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Montag, 21. April 08

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Im Zug durch Asien: Reisen im rollenden Luxushotel

Bangkok - Eine Fahrt im „Eastern & Ori­ental Express” von Bangkok nach Sin­gapur ist mehr als eine exklu­sive Zugreise - es ist eine Zeit­reise. Denn in den Waggons fühlen sich die Gäste in die Kolo­nial­zeit zurück­ver­setzt.

Von Bangkok nach Singapur_Rikscha

Tour mit der Fahrrad-Rikscha: Auf der Insel Penang in Malay­sia legt der Zug einen Halt für einen Ausflug nach Geor­getown ein. (Bild: Krieger/dpa/tmn)

Auf der vier­tägi­gen Tour durch Thai­land und Malay­sia erleben sie zugleich die bunte Viel­falt Südo­stasi­ens und den sel­tenen Luxus der Lang­sam­keit: Mit einem Tempo von maximal 60 Stun­den­kilo­metern tuckert der in Grün und Gold lackierte Zug dahin.

Hektik und Hetze bleiben im Hualampong- Bahnhof in Bangkok zurück. Die Strecke zwi­schen der Haupt­stadt Thai­lands und Sin­gapur ver­läuft 2000 Kilo­meter lang durch Tee­plan­tagen, Reis­fel­der, Pal­men­wäl­der und dichten Dschun­gel. Es geht vorbei an ärm­lichen Hütten und präch­tigen Villen, an win­zigen Dörfern und Metro­polen wie Kuala Lumpur. Der einzige Luxus­zug Asiens pas­siert Kirchen, Tempel und Moscheen.

Von Bangkok nach Singapur_Kwai

Der „Eastern & Ori­ental Express” pas­siert die durch den Spiel­film berühmt gewor­dene Brücke über den River Kwai. (Bild: Lloyd/Eastern & Ori­ental Express/dpa/tmn)

Im Flug­zeug ließe sich die Strecke in zwei Stunden zurück­legen. „Aber erst dieses Bum­mel­tempo des Zuges macht die Reise doch so ein­zig­artig”, sagt George Hodgson, ein älterer Herr aus Liver­pool. Wer sonst durch die Welt rast, ent­deckt im Zug den Genuss des Gemäch­lichen: „Wo sitzt man heut­zutage denn noch einfach mal so da, tut nichts und lässt die Welt an sich vor­bei­zie­hen?”, beschreibt Zug­mana­gerin Evelyn Kocys das beson­dere Urlaubs­gefühl an Bord.

Die Schweizerin liebt ihren Job im „schmals­ten Luxus­hotel Asiens”. Platz­angst bekommt sie nicht, selbst wenn die 22 Waggons mit 132 Gästen aus­gebucht sind. Über­füllt ist der Zug damit nicht, zumal Frühstück und der „After­noon-Tea” vom Steward in den Pri­vat­abtei­len ser­viert werden. Jeder der 14 Schlaf­wagen hat einen eigenen Steward. Ein Druck auf den Klin­gel­knopf neben der Tür, und schon ist er da. „Erfun­den” wurde der Zug einst - nach dem Vorbild des Orient-Express - von dem Eisen­bahn­fan James B. Sher­wood, der einen alten japa­nischen Zug für viele Mil­lio­nen Euro in ein rol­len­des Hotel umbauen ließ.

Von Bangkok nach Singapur_Reisfelder

Mitten durch die Reis­fel­der: Eine Fahrt mit dem „Eastern & Ori­ental Express” zeigt die unter­schied­lichen Facet­ten Südo­stasi­ens. (Bild: Eastern & Ori­ental Express/dpa/tmn)

An die Enge des 5,8 Qua­drat­meter großen Stan­dard­abteils gewöh­nen sich die Pas­sagiere schnell. Jedes hat ein eigenes Bad mit Dusche und einen kleinen Klei­der­schrank. Die tagsü­ber als Couch genutzte Liege ver­wan­delt der Steward abends in ein Bett. Wer sich die Beine ver­tre­ten will, spa­ziert in die Bar-Wagen, die Biblio­thek oder zum offenen „Obser­vation Car” am Ende des Zuges - dem Lieb­lings­platz vieler Gäste. Beim Ver­las­sen der kli­mati­sier­ten Waggons schlägt ihnen feuchte Hitze ent­gegen. Hier dringen die inten­siven Gerüche Asiens in die Nase. Es riecht nach Curry, Fisch, tro­pischen Früch­ten und dem leicht mod­rigen Wasser auf den rie­sigen Reis­fel­dern.

Tagsüber ist die Kleidung leger , abends wird es fest­lich. Damen erschei­nen zum Dinner im Abend­kleid, die Herren zumin­dest in Anzug und Kra­watte, viele auch im Smoking. Beim frisch an Bord zube­rei­teten Fünf­gänge-Menü klirren schwere Kris­tall­glä­ser. Jetzt wird der Zug zur Bühne, auf der Abend für Abend Agatha Chris­ties Best­sel­ler „Mord im Orient-Express” gegeben wird. Mit offen­kun­digem Spaß insze­nie­ren die Gäste sich und ihre Nost­algie­fahrt selbst. Vor allem unter den vielen eng­lischen Gästen sind so manche char­mante Exzen­tri­ker. Jeden Abend greift ein Pianist in die Tasten, und der Gin fließt in Strömen.

Nach ein paar Drinks scheint der Zug dann auch gar nicht mehr zu schwan­ken. Nüch­tern dagegen wird man auf den schma­len Gleisen in Thai­land und Malay­sia ordent­lich durch­gerüt­telt. „Den Fahr­kom­fort einer deut­schen ICE-Trasse darf man natür­lich nicht erwar­ten”, gibt Zug­mana­gerin Kocys zu. Nach einigen Stunden an Bord aber haben sich die Pas­sagiere meist ein­gewöhnt und nehmen das gleich­mäßige Rattern des Zuges als beru­higen­des Hin­ter­grund­geräusch wahr. Lan­geweile kommt auch schon wegen der Aus­flüge nicht auf. So hält der Zug einige Stunden an der malay­sischen Insel Penang zum Rikscha-Ausflug in die Kolo­nial­stadt Geor­getown und an der berühm­ten Brücke am River Kwai.

Wer dann nach vier Tagen in Singapurs Keppel-Road-Bahnhof ankommt, wird von der Hektik der Metro­pole rasch erschla­gen - und so mancher Gast wünscht sich, er besäße auch ein Rück­fahrt­ticket nach Bangkok.

Infos zum Orient-Express: www.orient-express.com

Reise-Informationen über Thailand: www. thailandtourismus.de

Reise-Infor­matio­nen über Sin­gapur: www.visit­sin­gapore.com

Reise-Infor­matio­nen über Malay­sia: www.tou­rism­malay­sia.de Von Bern­hard Krieger, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/11/magazin/reise/t/rzo416588.html
Freitag, 11. April 2008, 9:17 © RZ-Online (NewsDesk)
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