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Mittwoch, 2. April 08

BiospritBerlin - Viele Fahrer älterer Autos können darauf hoffen, dass ihnen höhere Tank­kos­ten durch einen größe­ren Anteil von Biosprit im Benzin erspart bleiben. Die Pläne von Umwelt­minis­ter Sigmar Gabriel (SPD) zur...

FahndungsplakatOlden­burg - Nach den Zeu­gen­auf­rufen im Fern­sehen zu der töd­lichen Holz­klotz-Attacke in Olden­burg hat die Polizei am Mitt­wocha­bend viele neue Hin­weise erhal­ten.

München - Nach den inter­nen Que­relen der ver­gan­genen Wochen haben CSU-Chef Erwin Huber und Minis­ter­prä­sident Günther Beck­stein (CSU) ihre Partei demons­tra­tiv zur Geschlos­sen­heit auf­geru­fen.

Berlin - Im lau­fen­den Aus­bil­dungs­jahr droht nach Ansicht der Bun­des­regie­rung eine Lücke von mehr als 200 000 Lehr­stel­len: Für rund 832 400 Schul­abgän­ger stehen vor­aus­sicht­lich nur 623 000 Aus­bil­dungs­plätze bereit.

Dublin - Nach über einem Jahr­zehnt im Amt hat Irlands Minis­ter­prä­sident Bertie Ahern ange­sichts von Kor­rup­tions­vor­wür­fen über­raschend seinen Rück­tritt angekün­digt. Er werde zum 6. Mai sein Amt als Regie­rungs- und...

Hamburg - Die SPD hat laut einer Forsa-Umfrage in der Gunst der Wähler leicht hin­zuge­won­nen, Par­tei­chef Kurt Beck stößt aber als mög­licher Kanz­ler­kan­didat wei­ter­hin auf wenig Zustim­mung.

Mehr als 200 000 Ausbildungsplätze fehlen

Berlin - Im lau­fen­den Aus­bil­dungs­jahr droht nach Ansicht der Bun­des­regie­rung eine Lücke von mehr als 200 000 Lehr­stel­len: Für rund 832 400 Schul­abgän­ger stehen vor­aus­sicht­lich nur 623 000 Aus­bil­dungs­plätze bereit.

Auszubildende

Auszubildende fer­tigen im Mer­cedes-Werk in Sin­del­fin­gen Fahr­zeuge der S-Klasse (Archiv­foto)

Dies geht aus dem am Mitt­woch vom Kabi­nett beschlos­senen „Berufs­bil­dungs­bericht 2008” hervor. Die Regie­rung will nun Firmen Prämien bis zu 6000 Euro zahlen, wenn sie schwer ver­mit­tel­bare Bewer­ber als Azubis ein­stel­len. Gewerk­schaf­ten und Oppo­sition erklär­ten den Aus­bil­dungs­pakt von Politik und Wirt­schaft für geschei­tert.

Dem Bericht zufolge gibt es etwa eine Million Jugend­liche, die auf dem Lehr­stel­len­markt ver­sorgt werden müssen. Wie viele Plätze zum Stich­tag Ende Sep­tem­ber tatsäch­lich vor­han­den seien, hänge von der Ent­wick­lung der Kon­junk­tur ab. Das Aus­bil­dungs­poten­zial der Wirt­schaft wird auf etwa 750 000 Plätze geschätzt. Erfah­rungs­gemäß ver­klei­nert sich die Lücke im Herbst, wenn unver­mit­telte Bewer­ber nachträg­lich noch eine Lehr­stelle oder ein Prak­tikum bekom­men. Ver­gan­genes Jahr wurden 626 000 neue Ver­träge unter­schrie­ben - der zweit­höchste Wert seit der Wie­der­ver­eini­gung.

Die Inte­gra­tions­beauf­tragte der Regie­rung, Maria Böhmer, for­derte bessere Chancen für junge Men­schen aus Ein­wan­derer­fami­lien. „Der Auf­schwung am Aus­bil­dungs­markt muss auch bei den Jugend­lichen aus Zuwan­derer­fami­lien ankom­men.” CDU-Gene­ral­sekretär Ronald Pofalla rief die Unter­neh­men auf, das Bonus­modell zu nutzen: „Jetzt ist es an den Betrie­ben, diese Mög­lich­kei­ten aus­zuschöp­fen.” Die Linke for­derte eine gesetz­liche Aus­bil­dungs­platz-Umlage. So sollen Firmen zur Kasse gebeten werden, die keine Lehr­linge aus­bil­den.

Ein unverändert großes Problem sind die Alt­bewer­ber. 385 000 Jugend­liche drehen War­teschlei­fen, weil sie schon vor einem Jahr oder noch früher die Schule ver­las­sen haben. Bis zu 100 000 von ihnen will die Regie­rung mit dem neuen Aus­bil­dungs­bonus eine Lehr­stelle ver­schaf­fen. Dafür gibt es eine Prämie von 4000 bis 6000 Euro. Kritik kam vom Deut­schen Gewerk­schafts­bund (DGB). „Trotz des kon­junk­turel­len Auf­schwungs ist die Trend­wende in der Aus­bil­dung nicht geschafft worden”, sagte die stell­ver­tre­tende DGB-Chefin Ingrid Sehr­brock.

Die Leis­tun­gen deut­scher Azubis sollen nach dem Willen von Bun­des­bil­dungs­minis­terin Annette Schavan (CDU) bald inter­natio­nal in PISA-Tests über­prüft werden. „Das deut­sche Berufs­bil­dungs­sys­tem kann und muss sich mit seinen Leis­tun­gen messen lassen.” Die PISA-Studien ver­glei­chen Schüler-Leis­tun­gen in den wich­tigs­ten Indus­trie­staa­ten und hatten erheb­liche Defi­zite in Deutsch­land auf­gezeigt.

Über den drohenden Fachkräftemangel wollen Bund und Länder im Herbst bei einem Qua­lifi­zie­rungs­gip­fel beraten. Bereits in diesem Jahr wird die Zahl der Absol­ven­ten an all­gemein­bil­den­den Schulen um über 30 000 schrump­fen. Allein in Ost­deutsch­land wird sich die Absol­ven­ten­zahl bis 2013 gegenü­ber 2000 etwa hal­bie­ren. Die Zahl der Schüler mit Abitur wird jedoch leicht steigen.

Zwischen 2011 und 2013 wird es laut Bericht starke Zuwächse wegen der dop­pel­ten Abi­tur­jahr­gänge geben. Diese ergeben sich aus dem ver­kürz­ten Gym­nasium von 13 auf 12 Jahre. Die SPD wies Klagen der Unter­neh­men über man­geln­den Nach­wuchs zurück. „Hier hat die Wirt­schaft ihre Haus­auf­gaben zu lange nicht gemacht und die eigene Per­sonal­ent­wick­lung ver­schla­fen”, sagte SPD-Bil­dungs­experte Jörg Tauss.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/02/news/t/rzo414090.html
Mittwoch, 02. April 2008, 20:56 © RZ-Online (NewsDesk)
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