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Sonntag, 17. Nov. 19

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Den PC mit Bordmitteln kindersicher machen

München - Das Inter­net ist ein Spiegel der Gesell­schaft - es zeigt die guten und die schlech­ten Seiten.

PC kindersicher machen

Am besten beglei­ten Eltern ihre Kinder bei deren ersten Schrit­ten am Com­puter. (Bild: dpa/tmn)

Vor dem Häss­lichen - Gewalt, Ras­sis­mus und Betrü­gereien etwa - müssen Kinder geschützt werden, die ihre ersten Schritte im World Wide Web unter­neh­men.

Bevor besorgte Väter und Mütter jedoch Geld für ent­spre­chende aus­geben, sollten sie es mit den Bord­mit­teln des Rech­ners ver­suchen. Mac-Nutzern bleibt gar nichts anderes übrig: Laut Walter Mehl von der Zeit­schrift „Macwelt” gibt es keine Kin­der­schutz-Pro­gramme, die man für den Mac dazu­kau­fen könnte. Dafür bringt das Betriebs­sys­tem selbst das Pro­gramm „Kin­der­siche­rung” mit.

„Mac OS Leopard behält die Aktio­nen Ihrer Spröss­linge im Blick - auch wenn die Eltern nicht anwe­send sind”, sagt Georg Albrecht, Spre­cher von Apple Deutsch­land in München. Mit einigen ein­fachen Kon­figu­rati­ons­schrit­ten können Eltern laut Albrecht Regeln für ihre Kinder fest­legen, etwa wie lange sie den Mac benut­zen dürfen.

Laut Walter Mehl von der „Macwelt” lässt sich mit dem Mac-eigenen Kin­der­schutz-Pro­gramm auch bestim­men, zu welchen Zeiten und wie lange der Nach­wuchs ins­gesamt den Rechner nutzen darf. „Es ist auch möglich fest­zule­gen, welche Inter­netsei­ten auf­geru­fen werden dürfen.” Dies funk­tio­niere jedoch nur mit Safari, dem Browser von Apple.

Dass es Arbeit macht, den Rechner kin­der­sicher zu machen, liegt gewis­ser­maßen in der Natur der Sache: Wer seinen Kindern die Nutzung und den Zugang nicht pau­schal ver­bie­ten will, muss eben dif­feren­ziert ein­schrän­ken. Die Kin­der­schutz-Soft­ware unter Mac OS erlaubt bezie­hungs­weise erfor­dert dies auch. So können Eltern bei­spiels­weise eine Liste mit E-Mail-Adres­sen oder Chat-Part­nern anlegen, mit denen die Kinder kom­muni­zie­ren dürfen.

Soll der Nachwuchs iTunes nutzen dürfen, sind auch hier ein paar Ein­stel­lun­gen sinn­voll. Nach dem Motto „Bushido ist gesperrt” lässt sich die Wie­der­gabe von Filmen abhän­gig von der offi­ziel­len Alters­frei­gabe unter­drü­cken. Mit der Musik ist es nicht ganz so einfach. Um den Nach­wuchs vor uner­wünsch­ten Song­tex­ten zu schüt­zen, ist die Anlage einer eigenen Media­thek not­wen­dig.

Microsoft hat in Windows Vista eben­falls eine Kinder- und Jugend­schutz­funk­tion ein­gebaut. Hier lasse sich fest­legen, wie lange der Rechner und welche Spiele genutzt werden dürfen, erläu­tert Andreas Beier von der Zeit­schrift „c't”. Auch Filter fürs Surfen sind vor­han­den. Im Chat-Pro­gramm „Windows Live Mes­sen­ger” können Eltern laut Micro­soft-Spre­cher Thomas Baum­gärt­ner die Kon­takt­auf­nahme zu unbe­kann­ten Teil­neh­mern sperren.

Windows XP ist in Sachen Kinderschutz eher dürftig aus­gestat­tet. Hier könnten sich Eltern mit dem Pro­gramm Micro­soft Shared Com­puter Toolkit wei­ter­hel­fen, das eine detail­lier­tere Beschrei­bung der Benut­zer­rechte als das Betriebs­sys­tem selbst erlaubt.

Ob Bord­mit­tel oder Soft­ware - beides kann Eltern die Arbeit nicht ganz abneh­men. Dazu gehört es auch, sich mit dem Nach­wuchs über die Nutzung von Com­puter und Inter­net aus­zut­auschen. Ältere Kinder finden Beier zufolge sowieso schnell heraus, wie sie die von den Eltern gesetz­ten Hürden umgehen können. Eltern sollten ihren Kindern den ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit PC und Inter­net ver­mit­teln. Von Sven Appel, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/16/service/computer/t/rzo417939.html
Mittwoch, 16. April 2008, 11:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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