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Montag, 21. April 08

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London - Kate Moss' aktu­eller Freund Jamie Hince (39) ist das krasse Gegen­teil seines Vor­gän­gers Pete Doherty. Wie der „Mirror” schreibt, war Hince ein echter Mus­ter­schü­ler.

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Das Alter kann ganz komisch sein

Bonbonfarben ist die Welt in Sun City in Arizona, Palmen wiegen sich im Wind, die Sonne strahlt, sachte gleitet ein kleines Elek­tro­auto durch die ruhigen Straßen. Ach, wie ist der Ruhe­stand doch rosig.

Die Geschwister Savage

Wendy (Laura Linney) und ihr Bruder Jon (Philip Seymour Hoffman) (Foto: Fox)

Nur ein leich­ter Flimmer, ein Nebel, der in der Luft hängt, erin­nert daran, dass das Alter so blumig nicht ist. Und schon schwenkt die Kamera von der quietsch­bun­ten Idylle zum „Scheißhau­fen” des demenz­kran­ken Lenny. Von diesen beiden Seiten - Schön­heit und Schre­cken - und mit viel Humor und Würde zugleich betrach­tet Tamara Jenkins in ihrem Film „Die Geschwis­ter Savage” das schwie­rige Thema des Alterns.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Geschwis­ter Savage, die eines Tages mit der Demenz­krank­heit ihres Vaters (Philip Bosco) kon­fron­tiert werden, den sie eigent­lich schon ganz aus ihrem eigenen Gedächt­nis getilgt hatten. Denn Wendy (Laura Linney) und Jon (Philip Seymour Hoffman) hassen ihren Vater - ihre Kind­heit war kein Zucker­schle­cken. Was damals geschah, deutet Regis­seu­rin und Autorin Jenkins in ihrem nunmehr zweiten Kino­film nur an und gibt damit ein starkes, authen­tisches Bild wider, wie erwach­sene Men­schen mit den Trau­mata der Ver­gan­gen­heit irgend­wann nicht mehr in Berührung gebracht werden wollen.

Von ihnen weit­gehend unbe­ach­tet, ver­brachte der Vater die ver­gan­genen Jahre mit seiner zweiten Lebens­gefähr­tin im Rent­ner­para­dies Sun City. Als diese jedoch stirbt, sind Wendy und Jon gezwun­gen, sich mit der Situa­tion ihres Vaters aus­ein­ander­zuset­zen und ein neues Pfle­geheim zu finden. Mit gemisch­ten Gefühlen aus Ver­ach­tung, Mitleid und Ver­gebung lassen sie sich auf die Sache ein.

„Die Geschwister Savage” könnte aktu­eller nicht sein: Die Themen „Alter” und „Tod” haben in der jüngs­ten Zeit in Film, Lite­ratur und Medien ver­stärkt an Auf­merk­sam­keit gewon­nen. Denn unsere Gesell­schaft wird immer älter; in 50 Jahren, so die Schät­zun­gen, soll es mehr ältere als jüngere Men­schen in Deutsch­land geben. Die ARD startet am 20. April eine The­men­woche zur „altern­den Gesell­schaft”. Im Kino sah man zuletzt den auf­wühlen­den Alz­hei­mer-Film „An ihrer Seite” von Sarah Polley.

Die Stärke nun von Jenkins Film ist die Ver­bin­dung von Komik und Tragik, die einer­seits für eine Ent­kramp­fung im Umgang mit dem noch immer tabui­sier­ten Thema sorgt, ande­rer­seits genug Sen­sibi­lität und Ernst­haf­tig­keit auf­bringt, so dass es niemals albern oder abge­schmackt wird. Der Film lebt dabei von den skur­rilen Figuren und ihren Dar­stel­lern. Wendy - in ihrer Fah­rig­keit her­vor­ragend ver­kör­pert durch Laura Lenny - ist eine unsi­chere, aber opti­mis­tische Frau, die bisher weder ihren Traum­beruf (Thea­ter­auto­rin) ver­wirk­lichen konnte noch ihren Traum­mann gefun­den hat. Statt­des­sen schlägt sie sich mit Zeit­arbeits­jobs durch, bewirbt sich aber immer wieder - erfolg­los - um Auto­rens­tipen­dien.

Wendys Bruder Jon, großartig gespielt von Cha­rak­ter­dar­stel­ler und Oscar­preisträ­ger Philip Seymour Hoffman („Capote”), ist dagegen ein ange­sehe­ner Pro­fes­sor für Thea­ter­wis­sen­schaft, ein Experte des deut­schen Dra­mati­kers Bertolt Brecht. Aber er ist genauso einsam und trau­mati­siert wie seine Schwes­ter, anders als diese aber pes­simis­tisch und sar­kas­tisch.

Ganz dezent, mit viel Humor und Ironie bringt Jenkins den Zuschauer dazu, hinter die Kulis­sen und auf unseren Umgang mit dem Altern zu blicken. „Ich wollte die Wirk­lich­keit abbil­den, dass nämlich niemand wirk­lich weiß, was in solchen Situa­tio­nen zu tun ist”, sagt Jenkins. Die „Geschwis­ter Savage” ver­suchen sich in ein paar Ant­wor­ten, mit denen man der Wahr­heit ins Gesicht blicken kann, ohne dabei aber vor Betrof­fen­heit gleich zu erstar­ren. Von Susanne Schmet­kamp, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/21/magazintt/t/rzo419198.html
Montag, 21. April 2008, 11:31 © RZ-Online (NewsDesk)
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