IVWPixel Zählpixel
NachrichtenSportMagazinService
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Kino Kino-News Musik Szene Reise Charts Event-Kalender Ticket-Shop
Archiviert am
Freitag, 02. Mai 08

PalermoPalermo - Palermo ist eine Her­aus­for­derung. Auf drei­spu­rigen Straßen fahren oft fünf Autos neben­ein­ander. Und auch durch die schma­len Gassen drängen sich Fahr­zeuge.

-Halle/Wit­ten­berg - Martin Luther hat Welt­geschichte geschrie­ben: 1517 schlug er seine 95 Thesen an die Tür der Wit­ten­ber­ger Schloss­kir­che und setzte damit die Refor­mation in Gang. Fast 500 Jahre später hat...

Haines Junc­tion - Der Blick aus dem Was­ser­flug­zeug bietet ein ein­drucks­vol­les Bild. Er zeigt Eis­fel­der, so weit das Auge reicht, zer­furchte Ebenen sowie Berge, an denen das Eis zu hängen scheint.

Stech­lin - Das Wasser ist klar wie in einem Alpen­bach: Am Grund des Stech­lin liegen grau melierte Kiesel neben röt­lichen Steinen im feinen Sand - vom Ufer aus sind sie deut­lich zu sehen. Fette Karpfen schwim­men herum.

Bern - Bären bewegen die Gemüter immer wieder: Eisbär Knut hat 2007 für einen Boom im Ber­liner Zoo gesorgt, „Pro­blem­bär Bruno” 2006 für eine wilde Jagd durch die baye­rischen Alpen.

Bad Fran­ken­hau­sen - Ein großes Symbol der deut­schen Geschichte erhebt sich auf dem kleins­ten Mit­tel­gebirge des Landes: das Kyff­häu­ser-Denkmal im nörd­lichen Thürin­gen.

Reise

Reise-Galerie

News  

Deutschland-Reisen  

Gesundheit auf Reisen  

Neues aus dem Katalog  

Recht  

Tipps  

Traumziele  

Charmantes Gassenwirrwarr am Mittelmeer: Algiers Altstadt

Algier - Die Gassen sind eng, steil - und voller Leben. Die Kasbah, Algiers Alt­stadt, hat ihren eigenen Charme und gehört nicht umsonst zum Welt­kul­tur­erbe.

Kasbah von Algier

Viel Platz zum Fuß­ball­spie­len bietet Algiers Alt­stadt nicht überall - die Gassen der Kasbah sind zumeist eng und steil. (Bild: Kol­ter­mann/dpa/tmn)

Die Stadt ist bislang weit­gehend vom Tou­ris­mus ver­schont geblie­ben und gerade des­wegen eine Reise wert.

Wenn in den Gassen der Altstadt der Ruf des Muez­zins erklingt, strömen Hun­derte Gläu­bige zur Ket­choua-Moschee in Algier. Auf dem Vor­platz ver­kau­fen Händler Man­dari­nen, frische Baguet­tes und Win­ter­jacken. Alte Männer sitzen auf den Stufen vor der mit tür­kisen Kacheln deko­rier­ten Fassade. Zwei Sand­stein-Mina­rette mit umlau­fen­den Bal­konen und kleinen Kuppeln schließen die Fassade ein, eine typi­sche nord­afri­kani­sche Moschee im mau­rischen Stil. Auf der Rück­seite über­rascht ein unge­wöhn­licher Anblick: Dort trägt die Moschee einen wei­teren Turm, in dem eine mäch­tige Kir­chen­glo­cke hängt, ein Über­bleib­sel der franzö­sischen Kolo­nial­ver­gan­gen­heit.

Die Kasbah, die Alt­stadt von Algier, besteht aus neben- und über­ein­ander gewür­fel­ten Häusern, die an dem steilen Hügel am Mit­tel­meer zu kleben schei­nen. Manche Gassen sind so eng, dass man mit aus­gestreck­ten Armen an beiden Seiten die Haus­wände berührt. Oft sind die Gassen so steil, dass man sie gleich in Stufen ange­legt hat.

