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Freitag, 02. Mai 08

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Bern - Bären bewegen die Gemüter immer wieder: Eisbär Knut hat 2007 für einen Boom im Ber­liner Zoo gesorgt, „Pro­blem­bär Bruno” 2006 für eine wilde Jagd durch die baye­rischen Alpen.

Bad Fran­ken­hau­sen - Ein großes Symbol der deut­schen Geschichte erhebt sich auf dem kleins­ten Mit­tel­gebirge des Landes: das Kyff­häu­ser-Denkmal im nörd­lichen Thürin­gen.

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Zu Besuch beim Kaiser im Kyffhäuser

Bad Fran­ken­hau­sen - Ein großes Symbol der deut­schen Geschichte erhebt sich auf dem kleins­ten Mit­tel­gebirge des Landes: das Kyff­häu­ser-Denkmal im nörd­lichen Thürin­gen.

Kyffhäuser-Denkmal

Das Kyff­häu­ser-Denkmal: Über 247 Stufen bis ganz nach oben muss der Besu­cher erklim­men. (Bild: Tou­ris­mus­ver­band Kyff­häu­ser/dpa/tmn)

Es zählt zu den belieb­tes­ten Aus­flugs­zie­len mit his­tori­schem Hin­ter­grund: „Nahezu 200 000 Besu­cher kommen im Jahr”, sagt Ralf Rüttger, der Chef der Anlage. Schon vor etwa 1000 Jahren erhob sich hier eine Burg, in der später Kaiser Fried­rich I. Bar­barossa vor­über­gehend resi­diert haben soll. Der Kaiser steht auch im Mit­tel­punkt der Sage, nach der Fried­rich nicht auf dem dritten Kreuz­zug gestor­ben ist, sondern in einer mäch­tigen Höhle des Kyff­häu­ser schläft, um zum geeig­neten Zeit­punkt zurück­zukeh­ren und ein „Gol­denes Zeit­alter” zu begrün­den.

Von der alten Burg stehen nur noch Reste. Bar­barossa aber, der im 12. Jahr­hun­dert die Zen­tral­gewalt in Deutsch­land ein­führte und als Symbol der staat­lichen Einheit gilt, thront auf dem Kyff­häu­ser in Stein gehauen. Als der Preußenkö­nig Wilhelm im Jahr 1871 das in Klein­staa­ten zer­split­terte Deutsch­land in einem zweiten deut­schen Kai­ser­reich ver­einte, sahen viele Men­schen die Legende erfüllt. Kaiser Wilhelm II. ließ seinem Großva­ter zu Ehren dann das Denkmal auf dem Kyff­häu­ser bauen. Archi­tek­ten haben errech­net, dass die dafür ver­wen­deten Steine für den Bau einer Stadt mit 5000 Ein­woh­nern gereicht hätten.

Barbarossa ruht nach der Sage bis heute. Von Zeit zu Zeit wacht er auf und lässt erkun­den, ob noch Raben um den Berg kreisen - wenn sie das tun, muss er weiter schla­fen. Der Lyriker Fried­rich Rückert schrieb diese Geschichte 1817 in einem Gedicht nieder. Es wurde zur Pflicht­lek­türe in den deut­schen Schulen. „Aus­län­dische Tou­ris­ten kommen selten hierher”, sagt Rüttger und begrün­det dies mit der „rein deut­schen The­matik” der Kyff­häu­ser-Sage. Diese wird am Denkmal aus­gie­big inter­pre­tiert. Auf dem Berg zeugen bis zu drei Meter starke Mau­erreste von der Wehr­haf­tig­keit der Festung aus der Stau­fer­zeit. Beacht­lich ist zudem der mit 176 Metern tiefste Burg­brun­nen Europas.

Von der Spitze des Denkmalturms , die über 247 Stufen erreicht wird, bietet sich an klaren Tagen ein weiter Blick auf die Ebene der Gol­denen und Dia­man­tenen Aue, auf den Harz bis zum Brocken und auf den Kurort Bad Fran­ken­hau­sen am Fuß des Gebir­ges. Tou­ris­mus­chef Herbert Knischka ver­weist dort auf eine weitere beson­dere Attrak­tion: „Der Turm unserer Kirche ist inzwi­schen schie­fer als der in Pisa.”

Und es gibt noch andere Sehens­wür­dig­kei­ten. In einem Rundbau, den der Volks­mund als „Ele­fan­ten­klo” bezeich­net, ist das größte Ölbild welt­weit zu sehen: Das 123 Meter lange und 14 Meter hohe Pan­orama erin­nert in mehr als 3000 Figuren an die ver­hee­rende Nie­der­lage des pro­tes­tan­tischen Theo­logen und Bau­ern­füh­rers Thomas Münzer 1525 in Thürin­gen. Das Monu­men­tal­gemälde ent­stand von 1983 bis 1987.

Viele Besucher zieht es zur Bar­barossahöhle. „Mit ihren bizar­ren Gips­lap­pen und Seen ist sie die einzige ihrer Art in Europa”, sagt Knischka. Hier finden regel­mäßige Führun­gen statt. Am Kyff­häu­ser liegen auch ein Vogel­schutz­gebiet und ein Natur­park, in dem Bota­niker an die 30 Orchi­deen­arten gefun­den haben. So lassen Land­schaft und Rui­nen­reste die Bilder der Roman­tik erwa­chen, die das 19. Jahr­hun­dert prägten und der Kyff­häu­ser-Sage zu so großer Popu­larität ver­hal­fen.

Informationen: Tou­ris­mus­ver­band Kyff­häu­ser, Anger 14, 06567 Bad Fran­ken­hau­sen, Telefon: 034671/71 70

Kyffhäuser-Denkmal: www.kyffhaeu­ser-denkmal.de

Tourismusverband Kyff­häu­ser: www.kyffhaeu­ser-tou­ris­mus.de Von Horst Heinz Grimm, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/03/25/magazin/reise/reisetipp/t/rzo412023.html
Dienstag, 25. März 2008, 10:17 © RZ-Online (NewsDesk)
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