IVWPixel Zählpixel
NachrichtenSportMagazinService
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Kino Kino-News Musik Szene Reise Charts Event-Kalender Ticket-Shop
Archiviert am
Montag, 21. April 08

Inlineskater München - Damit Stürze keine schlim­men Folgen haben, sollten Inli­nes­kater stets die pas­sende Schutzaus­rüs­tung tragen. Opti­malen Schutz bietet die Kom­bina­tion aus Helm, Hand­gelenks-, Ell­bogen- und Knie­pro­tek­toren...

Berlin - Nur 60 Prozent der Deut­schen haben nach einer Umfrage Ver­trauen in das demo­kra­tische System der Bun­des­repu­blik. Im Osten gilt das nicht einmal mehr für die Hälfte der Befrag­ten (44 Prozent)...

Hamburg - Der durch­schnitt­liche Deut­sche ist einer Umfrage des Nach­rich­ten­maga­zins „Der Spiegel” zufolge ein biss­chen bieder, ein biss­chen brav, aber roman­tisch und pflegt seine Vor­urteile.

Hamburg - So hoch wollte die Mode lange nicht hinaus. Schwin­del­erre­gende Absätze in kühnen Formen sind einer der stärks­ten Trends dieses Früh­jahrs. Die inter­natio­nalen Desi­gner­schauen für Früh­jahr/Sommer 2008 haben es...

Selbstbräuner lassen bei rich­tiger Anwen­dung die Win­ter­blässe ver­schwin­den. Doch das rich­tige Auf­tra­gen will gelernt sein. „Der Effekt eines Selbst­bräu­ners hängt immer davon ab, wie die Haut gepflegt ist”...

Paris - Den Autos im Stau die Rück­lich­ter zeigen - kein Problem mit den Motor­rad-Taxis in Paris. Wer es eilig hat, ist auf den Zwei­sit­zer-Maschi­nen gut auf­geho­ben.

Einsame „Ossis” suchen nach anderen Exilanten

Vaihingen (dpa) ­ Irgend­wann war es Donata Kirsch leid, allein unter Schwa­ben zu sein.

Donata Kirsch

Der „Ossitreff” im Inter­net bietet Donata Kirsch die Mög­lich­keit, mit Gleich­gesinn­ten zu kom­muni­zie­ren. (Bild: dpa)

„Es stimmt, Kon­takte kann man hier sehr schwer knüpfen”, schrieb sie in das Gäs­tebuch der Site „Ossitreff Baden-Würt­tem­berg”. „Nette Mails sind sehr will­kom­men. Gruß an alle Umsied­ler.”.

Donata Kirsch war vor fünf Jahren aus dem säch­sischen Görlitz nach Illin­gen bei Vai­hin­gen an der Enz gezogen, um dort als Alten­pfle­gehel­ferin zu arbei­ten. Zurück ließ sie Familie und Freunde - hatte dafür aber endlich wieder einen Job.

Es sei wirk­lich schwer, einen Bekann­ten­kreis außer­halb der Arbeit auf­zubauen, sagt die 54-jährige Sächsin. „Die Schwa­ben sind ziem­lich eigen­bröt­lerisch und zuge­knöpft, lieber etwas unter sich.” Sie habe durch Zufall vom „Ossitreff” im Inter­net erfah­ren und sich gedacht: „Wenn es so viele gibt, denen es auch so geht, dann pro­biere ich das mal.”

Die Website wurde vor sieben Jahren von Steffen Merten und einem seiner Arbeits­kol­legen ins Leben gerufen. Merten war damals gerade von Thürin­gen nach Baden-Würt­tem­berg gezogen, und stellte fest, dass es im Ländle etwas anders zugeht. „Hier ist man mehr oder weniger auf sich alleine gestellt”, sagt der 43-jährige Bus­fah­rer. Um das zu ändern, suchte er Kontakt zu anderen Ost­deut­schen.

Seither ver­anstal­ten Merten und seine Mit­strei­ter jedes Jahr eine Ostrock­party. Im Oktober pilgern einige tausend Exil-„Ossis” nach Unter­grup­pen­bach bei Heil­bronn und lau­schen den Klängen aus der fernen und ver­gan­genen Heimat. „Mitt­ler­weile hat sich das so eta­bliert, dass die Musik eher zur Neben­sache gewor­den ist und die Leute haupt­säch­lich kommen, um sich zu treffen”, sagt Merten.

Ein weiterer Höhepunkt ist in diesem Jahr der Auf­tritt der DDR-Kult­band „Puhdys”. Am 19. April spielen die fünf Rocker in Mühla­cker vor rund 1.300 Ossitreff-Fans viele alte und neue Lieder, wahr­schein­lich auch ihren Klas­siker „Alt wie ein Baum”. Donata Kirsch und ihre Freun­din Anett Gaumer werden mit dabei sein. „Das ist die Musik meiner Jugend”, sagt Anett Gaumer. Es sei witzig, in der Menge zu stehen und die Dia­lekte zu hören. „Ver­traute Töne”, sagt sie.

Auch Anett Gaumer kommt ursprüng­lich aus Görlitz. Aller­dings hat sie den Weg in Rich­tung Süd­wes­ten schon 1998 gefun­den. Auch sie war lange arbeits­los und zog deshalb mit ihren beiden kleinen Kindern um. Im Kin­der­gar­ten tat sie sich von Anfang an schwer, Kontakt zu den anderen Eltern auf­zubauen.

Beim Grillen gebe es zwar öfters einen Plausch mit den Nach­barn über den Gar­ten­zaun, sagt Donata Kirsch. „Aber keine tiefe­ren Kon­takte. Da wird gleich geblockt, wie bei einer unsicht­baren Mauer.” In der DDR sei man auf die Nach­barn ange­wie­sen gewesen, die einem etwas besor­gen konnten, sagt Gaumer.

Vor allem die Sprache und der Dialekt seien ein großes Hin­der­nis. Im Büro würde sie viele Sprüche gar nicht ver­ste­hen, sagt die 40- jährige Sach­bear­bei­terin. „Neulich habe ich nach­schauen müssen, was es eigent­lich mit dem HB-Männ­chen auf sich hat. Das kannte ich nicht.” So würde man schnell ins Abseits geraten. Außer­dem würde man als „Ossi” auf viel Des­inter­esse stoßen. „Viele Wessis inter­essiert gar nicht, was auf der anderen Seite der Mauer los war.”

Spätestens, wenn sie Rentnerin ist, will Donata Kirsch zurück in die Heimat. Dann sagt ihr alter Nachbar viel­leicht wieder: „Schau mal, die aus dem Westen ist wieder da.”

„Ossitreff Baden-Würt­tem­berg”: www.ossitreff-bw.de Von Chris­tian Deker, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/03/25/magazin/szene/t/rzo412146.html
Dienstag, 25. März 2008, 15:22 © RZ-Online (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum    

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet

Sudoku

Kino
Event-Kalender
Kino-Memo-Quiz
Kino-Memo-Quiz
Doppelkarten für Koblenz
oder Mainz zu gewinnen!
Druckversion