Algiers Kasbah ist eine der char­man­tes­ten Alt­städte am Mit­tel­meer. Auf Grund des langen Bür­ger­kriegs blieb sie vom Tou­ris­mus weit­gehend ver­schont. Der Krieg ist längst vorbei, und auch wenn es - wie in anderen ara­bischen Ländern - mus­limi­sche Extre­mis­ten gibt, kommen wieder mehr aus­län­dische Besu­cher nach Alge­rien. Die Bewoh­ner der Kasbah rea­gie­ren aus­gespro­chen freund­lich auf Gäste, von auf­dring­lichen Tou­ris­ten­füh­rern oder Sou­venir­ver­käu­fern keine Spur.

Dass die Unesco den chao­tisch besie­del­ten Hügel ins Welt­kul­tur­erbe auf­genom­men hat, liegt auch an der Archi­tek­tur der Häuser. Sie sind so gebaut, dass die im Sommer uner­träg­liche Sonne sie nicht unnötig auf­heizt. Die Mauern haben nur winzige Fenster und die weiß­gekalk­ten Fassa­den oft Vor­bau­ten, die durch schräg­gestell­ter Holz­bal­ken abge­stützt werden. Aus der Ferne sehen sie wie über­dimen­sio­nierte Kämme aus. Viele Eingänge sind mit bunt­gemus­ter­ten Kacheln deko­riert.

In den vergangenen Jahren sind zahl­rei­che Häuser der Kasbah ver­fal­len. Vor allem im Herbst, wenn heftige Regengüsse auf Algier pras­seln, werden immer wieder alte Lehm­zie­gel­mau­ern ein­geris­sen. Mehrere Orga­nisa­tio­nen bemühen sich, bedrohte Häuser zu restau­rie­ren. In den engen Gassen geht die Moder­nisie­rung aber nur langsam voran. Wasser- und Abwas­ser­lei­tun­gen müssten drin­gend aus­gebes­sert werden. Wer es sich leisten kann, zieht in eine andere Ecke der Stadt.

Die Spuren der Kolo­nial­ver­gan­gen­heit werden nach und nach getilgt. An einem Haus ist gerade noch eine Stein­tafel lesbar, dass dort einmal ein Gericht seinen Sitz hatte. Das Gebäude der kolo­nia­len „Natio­nal­biblio­thek” ist frisch restau­riert, doch die Inschrift ist unter einer Sperr­holz­platte ver­bor­gen. In der Kasbah ist deut­lich zu spüren, dass der brutale Unab­hän­gig­keits­krieg der 50er und 60er Jahre das Ver­hält­nis zwi­schen Alge­rien und Frank­reich bis heute belas­tet.

Am Eingang der Ketchoua-Moschee , die von den Fran­zosen in eine Kirche umge­wan­delt worden war, steht heute ein Gedicht über die Bestän­dig­keit des Islams in Marmor gemeißelt. Die Zeiten, in denen hier unter Anwe­sen­heit des franzö­sischen Kaisers Napo­leon III. die Messe gefei­ert wurde und der Kom­ponist Camille Saint-Saëns die Orgel spielte, sind längst ver­ges­sen. Heute wird die Frei­tags­pre­digt des Imams über Laut­spre­cher über­tra­gen. Wer nicht zur Moschee geht, setzt sich in einen Haus­ein­gang oder auf eine Trep­pen­stufe und hört zu. Für für 30 Minuten herrscht dann Ruhe in den sonst so quir­ligen Gassen.

INFO: Algier

Anreise: Air Algérie steuert Algier von Berlin-Schö­nefeld und Frank­furt/Main aus an. Luft­hansa fliegt regel­mäßig von Frank­furt aus.

Geld: Ein Euro ent­spricht etwa 96 Alge­rischen Dinar (Stand: Februar 2008). Es gibt in Algier inzwi­schen Geld­auto­maten, die aus­län­dische Kre­dit­kar­ten akzep­tie­ren, jedoch nicht in der Kasbah.

Offi­zielle Reise-Infor­matio­nen über Alge­rien: www.alge­rian­tou­rism.com

Rei­sehin­weis des Aus­wär­tigen Amtes: www.aus­waer­tiges-amt.de/diplo/de/Laen­der­infor­matio­nen/Alge­rien/Sicher­heits­hin­weise.html Von Ulrike Kol­ter­mann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/02/29/magazin/reise/reisetipp/t/rzo405698.html
Freitag, 29. Februar 2008, 10:22 © RZ-Online (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum    

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet

Sudoku

Kino
Event-Kalender
Kino-Memo-Quiz
Kino-Memo-Quiz
Doppelkarten für Koblenz
oder Mainz zu gewinnen!
Druckversion