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Freitag, 02. Mai 08

Eichstätt 3Eichstätt - Die Eichstät­ter feiern in diesem Jahr das 1100-jährige Beste­hen ihrer Stadt. Im Natur­park Alt­mühl­tal gelegen ver­brei­ten mit­tel­alter­liche Kirchen und Paläste...

-Osna­brück - Fuß­ball­fans denken bei Osna­brück an Zweite Bun­des­liga. Auch als tou­ris­tisches Ziel spielt die Stadt im Süd­wes­ten Nie­der­sach­sens nicht ganz oben mit - hat aber einen Auf­stiegs­platz.

Ulm - Vom Mit­tel­alter bis in die Neuzeit sind es in Ulm nur ein paar Schritte: Die goti­sche Müns­ter­kir­che ist direkt neben der Neuen Mitte mit ihrer moder­nen Archi­tek­tur zu finden.

Sass­nitz - Zelten unter Denk­mal­schutz - auf Rügen ist das jetzt Rea­lität. Am Koloss von Prora ist unter der Regie des Deut­schen Jugend­her­bergs­wer­kes (DJH) ein Jugend­cam­ping­platz eröff­net werden.

Wyk auf Föhr - Der Himmel über Föhr ist auch im Früh­jahr weit und meis­tens blau. Wenn die Sonne scheint, zieht es viele Insel­gäste an den Strand der nord­frie­sischen Insel.

Wein­gar­ten - Laut dröhnt die schwere Glocke der Basi­lika von Wein­gar­ten, die weit sicht­bar auf dem Mar­tins­berg in Ober­schwa­ben thront. Es ist 7.00 Uhr am Morgen...

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Urlaub im Grenzland: Zwischen Göttingen und Heiligenstadt

Göt­tin­gen/Hei­ligen­stadt - Göt­tin­gen selbst ist bereits eine Reise wert - die Uni­ver­sitäts­stadt in Süd-Nie­der­sach­sen bietet sich aber auch als Aus­gangs­punkt für inter­essante Abste­cher an.

Göttingen_Gänseliesel

Frauenfigur mit Kult­sta­tus - vor dem Göt­tin­ger Rathaus steht seit gut 100 Jahren die „Gän­selie­sel”. (Bild: Heimann/dpa/tmn)

Das Weser­ber­gland etwa ist nicht weit, zum Harz ist es ein Kat­zen­sprung. Und auch die ehe­malige deutsch-deut­sche Grenze ist schnell erreicht: Der frühere Grenz­strei­fen bietet sich heute zum Wandern gera­dezu an.

Stadtführungen durch Göttingen beginnen tra­ditio­nell im Rathaus. Im Mit­tel­alter war es ein Mul­tifunk­tions­gebäude mit Markt­halle und Fest­saal. Gerne wird Besu­chern der alte Rats­her­ren­saal gezeigt, dessen massive Holztür effekt­voll mit einem rie­sigen Schlüs­sel geöff­net werden muss. Weil mit­tel­alter­liche Häuser meist feucht und kalt waren, hatte der Raum eine aus­geklü­gelte Heizung: Aus zwölf Löchern im Boden strömte warme Luft direkt zu den Sena­toren­plät­zen.

Göttingen_Heiligenstadt

Viele beein­dru­ckende Kirchen wie St. Marien mit ihrem Barock­gar­ten erin­nern an die Geschichte von Hei­ligen­stadt. (Bild: Tou­rist­info Hei­ligen­stadt/Stitz/dpa/tmn)

Vor dem Rathaus steht seit gut 100 Jahren das Wahr­zei­chen der Stadt: die „Gän­selie­sel”. Die Frau­enfi­gur auf dem Brunnen hat Kult­sta­tus. Es ist offi­ziell ver­boten, sie zu küssen. Das klingt absurd - denn warum sollte das jemand tun? Doch seit Jahr­zehn­ten gehört es zur Stu­den­ten-Tra­dition, min­des­tens im Fall einer Pro­motion über den Brun­nen­rand zu klet­tern und der „Gän­selie­sel” einen Kuss zu geben. Manche Stu­den­ten beglei­ten den neuen Doktor mit deko­rier­ten Umzugs­wagen. „Ein Ori­enta­list ist nach seiner Pro­motion einmal auf einem Kamel gekom­men”, erzählt Stadt­füh­rerin Nora Kost. Besorgte, aber wenig kluge Stadt­väter haben den Brauch aller­dings vor langer Zeit ver­boten - und ihn damit erst richtig populär gemacht.

