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Freitag, 10. Feb. 12
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Mobiles
„Flexdoor” und „Twindoor”: Die neuen Türkonzepte Genf - Die Autohersteller experimentieren verstärkt mit neuen Türkonzepten.
Zwar sind Flügel- oder Schmetterlingstüren vor allem bei Designstudien nichts Neues. Doch viele der neuen Ideen , die im Rahmen des Genfer Automobilsalons (6. bis 16. März) präsentiert werden, bleiben nicht den Schaustücken vorbehalten. Vielmehr geht ein großer Teil dieser Lösungen demnächst in Serie.
Ein Beispiel ist das Konzeptfahrzeug, mit dem Opel das auf einen neuen Meriva einstimmen möchte. Statt gewöhnlicher Klappen trägt der kleine Van zwei gegenläufig angeschlagene Türen, die Opel „Flexdoors” nennt. Sie lassen sich unabhängig voneinander öffnen und werden während der Fahrt von einer Elektronik blockiert. Wenn im Stand die hintere Tür entgegen der Fahrtrichtung geöffnet wird, soll das vor allem das Einsteigen in engen Parklücken erleichtern. „Auch kleine Kinder bekommt man so besser in ihren Sitz”, sagt Verena Wiencke vom Opel-Marketing. Sie verspricht die „Flexdoors” für das Serienmodell - das komme allerdings „nicht mehr in diesem oder im nächsten Jahr”. Ebenfalls mit ungewöhnlichen Türen für die Serienproduktion warten zwei britische Modelle auf: Nach wie vor einzigartig ist der Mini Clubmann mit seiner dritten „Clubdoor”, die auf der Beifahrerseite gegen die Fahrtrichtung angeschlagen ist. Auch das Rolls Royce Phantom Coupé fällt auf, weil seine riesigen Türen hinten angeschlagen sind. Dass sich dieses System noch optimieren lässt, zeigt in Genf der Karosseriebauer EDAG an der aktuellen Rolls-Royce- Limousine. Damit die Insassen beim Aussteigen aus dem Fond aufrecht stehen können, wurde eine zusätzliche Luke im Dach eingebaut, die sich auf Wunsch mitsamt der Türe öffnet.
Auch die Kofferraumklappe haben Entwickler als Spielwiese entdeckt. Hier sind es ebenfalls vor allem die Briten, die nach ungewöhnlichen Lösungen suchen. So ist die rückwärtige Klappe nicht nur bei den Serienmodellen von Land Rover horizontal geteilt, sondern auch bei der Studie LRX - bei der die Designer zusätzlich noch einen Flaschenkühler und Sitzmulden eingebaut haben. Und auch der Fond des neuen Rolls Royce lässt sich zur vornehmen Picknick-Pritsche umbauen. Die Briten mögen die „Picknick-Klappe” vielleicht erfunden haben, doch auch in Schweden schätzt man die geteilte Lösung, wie die Saab-Studien in Genf zeigen: Bei dem 9-X BioHybrid, einem Entwurf für ein neues Einstiegsmodell, fährt automatisch der variable Ladeboden heraus, wenn die untere Hälfte der Klappe geöffnet wird. Während diese Lösung bislang nur für die Messe entwickelt wurde, geht bei Skoda jetzt ein „Twindoor”-Konzept am Heck des neuen Superb in Serie: Obwohl das Topmodell der VW-Tochter aussieht wie eine klassische Limousine, ist die Kofferraumklappe fast so groß wie bei einem Fließheck. Möglich macht das ein Scharnier in der Heckklappe, die unterhalb der Rückscheibe geteilt ist: Bei normaler Betätigung öffnet sich wie bei einer normalen Limousine nur die untere Hälfte, sagt Skoda-Vorstand Reinhard Jung. Drückt man allerdings auf eine Taste neben dem Kofferraumschloss, schwingt beim nächsten Mal die ganze Klappe auf. „Dann gibt es fast nichts, was man da nicht hinein bekommt.” Zwar zeugen solche Lösungen schon von einem gewissen Mut, doch gerade bei den Studien gehen die Entwickler noch weiter. Beim Pininfarina Sintesi gibt es beispielsweise auf jeder Seite gleich zwei Flügeltüren, die in entgegen gesetzter Richtung aufschwingen. Beim Hyundai i-Mode kommen vorne Flügel-, hinten Schiebetüren und eine weit um die Ecken reichende Heckklappe zum Einsatz. Beim Guigiaro Quaranta wiederum lässt sich wie bei einem Kampfjet die gesamte vordere Fensterfront und Dachhälfte aufklappen. Und auch Renault setzt bei einem Entwurf für den nächsten Mégane auf das Türen-Thema. In dem Coupé kommen zum ersten Mal doppelt übereinandergelagerte Flügeltüren zum Einsatz, bei denen Fenster und Türtafel separat nach oben schwingen. Für die Produktion sind solche Lösungen zu aufwendig, zu teuer und zu kompliziert. Doch dass die Studie mit offenen Türen aussieht wie ein Maikäfer vor dem Start, sorgt zumindest auf dem Messestand für viel Beachtung. Von Thomas Geiger, dpa dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/08/03/10/service/auto/t/rzo408338.html |
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