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Montag, 21. April 08

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War­nemünde - Die „Aida­bella” ist der mitt­ler­weile sechste Crui­seli­ner mit dem rotem Kuss­mund am Bug: Am Mitt­woch (23. April) wird das neueste Schiff der Ree­derei AIDA Cruises in War­nemünde getauft.

Bestwig - Mit dem Sai­son­start des Aben­teu­erlan­des Fort Fun bei Bestwig-Was­ser­fall sind ab dem Woche­nende alle großen Frei­zeit­parks in Nord­rhein-West­falen geöff­net.

Hamburg - Eines von nur noch drei in den USA beste­hen­den his­tori­schen Japan-Vier­teln kann jetzt in San Fran­cisco bei einem neu kon­zipier­ten Rund­gang erkun­det werden.

Hamburg - Die Uni­ver­sal Studios Hol­lywood und der SeaWorld Park sind um Attrak­tio­nen reicher: Um die Zei­chentrick-Familie „Die Simp­sons” und um die „Sesam­straße” drehen sich Neu­hei­ten in den zwei großen The­men­parks in...

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Bosnien-Herzegowina: Balkan-Urlaub zum D-Mark-Kurs

Von Thomas Gross, dpa Sara­jewo (dpa/tmn) - Wer erzählt, Urlaub in Bosnien-Her­zego­wina machen zu wollen, erntet oft bes­ten­falls skep­tisches Stirn­run­zeln. Noch wahr­schein­licher sind besorgte Fragen.

Bosnien-Herzegowina_Brücke

Die 1993 zer­störte Brücke von Mostar aus dem 16. Jahr­hun­dert ist 2004 neu ein­geweiht worden. (Bild: Tou­ris­mus­ver­eini­gung Bosnien-Her­zego­wina/dpa/tmn)

Die bewegen sich irgendwo zwi­schen „Bist Du ver­rückt?” und „Ist das denn über­haupt sicher dort?”.

Erstere Frage sollte man selbstbewusst ver­nei­nen. Natür­lich ist es nicht ver­rückt, ein geschichts­rei­ches, land­schaft­lich reiz­vol­les Land zu besu­chen. Die zweite Frage beant­wor­ten die Rei­sehin­weise des Aus­wär­tigen Amtes: „Reisen nach Bosnien und Her­zego­wina sind (unter Beach­tung der Sicher­heits­hin­weise) grundsätz­lich möglich.”Unter den Sicher­heits­hin­wei­sen wird emp­foh­len, „wegen fort­beste­hen­der Minen­gefahr die befes­tig­ten Straßen nicht zu ver­las­sen.” Mehr nicht.

Bosnien-Herzegowina_Kontraste

Lebenslust vor Kriegs­rui­nen: Längst wird in Mostar wieder für die aktu­elle Mode gewor­ben. Die Wunden des Bür­ger­kriegs sind aber noch sicht­bar. (Bild: Gross/dpa/tmn)

Dass in Bosnien jah­relang ein Krieg tobte, in dem grau­envolle Ver­bre­chen verübt wurden, ist kein Geheim­nis. Doch der Krieg ist seit 1995 vorüber. Fak­tisch ist das Land heute in die ser­bische „Repu­blika Srpska” und die bos­nisch-kroa­tische Föde­ration geteilt. Immer­hin gilt in beiden Lan­des­tei­len die­selbe Währung: Die kon­ver­tible Mark, die genauso viel wert ist wie die alte Deut­sche Mark und die den­sel­ben Wech­sel­kurs zum Euro hat.

Spuren des Krieges sind beispielsweise die vielen Fried­höfe. In den Dörfern im Lan­des­innern fallen die zahl­rei­chen nagel­neuen Moscheen ins Auge. In Banja Luka dagegen, der zweit­größten Stadt des Landes und Zentrum der „Repu­blika Srpska”, sind zwi­schen 1992 und 1995 alle 16 Moscheen zer­stört worden. Kriegs­rui­nen gehören auch in Mostar zum Straßen­bild. Vor allem sozia­lis­tische Plat­ten­bau­ten, aber auch viele Alt­bau­ten aus der Habs­bur­ger-Zeit sind noch immer von Gra­naten zer­narbt und stehen leer.

