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Montag, 21. April 08

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Anrüchig und sexy: Der Lippenstift wird 125

Berlin - Er galt als obszön, anrüchig und skan­dal­träch­tiges Phal­lus­sym­bol: Der Lip­pen­stift war nach seiner Erfin­dung vor 125 Jahren lange Zeit verpönt - bis er schließ­lich doch seinen welt­wei­ten Sie­ges­zug antrat.

Lippenstift

Der Lip­pen­stift war nach seiner Erfin­dung vor 125 Jahren lange Zeit verpönt - bis er schließ­lich doch seinen welt­wei­ten Sie­ges­zug antrat. (Bild: dpa)

„Der Lip­pen­stift ist mitt­ler­weile so beliebt, weil sich Frauen dadurch mit nur wenigen Hand­grif­fen in ein schüch­ter­nes Mädchen oder einen män­ner­mor­den­den Vamp ver­wan­deln können”, sagt Lip­pen­stift-Fan und Visa­gist René Koch aus Berlin. Tatsäch­lich: Der Lip­pen­stift ist heute das meist­ver­kaufte Kos­metik­pro­dukt der Welt, jede Sekunde gehen welt­weit 23 Stück über die Ladenthe­ken.

„Volle und gepflegte Lippen gelten als wich­tiges Attrak­tivitäts­merk­mal, das mit einem Lip­pen­stift ganz klar betont werden kann”, erklärt der Bio­psy­cho­loge Peter Walsch­bur­ger von der Freien Uni­ver­sität Berlin. „Lippen haben eine sehr sinn­liche und ero­tische Kom­ponente, die vor allem Männer anspricht.” Durch roten Lip­pen­stift könne diese Wirkung ver­stärkt werden: „Nach Erkennt­nis­sen der Farb­psy­cho­logie ist Rot eine der erre­gends­ten Farben, die gleich­zei­tig auch eine Signal­wir­kung hat.”

Angemalte rote Lippen gab es daher schon vor Tau­sen­den von Jahren. Bereits Nofre­tete malte sich wie andere Ägyp­terin­nen und Grie­chin­nen ihrer Zeit die Lippen an; die Farbe wurde damals aller­dings in kleinen Döschen auf­bewahrt und mit dem Finger oder Pinsel auf­getra­gen. Ende des 19. Jahr­hun­derts hatten zwei Fran­zosen dann die Idee, diese Pomade in eine hand­lichere Form zu bringen. Sie ver­setz­ten die Farbe mit Hirsch­talg und Bie­nen­wachs, wickel­ten schmale Rollen in Sei­den­papier und prä­sen­tier­ten den Lip­pen­stift Anfang Mai 1883 auf der Wel­taus­stel­lung in Ams­ter­dam.

„Das war aber alles andere als erfolg­reich”, berich­tet Experte Koch, der anläss­lich des Jubiläums vor kurzem eine Lip­pen­stift-Aus­stel­lung in den Ber­liner Gale­ries Lafa­yette eröff­nete. Immer­hin gab es mit dem geschmol­zenen Stift häufig große Saue­reien in den Hand­taschen, außer­dem war das kleine Utensil schnell als anrüchig ver­rufen. Koch: „Der Lip­pen­stift war ein Phal­lus­sym­bol, das man sich dann auch noch an den Mund halten sollte - ein Skandal!” Daher ver­wen­deten anfangs nur Tän­zerin­nen und Huren einen Lip­pen­stift und die berühmte franzö­sische Diva Sarah Bern­hardt gab ihm sogar den fri­volen Bein­amen „Stylo d'Amour” („Stift der Liebe”).

Erfolgreich wurde der Lip­pen­stift dann erst mit der Ver­brei­tung des Films in den 20er Jahren, wie die Kul­tur­wis­sen­schaft­lerin Annette Bitsch von der Hum­boldt-Uni­ver­sität Berlin berich­tet. „Die Lein­wand­stars machten das Lip­pen­rot richtig populär.” So malten sich die Frauen zuerst brom­beer­rote, kleine Münder - soge­nannte Bie­nen­stich­mün­der - wie ihre Vor­bil­der in den Stumm­fil­men. Später wurden die Lippen wie im Ton- und Farb­film breiter und auch grell­roter.

Der vollständige Durchbruch in West­deutsch­land kam nach dem Krieg, als die Ame­rika­ner den Drehlip­pen­stift mit­brach­ten und Hil­degard Knef für den „Volkslip­pen­stift” (VL) für schlappe 1,50 Mark warb. „Die Männer hatten ihren VW, die Frauen den VL”, fasst Visa­gist Koch diese Ent­wick­lung zusam­men. Ähn­liches galt auch in der DDR, wo preis­werte Stifte mit Plas­tik­hülle schon für einige Pfennig zu haben waren.

Mittlerweile benut­zen täglich rund 16 Mil­lio­nen Frauen welt­weit einen Lip­pen­stift, weiß Koch. Pro Jahr werden rund 600 Mil­lio­nen Dollar für Lip­pen­stifte aus­gege­ben, weitere 150 Mil­lio­nen für die glän­zen­deren Vari­anten des Lip­gloss'. Auch wenn der Lip­pen­stift damit zum Mas­sen­phäno­men gewor­den ist: „Pro­vozie­ren kann man mit ihm noch immer”, sagt Exper­tin Bitsch. So stehen schwarz ange­malte Lippen wie bei Punks für eine deut­liche Ableh­nung der gesell­schaft­lichen Kon­ven­tio­nen und Nackt­modell Dita von Teese räkelte sich vor einiger Zeit um den „Lip­teese”, einer phal­lisch anmu­ten­den Groß­ver­sion des Lip­pen­stifts. Obszön und anrüchig eben.

Ausstellung mit Leihgaben von René Koch: „Stylo d'Amour” bis 12. April in den Gale­ries Lafa­yette, Fried­rich­straße 76-78, 10117 Berlin, Öff­nungs­zei­ten: Montag bis Samstag 10.00 bis 20.00 Uhr. Der Ein­tritt ist frei. Von Aliki Nas­sou­fis, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/03/19/magazin/szene/t/rzo410907.html
Mittwoch, 19. März 2008, 13:22 © RZ-Online (NewsDesk)
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