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Mittwoch, 12. Aug. 20

Berlin - Die Arbeit­neh­mer in Deutsch­land melden sich immer sel­tener krank. In den ersten drei Monaten 2008 sank der Kran­ken­stand auf 3,4 Prozent - im ersten Quartal des Vor­jah­res waren es noch 3,7 Prozent.

Neu-Isen­burg - Dia­beti­kerin­nen dürfen laut Exper­ten zum Abneh­men nicht einfach ihre Insu­lin­dosis ver­rin­gern. Dieser Trick sei lebens­gefähr­lich und erhöhe das dia­betes­bedingte Ster­beri­siko auf das Drei­fache...

Stutt­gart - Über­gewich­tige und Raucher kosten das Gesund­heits­wesen weniger Geld als schlanke Nicht­rau­cher. Das berich­tet die Zeit­schrift „Bild der Wis­sen­schaft” in ihrer Mai-Ausgabe unter Beru­fung auf eine...

Stutt­gart - Wollen Outdoor-Freunde unter freiem Himmel über­nach­ten, sollten sie vor dem Schla­fen unbe­dingt etwas essen. Denn damit der Körper über Nacht warm bleibt, benötigt er Brenn­stoff in Form von Nahrung...

Leipzig - Frauen in den Wech­sel­jah­ren sollten nach Exper­ten­mei­nung nicht über einen län­geren Zeit­raum Iso­fla­von-Präpa­rate ein­neh­men. Die posi­tive Wirkung der Nah­rungs­ergän­zungs­mit­tel sei nicht aus­rei­chend belegt...

Wies­baden - Eine Unter­funk­tion der Schild­drüse ist bei älteren Men­schen oft schwer zu erken­nen. Die typi­schen Anzei­chen ähnel­ten den nor­malen Alter­ser­schei­nun­gen, teilt der Berufs­ver­band Deut­scher Inter­nis­ten (BDI) in...

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Plötzliche Angst: Panikattacken in den Griff bekommen

Münster - Die Panik kommt plötz­lich. Grund­los fängt das Herz an zu rasen, die Luft bleibt weg, der Körper schwitzt und zittert.

Symbolbild Panikattacke

Unbestimmte Angst - Betrof­fene können aber lernen, ihre Panikatta­cken in den Griff zu bekom­men. (Bild: dpa/tmn)

Die Betrof­fenen können sich die Atta­cken oft nicht erklären. Ein Ausweg ist die psy­cho­the­rapeu­tische oder psych­iatri­sche Behand­lung.

Bei der sogenannten Panikstörung fürch­ten sich die Men­schen davor, ent­weder zu sterben oder die Kon­trolle über sich selbst zu ver­lie­ren. Ihre Sorge recht­fer­tigen sie mit kör­per­lichen Sym­pto­men. „Es ist nichts Ein­gebil­detes, sondern der Körper rea­giert mit Angst zu einem Zeit­punkt, wo das nicht ange­mes­sen ist”, sagt Alex­ander Gerlach, Pri­vat­dozent an der Uni­ver­sität Münster.

Genau an diesem Punkt setzt die kogni­tive Ver­hal­tens­the­rapie an: Es soll deut­lich werden, dass es keine akute Gefahr für die Gesund­heit gibt. „80 Prozent der Pati­enten kann damit wirk­lich gut gehol­fen werden”, sagt Gerlach.

Zur Panikstörung kommt oft noch die Ago­rapho­bie, also die Angst vor freien Plätzen. Die Men­schen meiden dann Orte, von denen eine Flucht schwie­rig sein könnte oder wo ein Notarzt schlecht hin­kom­men kann. „Im schlimms­ten Fall ist es wirk­lich so, dass Per­sonen nicht mehr in der Lage sind, das eigene Haus zu ver­las­sen”, sagt Gerlach.

Um sich dau­erhaft von der läh­men­den Furcht zu befreien, müssen die Per­sonen das tun, wovor sie sich am meisten fürch­ten: Sie müssen ihre Angst durch­leben. „Kern der Behand­lung ist, dass sie lernen, mit der Angst auf eine nicht angst­volle Art und Weise umzu­gehen”, erklärt Psy­cho­the­rapeut Gerlach. Dafür müssen sie nach seinen Worten die Situa­tio­nen auf­suchen, die sie in uner­war­teten Schre­cken ver­set­zen.

Auch Stephan Welz lernte in einem Panik-Mana­gement-Kurs, seine Ang­stat­tacken in den Griff zu bekom­men. „Es hat etwa ein Jahr gedau­ert, bis ich wieder eine akzep­table Lebens­qua­lität erwor­ben hatte”, beschreibt der 44-Jährige seinen Kampf gegen die Angst, die er nun seit mitt­ler­weile zehn Jahren los ist.

Den Aus­löser für seine Panikstörung mit Ago­rapho­bie sieht Welz heute in seinem dama­ligen Lebens­wan­del, der von zu viel Arbeit, zu wenig Sport und unge­sun­der Ernährung geprägt war. Irgend­wann zog er die Not­bremse und krem­pelte sein Leben um. Neben Sport und aus­gewo­gener Ernährung bestimmt Medi­tation sein neues Leben. „Es ist jetzt nichts mehr übrig von meiner Angst, obwohl ich heute mehr beruf­lichen Stress habe als damals”, erklärt der Infor­mati­ker. Als Betrei­ber der Selbst­hilfe-Website www.angst­por­tal.de ver­sucht Welz, andere Men­schen beim Weg aus der Angst zu unter­stüt­zen.

Panikattacken müssen nicht immer grund­los und uner­klär­lich bleiben. So können auch trau­mati­sche Erleb­nisse oder andere Aus­löser Men­schen so extrem in Schre­cken ver­set­zen. Wenn der Grund für die Angst bekannt ist, spre­chen Wis­sen­schaft­ler von einer Phobie.

Die Ursa­chen des Phäno­mens der plötz­lichen Panik beschäf­tigt die Wis­sen­schaft nach wie vor. Einer For­schungs­gruppe der Tech­nischen Uni­ver­sität Dresden ist es kürz­lich gelun­gen, zumin­dest einen fami­liären Zusam­men­hang bei Panikstörun­gen aus­zuma­chen. Eine Studie unter 3000 Fami­lien ergab, dass Kinder panik­kran­ker Eltern ein zwei- bis drei­fach erhöh­tes Risiko haben, eben­falls den uner­war­teten Angst­anfäl­len aus­gelie­fert zu sein.

Selbsthilfe-Website: www.angstportal. de

The­rapie­zen­trum Münster: www.pani­kinfo.de

West­fäli­sche Wil­helms-Uni­ver­sität Münster: www.sor­gen­ambu­lanz.de Von Frie­derike Albrecht, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/27/service/gesundheit/t/rzo405022.html
Mittwoch, 27. Februar 2008, 10:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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