Von der deutsch-deutschen Grenze östlich von Göt­tin­gen ist heute nicht mehr viel zu sehen. Nur die Beton­plat­ten des „Kolon­nen­wegs” sind geblie­ben, der den Fahr­zeu­gen der Grenz­trup­pen vor­behal­ten war. Heute ist er Teil eines Wan­der­weges. Die Absper­run­gen, die 40 Jahre lang die Men­schen in Ost und West trenn­ten, hatten in öko­logi­scher Hin­sicht sogar posi­tive Aus­wir­kun­gen: Das „grüne Band”, ein Strei­fen kaum berühr­ter Natur, schlän­gelt sich entlang der alten Grenz­linie.

Göttingen_Grenze

In der Nähe von Eck­lin­gerode verlief bis 1989 die deutsch-deut­sche Grenze. (Bild: Heimann/dpa/tmn)

Bei dem Ort Eck­lin­gerode gibt es heute Seggen- und Nass­wie­sen links und rechts des Kolon­nen­wegs. Braun­kehl­chen und Wie­sen­pie­per brüten hier, Moor­frosch und Rin­gel­nat­ter sind dort zu Hause. Gut eine Vier­tel­stunde ist es zu Fuß bis zum West-Öst­lichen Tor, das seit 2002 auf einer Anhöhe die Land­schaft über­ragt. Es besteht aus zwei hohen Eichenstäm­men, die am Boden durch eine Edel­stahl­schwelle ver­bun­den sind - „ver­schweißt aus einem west­lichen und einem öst­lichen Teil” und Symbol der gemein­samen Gegen­wart nach 40 Jahren Teilung.

In Richtung Südosten ist von Göttingen aus nach gut 25 Kilo­metern Hei­ligen­stadt erreicht. Der Landrat dort hat seinen Sitz im alten Kur­main­zer Schloss - die Region gehörte fast 900 Jahre lang zum Erz­bis­tum Mainz. Hei­ligen­stadt galt schon früh als „Haupt­stadt des Eichs­fel­des”, im Hoch­mit­tel­alter war die Stadt mit 3500 Ein­woh­nern für dama­lige Ver­hält­nisse sogar ziem­lich groß. Viele Kirchen erin­nern daran - St. Aegi­dien etwa mit einem baro­cken Hochal­tar, der aus der Stifts­kir­che in Qued­lin­burg impor­tiert wurde. Die Mar­tins­kir­che mit einer unge­wöhn­lich schönen Rosette ist die älteste des Eichs­fel­des.

Den Dichter Theodor Storm ver­bin­den viele mit Husum, aber er hat auch acht Jahre in Hei­ligen­stadt gelebt. „Er hat sogar elf Novel­len hier geschrie­ben”, sagt Stadt­füh­rer Stefan Wip­per­mann. Zu seinem 100. Todes­tag 1988 hat er in der Stadt ein Denkmal bekom­men, und das „Mainzer Haus”, in dem er damals wohnte, wurde ein Lite­ratur­museum.

Informationen: Eichs­feld Tou­ris­tik, Bahn­hof­straße 22, 37327 Lei­nefelde; Telefon: 03605/50 36 60.

Offizielle Reise-Infor­matio­nen über Göt­tin­gen: www.goet­tin­gen-tou­ris­mus.de

Offizielle Reise-Informationen über Hei­ligen­stadt: www.heilbad-hei­ligen­stadt.de

Offi­zielle Reise-Infor­matio­nen über Eichs­feld: www.eichs­feld.de Von Andreas Heimann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/29/magazin/reise/deutschland/t/rzo405700.html
Freitag, 29. Februar 2008, 10:22 © RZ-Online (NewsDesk)
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