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Freitag, 02. Mai 08

Eichstätt 3Eichstätt - Die Eichstät­ter feiern in diesem Jahr das 1100-jährige Beste­hen ihrer Stadt. Im Natur­park Alt­mühl­tal gelegen ver­brei­ten mit­tel­alter­liche Kirchen und Paläste...

-Osna­brück - Fuß­ball­fans denken bei Osna­brück an Zweite Bun­des­liga. Auch als tou­ris­tisches Ziel spielt die Stadt im Süd­wes­ten Nie­der­sach­sens nicht ganz oben mit - hat aber einen Auf­stiegs­platz.

Ulm - Vom Mit­tel­alter bis in die Neuzeit sind es in Ulm nur ein paar Schritte: Die goti­sche Müns­ter­kir­che ist direkt neben der Neuen Mitte mit ihrer moder­nen Archi­tek­tur zu finden.

Sass­nitz - Zelten unter Denk­mal­schutz - auf Rügen ist das jetzt Rea­lität. Am Koloss von Prora ist unter der Regie des Deut­schen Jugend­her­bergs­wer­kes (DJH) ein Jugend­cam­ping­platz eröff­net werden.

Wyk auf Föhr - Der Himmel über Föhr ist auch im Früh­jahr weit und meis­tens blau. Wenn die Sonne scheint, zieht es viele Insel­gäste an den Strand der nord­frie­sischen Insel.

Wein­gar­ten - Laut dröhnt die schwere Glocke der Basi­lika von Wein­gar­ten, die weit sicht­bar auf dem Mar­tins­berg in Ober­schwa­ben thront. Es ist 7.00 Uhr am Morgen...

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Klein, aber oho: Berliner Museen abseits der Touristenpfade

Berlin - Berlin hat eine ein­zig­artige Muse­ums­land­schaft. Unter den mehr als 175 Aus­stel­lungs­orten sind viele bekannte und große wie das Per­gamon­museum oder die Neue Natio­nal­gale­rie. Aber es gibt auch viele inter­essante Häuser abseits der Tou­ris­ten­pfade.

Berliner Museen_Liebermann

Im Haus von Max Lie­ber­mann sind unter anderem 20 seiner Gemälde zu sehen. (Bild: Max-Lie­ber­mann-Gesell­schaft/dpa/tmn)

Zum Bei­spiel das Museum der Dinge. Wenn Stefan Jung­klaus Zeit hat, bleibt er am liebs­ten vor einer Vitrine mit kleinen Plas­tik­figu­ren stehen. „Sind die nicht großar­tig?”, fragt er und zeigt auf eine Reihe knall­bun­ter Gestal­ten, die auf der Brust die Namen Ed, Usch und O tragen. Sie waren vor gut 30 Jahren kleine Zugaben eines Kaf­feerös­ters und gehören nun dem Werk­bun­dar­chiv - Museum der Dinge in Berlin-Kreuz­berg, das die Pro­dukt­kul­tur des 20. Jahr­hun­derts zeigt. Jung­klaus führt dort Besu­cher durch die 20 000 Objekte umfas­sende Samm­lung oder er erläu­tert anhand von Vasen, Tellern, Möbelstü­cken oder Kaf­fee­ver­packun­gen, was „gute Gestal­tung” aus­macht.

Wesen aus Stoff und Holz empfangen die Besu­cher im Pup­pen­thea­ter-Museum im Bezirk Neukölln. Blasius Man­fredi etwa trägt ein grünes Gewand, hat einen leich­ten Über­biss und ist ein wenig bucklig. „Haben Sie nachher noch etwas vor, meine Liebe?”, krächzt der Puppen-Greis. Fast hätte man tatsäch­lich geant­wor­tet, da taucht die stell­ver­tre­tende Muse­ums­lei­terin Bri­gitte Hein lachend hinter der Blasius-Figur auf. „Einer Puppe erzählt man die intims­ten Sachen”, sagt sie. Weil die Phy­sio­gno­mie der Figuren immer gleich sei, erlebe der Zuschauer alles im Kopf. Dass Puppe nicht gleich Puppe ist, erfährt der Besu­cher rasch anhand einer Auswahl der knapp 3000 Figuren aus dem Besitz des Museums: Es gibt Faden­mario­net­ten, Stab­figu­ren, Stock­pup­pen, Stan­gen­mario­net­ten oder Hand­pup­pen.

