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Freitag, 10. Feb. 12

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Großer Trend zu kleinen Autos: Kleinwagen-Neuheiten in Genf

Genf - Klein­wagen haben in Zeiten stei­gen­der Kraft­stoff-Preise und anhal­ten­der Kli­madis­kus­sion eine große Zukunft.

Ford Fiesta

Der neue Ford Fiesta ist deut­lich leich­ter als sein Vor­gän­ger. (Bild: dpa)

Das ist auch den Her­stel­lern bewusst: „Allein in den nächs­ten vier Jahren kommen 51 neue Klein- und Kleinst­wagen in den Markt.

19 Fahrzeuge haben keine Vor­gän­ger­modelle und erwei­tern so das Ange­botss­pek­trum erheb­lich”, sagt der Markt­for­scher Fer­dinand Duden­höf­fer von der Fach­hoch­schule Gel­sen­kir­chen. Mehr als ein Dutzend neuer Minis wird bereits auf dem Genfer Auto­mobil­salon (6. bis 16. März) enthüllt.

Zu den wich­tigs­ten Neu­hei­ten zählt der Ford Fiesta, der in Genf seine Welt­pre­miere als Drei- und Fünftü­rer feiert und im Herbst in den Handel kommt. Bei nahezu unver­änder­tem Format ist er deut­lich leich­ter als sein Vor­gän­ger, was ihn spar­samer und agiler machen soll. Neben vier Ben­zinern und einem Diesel mit 44 kW/60 PS bis 85 kW/115 PS soll es auch eine Spar­vari­ante geben, die weniger als 100 Gramm CO2 pro Kilo­meter aus­stoßen wird.

In der Nähe des Fiesta steht in Genf der Mazda2, mit dem der Ford die Platt­form teilt. Nachdem die Japaner 2007 den Fünftü­rer ein­geführt haben, reichen sie nun den Dreitü­rer nach. Der sieht nicht nur sport­licher aus: „Mit ihm sinkt auch der Ein­stiegs­preis”, sagt Pres­sespre­cher Jochen Mün­zin­ger. Zu rechnen ist mit 400 bis 500 Euro gerin­geren Preisen. Auch bei Che­vro­let folgt dem fünftü­rigen Aveo nun ein Dreitü­rer. Dessen Basis­preis könnte „unter 10 000 Euro rut­schen”, heißt es.

Der Schritt von der Studie zur Serie steht dem Seat Boca­negra noch bevor: Der Dreitü­rer gilt offi­ziell noch als Desi­gnkon­zept. „Doch viele Ele­mente dieses Fahr­zeugs wird man schon bald im neuen Ibiza wieder finden”, sagt Spre­cher Alex­ander Skibbe.

Ferdinand Dudenhöffer verbindet vor allem mit dem Erfolg von Autos wie dem Smart, dem Mini und dem Fiat 500 auch eine Auf­wer­tung des Seg­ments: „Klein­wagen sind schick gewor­den und eta­blie­ren sich in den Pre­mium­märk­ten. Weder bei der Sicher­heit, noch in Wer­tig­keit und Image sind sie "klein".”

Doch in Genf stehen auch Klein­wagen-Neu­hei­ten für den schma­len Geld­beu­tel. So enthüllt die rumä­nische Renault-Schwes­ter Dacia den Sandero. Der Fünftü­rer mit steilem Heck über­nimmt die Technik des Logan, bekommt aber nach Abgaben von Renault-Manager Florian Hüttl ein Design „bei dem erst­mals auch an die Kunden in West­europa gedacht wurde”. Das beste Kauf-Argu­ment aller­dings bleibt der Preis. „Das Basis­modell wird weniger als 8 000 Euro kosten”, sagt Hüttl.

Dass es noch eine Nummer kleiner geht , zeigt Toyota mit dem iQ. Ein halbes Jahr nach der Pre­miere der Studie kommt der weniger als drei Meter lange Winz­ling seiner Seri­enfas­sung näher. Eben­falls zu sehen ist auf dem Auto­mobil­salon der Tata Nano aus Indien, der mit einem angekün­dig­ten Preis von 1700 Euro für Auf­sehen sorgte. Nach Europa kommt der Nano aber frühe­stens in einigen Jahren.

Dass Klein­wagen auch sport­lich sein können, wird eben­falls gezeigt: Bei­spiel sind der 98 kW/133 PS starke Twingo Sport von Renault, der 99 k/135 PS starke Fiat 500 Abarth und der Mini, den es jetzt als Cooper Works mit 155 kW/211 PS gibt.

Mit der wachsenden Modellvielfalt wächst auch die Zahl der Vari­anten. „Das Spek­trum der Klein­wagen wird durch neue Auf­bau­arten und Karos­serie­for­men erwei­tert”, sagt Fer­dinand Duden­höf­fer und ver­weist auf den neuen Opel Meriva. Noch ist der Minivan nur eine Studie, doch wird der Fünf­sit­zer nach Infor­matio­nen aus Unter­neh­mens­krei­sen mitsamt der unkon­ven­tio­nel­len Schmet­ter­lings­türen bis 2010 in Serie gehen.

Eben­falls abseits klas­sischer Karos­serie­vari­anten fährt der Kia Soul, der Ideen von Klein­wagen, Gelän­dewa­gen und Minivan mischt. BMW bringt außer­dem bald auch noch eine Gelände-Ausgabe des Mini und Fiat eine Cabrio-Version des neuen 500er.

Laut Duden­höf­fer kann man das große Inter­esse an kleinen Autos an der Zulas­sungs­sta­tis­tik ablesen: Nimmt man Minis, Klein­wagen und kleine Gelän­dewa­gen zusam­men, lag ihr Markt­anteil in Deutsch­land 2005 noch bei 20,8 Prozent, 2007 waren es 23,7 Prozent. Für 2011 rechnet der Markt­for­scher mit 26,8 Prozent oder knapp 900 000 Zulas­sun­gen. Von Thomas Geiger, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/03/05/service/auto/t/rzo407014.html
Mittwoch, 05. März 2008, 9:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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