorn betrachtet ein „V” bilden. Sie beanspruchen jedoch die Felgen, die mit der Zeit regelrecht „heruntergebremst” werden, so Oehler. Je nach Verschleiß müssen Beläge und Felgen erneuert werden.
Hydraulische Felgen- oder sogar Scheibenbremsen sind Siegfried Neuberger zufolge eher „aggressiv zupackend” - sie eignen sich vor allem für Radfahrer, die oft mit schwerem Gepäck unterwegs sind. Als Nachteil von Scheibenbremsen nennt Andreas Oehler, dass sie nicht so robust sind und die Bremsscheiben leicht verbiegen, wenn das Rad etwa unachtsam in den Fahrradständer geschoben wird. Federkomponenten, die beim Fahren die gröbsten Stöße abfangen, kommen nach Ansicht des ADFC-Experten außer für Offroad-Fahrer vor allem für Leute mit Rückenproblemen in Betracht. Allerdings sollten es schon hochwertige Teile sein: „Billige Komponenten rotten fest oder bekommen zu viel Spiel”, erklärt Oehler. Als weiterer Nachteil gilt laut Frank Hahn, Radexperte beim ADAC in München, dass Radfahrer wegen der beweglichen Teile in der Rahmenkonstruktion insgesamt mehr Kraft aufwenden müssen.
Für Alltagsfahrer gibt es laut Andreas Oehler eine praktikablere Alternative: großvolumige Reifen wählen, die mit leicht verringertem Luftdruck gefahren werden. Auch mit einem bequemen Sattel lässt sich schon mehr Fahrkomfort erreichen. Hier sollten sich Kunden genügend Zeit nehmen, den für sie richtigen Sattel auszuwählen. Wie Rad- und Rahmentyp müssen eben auch die Komponenten zum Fahrer passen - und das lässt sich nur bei Testfahrten herausfinden, wie Andreas Oehler betont: „Das Wichtigste beim Fahrradkauf ist das Ausprobieren.” Von Felix Rehwald, dpa dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/08/02/29/service/auto/t/rzo405681.html |
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