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Im Museum der Dinge sehen Besu­cher anhand tau­sen­der Klei­nig­kei­ten, was „gute Gestal­tung” aus­macht. (Bild: Museum der Dinge/Herr­mann/dpa/tmn)

Im Bezirk Wedding stehen die süßen Dinge im Vor­der­grund. Das dortige Zucker-Museum ist das älteste Spe­zial­museum seiner Art in der Welt. 1747 ent­deckte Andreas Sigis­mund Marg­graf in Berlin den Zucker in der Run­kel­rübe; wenig später wurde hier der erste Rüben­zucker her­gestellt. Mitte des 19. Jahr­hun­derts ent­stand das Zen­tralla­bor der deut­schen Zucker­indus­trie, in dessen Räumen das 1904 gegrün­dete Museum seither teil­weise unter­gebracht ist. Neben dem Rüben­zucker geht es um die Ver­brei­tung des Zucker­rohrs in die Neue Welt und die daraus fol­gen­den wirt­schaft­lichen und sozia­len Fragen.

Für Kunstbeflissene ist der Abstecher zur Max-Lie­ber­mann-Villa am Wannsee fast ein Muss. Muse­ums­lei­ter Martin Faass schwärmt von dem „ein­mali­gen Drei­klang von Gar­ten­kunst, Malerei und einer großen Ber­liner Per­sön­lich­keit”. Erst seit knapp zwei Jahren ist der Som­mer­sitz des Künst­lers, den er bis zu seinem Tod 1935 nutzte, als Museum zugäng­lich - inklu­sive des Gartens. Rund 200 Gemälde hat er dort geschaf­fen. Etwa 20 davon werden neben Druck­gra­fiken und Zeich­nun­gen in der Villa gezeigt.

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Im Gästehaus des Sicher­heits­diens­tes der SS besie­gel­ten die Natio­nal­sozia­lis­ten den Völ­ker­mord an den Juden. (Bild: Haus der Wannsee-Kon­ferenz/dpa/tmn)

Nicht weit ent­fernt ist das Haus der Wannsee-Kon­ferenz. Im ehe­mali­gen Gästehaus des Sicher­heits­diens­tes der SS besie­gel­ten die Natio­nal­sozia­lis­ten Anfang 1942 end­gül­tig den sys­tema­tischen Völ­ker­mord an den Juden. Die Gedenk- und Bil­dungs­stätte infor­miert über die Ideo­logie und Politik vor und nach 1933 sowie über die arbeits­tei­lige Orga­nisa­tion des Völ­ker­mor­des während des Kriegs.

Liebermann-Villa am Wannsee: www.max-lie­ber­mann.de

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Im ehe­mali­gen Zen­tralla­bor der deut­schen Zucker­indus­trie ist heute das 1904 gegrün­dete Zucker­museum unter­gebracht. (Bild: Zucker­museum/Müller/dpa/tmn)

Haus der Wannsee-Kon­ferenz: www.ghwk.de

Werkbundarchiv - Museum der Dinge: www.muse­umder­dinge.de

Zuckermuseum: www.dtmb.de/Zucker-Museum/info.htm

Puppentheater-Museum Berlin: www.pup­pen­thea­ter-museum.de Von Nina C. Zim­mer­mann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/15/magazin/reise/deutschland/t/rzo401870.html
Freitag, 15. Februar 2008, 10:23 © RZ-Online (NewsDesk)
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