Bosnien-Herzegowina_Tal

Idyllische Lage im Tal der Neretva: Mostar ist die größte Stadt der Her­zego­wina und liegt im Süden des Landes. (Bild: Gross/dpa/tmn)

Mostar wurde 1468 von den Osmanen besetzt und zum tür­kischen Vor­pos­ten auf dem Balkan aus­gebaut. Aus dieser Zeit stammt die Haupt­sehens­wür­dig­keit der Stadt, die Alte Brücke (Stari Most) von 1566. Sie wurde 1993 durch kroa­tischen Beschuss zer­stört und 2004 nach ori­ginal­getreuer Reno­vie­rung wieder eröff­net. Seither ver­bin­det die Brücke die über­wie­gend kroa­tischen Stadt­teile west­lich des Flusses wieder mit dem mos­lemisch bewohn­ten Osten der Stadt. Seit 2005 steht das neue alte Monu­ment auf der Unesco-Welt­kul­tur­erbe-Liste.

Auch die Altstadt aus türkischer Zeit wurde wieder auf­gebaut. Nur dass hier heute keine Hand­wer­ker mehr Kup­fer­kes­sel fer­tigen oder Tep­piche knüpfen - längst haben Sou­venir­geschäfte, Gale­rien und Restau­rants das Viertel in Beschlag genom­men. Neben ori­enta­lischem Kitsch, der aus der Türkei impor­tiert wurde, werden hier auch makabre Sou­venirs wie aus Gra­naten gefer­tigte Kaf­feemühlen ange­boten.

Bosnien-Herzegowina_Sarajewo

Goldhändler und Moschee: Im Basar­vier­tel von Sara­jewo können sich Tou­ris­ten wie im Orient vor­kom­men. (Bild: Tou­ris­mus­ver­eini­gung Bosnien-Her­zego­wina/dpa/tmn)

Die gibt es auch im Basar­vier­tel von Sara­jewo, das mit seinen Gassen und Moscheen wie ein Stück Orient aus dem Bil­der­buch wirkt. Und da an jeder Ecke Cevap­cici aus Lamm­fleisch gebra­ten werden, riecht es auch so. Ein paar Straßenzüge weiter zeigt sich Sara­jewo von einer anderen Seite, mit Prunk­straßen aus öster­rei­chi­scher Zeit und einer Gedenk­tafel gegenü­ber der Latei­ner­brü­cke, die auf ein Atten­tat hin­weist, das Welt­geschichte schrieb: Hier wurde am 28. Juni 1914 der öster­rei­chi­sche Thron­fol­ger Franz Fer­dinand erschos­sen, vier Wochen später brach der Erste Welt­krieg aus.

Die beeindruckendste Sehenswürdigkeit in Sara­jewo ist jedoch das His­tori­sche Museum, das die Bela­gerung der Stadt durch die Serben von 1992 bis 1995 doku­men­tiert - mit Fotos von Opfern, mit Zei­tungs­berich­ten über Kriegs­gräuel, mit Kriegs­ziga­ret­ten und Kin­der­zeich­nun­gen, die viel Blut und Rauch zeigen.

Informationen: Bosnien-Her­zego­wina unter­hält kein Frem­den­ver­kehrs­amt in Deutsch­land. Offi­zielle deutsch­spra­chige Infor­matio­nen im Inter­net.

Reiseinformationen über Bosnien-Her­zego­wina: www.bhtou­rism.ba/ger/

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/03/31/magazin/reise/t/rzo412862.html
Montag, 31. März 2008, 14:11 © RZ-Online (NewsDesk)
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