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Freitag, 02. Mai 08

UrteilStutt­gart/Frank­furt/Main - Beim Stor­nie­ren von Reisen zu den Olym­pischen Spielen in Peking können hohe Gebühren anfal­len - sie sind in einigen Fällen aber unzuläs­sig.

Frank­furt/Main/Wies­baden - Ist mit dem Hotel etwas nicht in Ordnung, müssen Urlau­ber am Feri­enort sobald wie möglich auf diese Mängel hin­wei­sen. Sonst können sie später keine Ansprüche an den Ver­anstal­ter stellen.

Düs­sel­dorf/Wies­baden - Wird ein Urlau­ber in einem anderen als dem ursprüng­lich gebuch­ten Hotel unter­gebracht, reicht es für eine Män­gel­rüge aus, auf diese Tat­sache hin­zuwei­sen.

Düs­sel­dorf/Wies­baden - Pau­schal­urlau­ber dürfen vom Ver­anstal­ter ihr Geld zurück und eine Ent­schä­digung fordern, wenn in der gebuch­ten Kom­fort­klasse des Flug­zeugs kein Platz frei ist.

Frank­furt/Main/Wies­baden - Kreuz­fahrt­pas­sagiere erhal­ten kein Geld von ihrer Ree­derei zurück, wenn sie wegen eines ver­pass­ten Anschluss­flu­ges die Anreise zum Schiff abbre­chen.

Frank­furt/Main - Schim­mel­bil­dung im Hotel­zim­mer und ein über­las­tetes Hotel­restau­rant sind „erheb­liche Rei­semän­gel” und berech­tigen zu Scha­denser­satz­for­derun­gen.

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Komfortklasse ausgebucht: Entschädigung möglich

Düs­sel­dorf/Wies­baden - Pau­schal­urlau­ber dürfen vom Ver­anstal­ter ihr Geld zurück und eine Ent­schä­digung fordern, wenn in der gebuch­ten Kom­fort­klasse des Flug­zeugs kein Platz frei ist.

In solchen Situa­tio­nen seien Tou­ris­ten berech­tigt, von der Reise zurück­zutre­ten und eine Ent­schä­digung wegen nutzlos ver­schenk­ter Urlaubs­zeit zu ver­lan­gen. Das hat das Ober­lan­des­gericht Düs­sel­dorf ent­schie­den (Az.: 12 U 39/07), berich­tet die Deut­sche Gesell­schaft für Rei­serecht in Wies­baden in der Zeit­schrift „Rei­seRecht aktuell”.

Der Fall hatte zuvor schon das Land­gericht Duis­burg beschäf­tigt (Az.: I O 229/06). Es ging um ein Paar, das den Hin- und Rück­flug in die Domi­nika­nische Repu­blik in der „First Comfort Class” der Maschine ver­brin­gen wollte. Der Ver­anstal­ter hatte dies in der Bestäti­gung der Buchung auch zuge­sagt - obwohl die Flug­gesell­schaft nur für den Rück­flug die Plätze in der Kom­fort­klasse zuge­sichert hatte. Damit war die Reise „erheb­lich beein­träch­tigt”, so dass die Urlau­ber kos­ten­frei stor­nie­ren und ihr Geld zurück­for­dern konnten, befand das Gericht.

Das OLG Düs­sel­dorf ging nun noch einen Schritt weiter und sprach dem Ehepaar auch eine Ent­schä­digung für die ver­lorene Urlaubs­zeit zu. Die Reise sei „ver­eitelt worden”, damit lägen die Voraus­set­zun­gen für einen Ent­schä­digungs­anspruch vor. Gefor­dert hatte das Paar pro Person und Rei­setag 72 Euro und damit ins­gesamt 1728 Euro. Dieser Betrag liege deut­lich unter der Hälfte des Rei­seprei­ses und sei plus Ver­zugs­zin­sen „augen­schein­lich gerecht­fer­tigt”, urteilte das OLG.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/18/magazin/reise/recht/t/rzo418542.html
Freitag, 18. April 2008, 10:22 © RZ-Online (NewsDesk)
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