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Freitag, 02. Mai 08

Eichstätt 3Eichstätt - Die Eichstät­ter feiern in diesem Jahr das 1100-jährige Beste­hen ihrer Stadt. Im Natur­park Alt­mühl­tal gelegen ver­brei­ten mit­tel­alter­liche Kirchen und Paläste...

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Ulm - Vom Mit­tel­alter bis in die Neuzeit sind es in Ulm nur ein paar Schritte: Die goti­sche Müns­ter­kir­che ist direkt neben der Neuen Mitte mit ihrer moder­nen Archi­tek­tur zu finden.

Sass­nitz - Zelten unter Denk­mal­schutz - auf Rügen ist das jetzt Rea­lität. Am Koloss von Prora ist unter der Regie des Deut­schen Jugend­her­bergs­wer­kes (DJH) ein Jugend­cam­ping­platz eröff­net werden.

Wyk auf Föhr - Der Himmel über Föhr ist auch im Früh­jahr weit und meis­tens blau. Wenn die Sonne scheint, zieht es viele Insel­gäste an den Strand der nord­frie­sischen Insel.

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Föhr: Weiter Himmel und Dörfer wie bei Asterix

Wyk auf Föhr - Der Himmel über Föhr ist auch im Früh­jahr weit und meis­tens blau.

Föhr im Frühling

Leuchtfeuer in den Dünen - von der Pro­menade am Strand aus ist die Nordsee ständig zu sehen. (Bild: Föhr Tou­ris­mus/dpa/tmn)

Wenn die Sonne scheint, zieht es viele Insel­gäste an den Strand der nord­frie­sischen Insel. Die Mutigen lassen sich die Zehen vom kalten Nord­see­was­ser kitzeln.

Föhr ist im Frühjahr definitiv schon eine Reise wert. Bei Fahr­rad­tou­ren ist man auf vielen Stre­cken noch unter sich. Das gilt auch auch bei Abste­chern in die Inseldör­fer, die ein biss­chen wie bei Asterix und Obelix klingen und Alker­sum, Bol­dixum, Oldsum, Dunsum oder Borgsum heißen.

Austernfischer

Föhr ist ein Vogel­para­dies - Aus­tern­fischer sind schon im Früh­ling zu sehen und zu hören. (Bild: Föhr Tou­ris­mus/dpa/tmn)

Schon während der Anreise mit der Wyker Dampf­schiff-Ree­derei wächst der Abstand zum Fest­land in jeder Hin­sicht. In der Luft kreisen Möwen. Auf einer Sand­bank sonnen sich See­hunde. „Will­kom­men auf Föhr” steht bei der Ankunft im Hafen von Wyk in großen Buch­sta­ben zu lesen. Das klingt nach Idylle, dabei stand am Anfang der Insel­geschichte eine Kata­stro­phe: „Da, wo es heute liegt, war vor 650 Jahren noch Fest­land. Eine Insel ist Föhr erst seit 1362”, erzählt die Insel­ken­nerin Karin Hansen. Die Mar­cel­lus­flut zer­störte die Küs­ten­linie, Tau­sende Men­schen ertran­ken oder wurden obdach­los.

Die heutige Inselhauptstadt Wyk gab es damals noch nicht. „Die ersten Häuser wurden hier um 1600 gebaut”, erzählt Hansen. Zunächst zogen vor allem Bewoh­ner der Hal­ligen in die neue Sied­lung. Später kamen auch Nor­weger, Hollän­der, Fran­zosen und Briten. Wyk war in der Frühen Neuzeit ein Mul­tikulti-Dorf. 1819 wurde es das erste Seebad an der Küste Schles­wig-Hol­steins. Von den alten Zeiten ist aller­dings nicht mehr viel zu sehen - ein Brand zer­störte den Ort 1857.

Einsamkeit und Ruhe

Einsame Spa­zier­gän­ger: Vor Sai­son­beginn gibt es auf Föhr noch keinen Mas­sen­auf­lauf. (Bild: Föhr Tou­ris­mus/dpa/tmn)

Gerade schwebt ein Storch durch die Luft vorbei am Glock­enturm in Rich­tung Mühle. Die Ori­entie­rungs­mar­ken scheint er aber gar nicht zu brau­chen. Sicher landet er im Nest, hoch oben auf einem Pfahl mitten in Wyk. Das Stor­chen­nest hat seinen Platz im „Park an der Mühle”. Auf einem kleinen Teich schwim­men Enten. Die 1879 gebaute alte Mühle ist von dort aus gut zu sehen. „Venti Amica” steht auf Latein am Mühlen­kopf, „Freun­din des Windes”.

Der Wind und das Meer haben das Leben auf Föhr lange bestimmt. Mit dem Wind in den Segeln fuhren die Föhrer vor allem im 17. Jahr­hun­dert auf Walfang. Im Frie­sen­museum in Wyk gibt es eine Aus­stel­lung dazu. Dem Meer widmet sich auch das Natio­nal­park­haus. Es infor­miert über die Geschichte der Sturm­flu­ten und über die Tier­welt im Wat­ten­meer: Föhr ist für viele Zug­vögel ein wich­tiger Zwi­schen­stopp.

Naturschauspiel

Auf Föhr spie­geln sich bei Ebbe die Wolken in den Pfützen im Watt. (Bild: Föhr Tou­ris­mus/dpa/tmn)

Föhr ist aber mehr als Wyk. Klaus Boje emp­fiehlt, unbe­dingt einen Ausflug zu den Dörfern zu unter­neh­men. Als schöns­tes gilt Nieblum, wo es die meisten alten Reet­dach­häu­ser gibt. Boje ist seit 48 Jahren Föhrer. Damals kam er als Lehrer vom Fest­land auf die Insel. Vor 46 Jahren leitete er zum ersten Mal eine Insel­führung - und seitdem viele Hundert weitere.

Praktisch immer gehört ein Abstecher nach Süde­rende dazu. „Hier im Insel­wes­ten spre­chen die Leute auch im Alltag noch Frie­sisch”, sagt Boje. Süde­rende ist berühmt für seine See­fahrt­stra­dition - und für den „Glück­lichen Matt­hias”, der in dem Dorf beer­digt wurde. Boje zeigt auf den Grab­stein, der seine Geschichte erzählt: Der Kapitän hat im 17. Jahr­hun­dert 373 Wale erjagt, mehr als jeder andere. Das war schon deshalb nicht selbst­ver­ständ­lich, weil viele Wal­fän­ger bei den Grön­land­fahr­ten ihr Leben ließen. „Der Glück­liche Matt­hias hat der Kirche zwei wun­der­schöne Leuch­ter gestif­tet”, sagt Boje. Sie hängen im Kir­chen­schiff und glänzen dort noch immer.

«Glücklicher Matthias»

Der Grab­stein des „Glück­lichen Matt­hias”, der von den Erfol­gen des Wal­fän­gers vor Grön­land erzählt. (Bild: dpa)

Informationen: Föhr Tou­ris­mus, Post­fach 15 11, 25933 Wyk, Telefon: 04 681/300

Rund um die Insel: www.foehr.de Von Andreas Heimann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/04/magazin/reise/deutschland/t/rzo414773.html
Freitag, 04. April 2008, 10:21 © RZ-Online (NewsDesk)
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