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Freitag, 10. Feb. 12
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Mobiles
Unterbodenwäsche und Polsterpflege - Frühjahrskur fürs Auto Landsberg/Bonn - Starker Frost und Schneefall oder Schmuddelwetter mit Regen und Temperaturen um den Gefrierpunkt - je nach Region haben Autofahrer die Wintermonate unterschiedlich erlebt.
Froh darüber, dass diese Zeit nun vorbei ist, dürften sie aber in den meisten Fällen sein. Schließlich ist das Fahren unter den einen wie den anderen Winterbedingungen nicht sehr angenehm. Vor dem beherzten Durchstarten im Frühling kann es jedoch nicht schaden, zunächst die Technik zu checken und die Spuren des Winters am Wagen zu beseitigen. Zwar sei die Fahrzeugtechnik heute so gut, dass nach dem Winter keine größeren Maßnahmen erforderlich sind, sagt Manfred Groß aus dem ADAC-Technikzentrum in Landsberg (Bayern). Nach wenigen Jahren sei jedoch trotzdem zu erkennen, ob der Wagen regelmäßig eine Frühjahrskur bekam oder nicht. Und ein schlechter Pflegezustand kann sich negativ auf den Wiederverkaufswert auswirken. Darüber hinaus leiden laut dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn Zuverlässigkeit und Verkehrssicherheit.
Am meisten Sorgen bereitet Manfred Groß zufolge noch immer der Streusalzeinfluss. Lagert sich am Fahrzeug Salz ab, kann es zusammen mit Feuchtigkeit den Rostfraß fördern. „Wenn das Salz nicht beseitigt wird, wird es auch im Sommer bei jeder feuchten Witterung aktiviert.” Um das zu verhindern, empfiehlt der ZDK im Frühling eine gründliche Fahrzeugreinigung inklusive Unterbodenwäsche. Besonders sollte dabei auf Salzrückstände in Nischen und Ritzen geachtet werden - zu erkennen sind sie an weißlichen Krusten.
Auch für den Motorraum empfiehlt der ADAC-Experte eine gründliche Reinigung. „Dort gibt es viele unlackierte Teile wie den Zylinderkopf oder das Gehäuse der Lichtmaschine, die durch Salzspritzer ebenfalls korrodieren können.” Salzfraß an Steckern der Elektrik könne außerdem zu Funktionsausfällen führen. Nach dem Waschen ist eine Inspektion der Lackoberfläche sinnvoll. Hochgewirbelter Splitt kann den Lack an der Frontpartie beschädigt haben. Besonders tückisch sind Schäden, bei denen der Lack bis aufs Blech abgesplittert ist. Werden sie nicht behandelt, entwickeln sich die kleinen Macken zu größeren Roststellen, warnt der ZDK. Der Verband empfiehlt, kleinere Schäden mit einem Lackstift auszubessern. Eine Politur und Versiegelung der Lackierung mit Hartwachs bietet anschließend Schutz. „Ein- bis zweimal im Jahr sollte man das schon machen”, empfiehlt Manfred Groß vom ADAC. Der Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart legt Autofahrern eine gründliche Entrümpelungsaktion nahe: Im Kofferraum deponiertes Winterzubehör sollte aussortiert werden. Es ist im Frühjahr nur überflüssiger Ballast, der Platz raubt und den Spritverbrauch erhöht. Teppich, Fußmatten und Polstern sollte ebenfalls etwas Aufmerksamkeit gewidmet werden. Der Teppich und die Fußmatten können durch mit den Schuhen hineingetragenen Schnee durchfeuchtet sein. ADAC-Mitarbeiter Groß empfiehlt, in diesem Fall zum Trocknen einfach Zeitungspapier unter die Fußmatten zu legen. Wird nichts unternommen, kann sich Schimmel bilden, und im schlimmsten Fall rostet das Bodenblech von innen an. Grober Schmutz sollte nach ZDK-Empfehlung zunächst mit dem Staubsauger abgesaugt werden. Danach wird auf Teppich und Polster ein Reinigungsschaum aufgebracht, der den Dreck fasertief entfernt und zudem die ursprüngliche Farbe der Sitze wieder auffrischt. INFO: Nur intakte Winterreifen einlagern Um das Auto für den Frühling fit zu machen, sollten auch wieder die Winter- gegen die Sommerreifen getauscht werden. Wann dafür der geeignete Zeitpunkt ist, hängt von den regionalen Wetterbedingungen ab. Bis Ostern sollten die Winterreifen aber in jedem Fall noch draufbleiben, da noch mit Wintereinbrüchen zu rechnen ist. Beim Reifenwechsel sind die Winterpneus genau zu inspizieren: Haben sie weniger als vier Millimeter Profil, lohnt sich nach Angaben des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe in Bonn die Einlagerung nicht, da im nächsten Winter ohnehin ein neuer Satz angeschafft werden muss. Bei genügend Profil, sollte ihr Montageort am Auto mit Kreide- oder Ölstift vermerkt werden - etwa „vorne links” oder „hinten rechts”. Am besten lagern Winterreifen hängend auf einem Reifenständer an einem dunklen und kühlen Ort. Von Felix Rehwald, dpa dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/08/03/26/service/auto/t/rzo412002.html |
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