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Freitag, 10. Feb. 12

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Frank­furt/Main - Lancia bietet die über­arbei­tete Großraum­limou­sine Phaedra zu Preisen ab 31 400 Euro an. Dafür gibt es einen 2,0 Liter großen Mul­tijet-Tur­bodie­sel mit 100 kW/136 PS...

Neckar­sulm - Ein halbes Jahr nach der Pre­miere des Fünftü­rers bietet Hyundai das Modell i30 jetzt auch als Kombi an. Die korea­nische Antwort auf Golf Variant und Astra Caravan trägt den Bein­amen CW für „Cros­sover...

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Federgabel oder Hydraulikbremse? Komponenten fürs Rad wählen

Bremen/Bad Soden - Ist beim Fahr­rad­kauf die Ent­schei­dung für Radtyp und Rah­men­größe gefal­len, geht es an die Zusam­men­stel­lung der Aus­stat­tung. Die Wahl der Tech­nik­kom­ponen­ten ist für Laien nicht ganz einfach.

Federgabel

Sinnvolles Zubehör für Moun­tain­biker: Eine Feder­gabel dämpft bei Fahrten im Gelände die gröbs­ten Stöße ab. (Bild: Schie­ren­beck/dpa/tmn)

Nicht jeder kann schließ­lich auf Anhieb die Vor- und Nach­teile von Ketten- und Naben­schal­tun­gen gegen­ein­ander abwägen oder weiß, ob er lieber mit „V-Brakes”, Hydrau­lik- oder Schei­ben­brem­sen bremst. Exper­ten raten, die Kom­ponen­ten­wahl nicht zu über­stür­zen.

Nicht schaden kann es, sich zunächst Gedan­ken zu machen, wie das Rad später genutzt werden soll - für Fahrten in der Stadt, auch für Touren im Gelände, als All­tags­gefährt bei jeder Wit­terung oder nur für gele­gent­liche Schön­wet­ter-Aus­flüge? Danach sollte sich die Auswahl der Kom­ponen­ten richten, sagt Andreas Oehler, Tech­nik­experte beim All­gemei­nen Deut­schen Fahrrad-Club (ADFC) in Bremen.

Kettenschaltung

Mit einer Ket­ten­schal­tung lässt sich die Über­set­zung zwar feiner wählen. Sie erfor­dern aber auch häu­fige­res Schal­ten. (Bild: Schie­ren­beck/dpa/tmn)

So biete sich eine Ket­ten­schal­tung vor allem für Fahrten in ber­gigen Regio­nen an, da sich mit ihr die Antriebsü­ber­set­zung feiner abstim­men lässt, sagt Sieg­fried Neu­ber­ger, Geschäfts­füh­rer beim Zweirad-Indus­trie-Verband (ZIV) in Bad Soden im Taunus. Für reine City-Räder sei eine kon­ven­tio­nelle Naben­schal­tung meist aus­rei­chend. Ein Vorteil der Naben­schal­tung ist laut Andreas Oehler, dass sie war­tungs­ärmer und unkom­pli­zier­ter in der Hand­habung ist.

Viele Radfahrer haben mit einer Rück­tritt­bremse ein bes­seres Gefühl. Funk­tio­nell sei der „Rück­tritt” jedoch ver­zicht­bar: „Bei Not­brem­sun­gen ist eine gute Vor­der­rad­bremse wich­tiger”, erklärt der ADFC-Experte. Stan­dard sind heute meist soge­nannte „V-Brakes”, also Fel­gen­brem­sen, deren Brems­hebel von vorn betrach­tet ein „V” bilden. Sie bean­spru­chen jedoch die Felgen, die mit der Zeit regel­recht „her­unter­gebremst” werden, so Oehler. Je nach Ver­schleiß müssen Beläge und Felgen erneu­ert werden.

V-Brakes

Bei vielen Fahrrä­dern Stan­dard: Die Brems­hebel soge­nann­ter V-Brakes bilden von vorn betrach­tet ein „V”. (Bild: Schie­ren­beck/dpa/tmn)

Hydraulische Felgen- oder sogar Schei­ben­brem­sen sind Sieg­fried Neu­ber­ger zufolge eher „aggres­siv zupa­ckend” - sie eignen sich vor allem für Rad­fah­rer, die oft mit schwe­rem Gepäck unter­wegs sind. Als Nach­teil von Schei­ben­brem­sen nennt Andreas Oehler, dass sie nicht so robust sind und die Brems­schei­ben leicht ver­bie­gen, wenn das Rad etwa unacht­sam in den Fahr­rad­stän­der gescho­ben wird.

Federkomponenten, die beim Fahren die gröbs­ten Stöße abfan­gen, kommen nach Ansicht des ADFC-Exper­ten außer für Offroad-Fahrer vor allem für Leute mit Rücken­pro­ble­men in Betracht. Aller­dings sollten es schon hoch­wer­tige Teile sein: „Billige Kom­ponen­ten rotten fest oder bekom­men zu viel Spiel”, erklärt Oehler. Als wei­terer Nach­teil gilt laut Frank Hahn, Rad­experte beim ADAC in München, dass Rad­fah­rer wegen der beweg­lichen Teile in der Rah­men­kon­struk­tion ins­gesamt mehr Kraft auf­wen­den müssen.

Scheibenbremsen

Technik wie beim Motor­rad - Schei­ben­brem­sen haben den Vorteil, dass sie kräftig zupa­cken. (Bild: Schie­ren­beck/dpa/tmn)

Für All­tags­fah­rer gibt es laut Andreas Oehler eine prak­tika­blere Alter­native: großvo­lumige Reifen wählen, die mit leicht ver­rin­ger­tem Luft­druck gefah­ren werden. Auch mit einem beque­men Sattel lässt sich schon mehr Fahr­kom­fort errei­chen. Hier sollten sich Kunden genü­gend Zeit nehmen, den für sie rich­tigen Sattel aus­zuwählen. Wie Rad- und Rah­men­typ müssen eben auch die Kom­ponen­ten zum Fahrer passen - und das lässt sich nur bei Test­fahr­ten her­aus­fin­den, wie Andreas Oehler betont: „Das Wich­tigste beim Fahr­rad­kauf ist das Aus­pro­bie­ren.” Von Felix Rehwald, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/29/service/auto/t/rzo405681.html
Freitag, 29. Februar 2008, 10:22 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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