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Freitag, 02. Mai 08

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Bern - Bären bewegen die Gemüter immer wieder: Eisbär Knut hat 2007 für einen Boom im Ber­liner Zoo gesorgt, „Pro­blem­bär Bruno” 2006 für eine wilde Jagd durch die baye­rischen Alpen.

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Der Stechlin lockt mit glasklarem Wasser

Stech­lin - Das Wasser ist klar wie in einem Alpen­bach: Am Grund des Stech­lin liegen grau melierte Kiesel neben röt­lichen Steinen im feinen Sand - vom Ufer aus sind sie deut­lich zu sehen. Fette Karpfen schwim­men herum.

Der Stechlin

Der „Fischer” ist das einzige Restau­rant am Stech­lin: Hier können Besu­cher zum Bei­spiel Maränen kosten. (Bild: Frey/dpa/tmn)

Der Stech­lin im Rup­piner Land in Bran­den­burg ist einer der größten Klar­was­ser­seen Nord­deutsch­lands - bis zu zwölf Meter beträgt die Sicht­tiefe. Abge­trennt von Flüssen und anderen Seen liegt der Stech­lin inmit­ten eines Natur­schutz­gebie­tes. Er ist ein Biotop für seltene Tiere und eine Ruhe­stätte für Men­schen, die sich abseits von Straßen und Motor­boo­ten erholen möchten.

Bekanntgemacht hat den Stechlin Theodor Fontane. „Da lag er vor uns, der buch­ten­rei­che See, geheim­nis­voll, einem Stummen gleich, den es zu spre­chen drängt”, schrieb der Dichter in seinen „Wan­derun­gen durch die Mark Bran­den­burg”. Sein Spät­werk „Der Stech­lin” beginnt mit Sagen, die sich um den See ranken. Eine davon ist die Geschichte vom Roten Hahn, der im See lebt. Dieser soll einen Fischer, der an einer ver­bote­nen Stelle Netze auswarf, erst mit don­nern­dem Krähen betäubt und dann mit sich in die Tiefe gezogen haben.

Der rote Hahn

Wächter des Sees: Der Rote Hahn lebt der Sage nach im Stech­lin. (Bild: Tou­ris­mus­ver­band Rup­piner Land/dpa/tmn)

Als Warnung - oder Attrak­tion - schwimmt der Rote Hahn noch heute beim „Fischer” auf dem See. In der ein­zigen Wirt­schaft am Stech­lin können die Besu­cher nicht nur Fisch essen, sondern auch bei seiner Ver­arbei­tung zusehen.

Besonders begehrt ist die Kleine Maräne, die tiefes und klares Wasser benötigt. Klares Wasser bevor­zugt auch die Schel­lente, das Wap­pen­tier des Natur­parks Stech­lin-Rup­piner Land. Sie nistet in bis zu 15 Meter hohen Baum­höhlen und ist auf „alte dicke Stämme ange­wie­sen”, erklärt Renate Fechner, Natur­park­füh­rerin aus dem Ort Stech­lin. Sind die kleinen Enten groß genug, steht ihnen ein toll­küh­ner Sprung bevor: „Die haben noch keine Federn, sondern nur Flaum und stürzen sich trotz­dem aus den Baum­höhlen hinab.” Heil unten ange­kom­men, wat­scheln sie dann hinter der Enten­mama her zum See.

Klarwassersee Stechlin

Mitten im Natur­schutz­gebiet: Der Stech­lin ist einer der größten Klar­was­ser­seen Nord­deutsch­lands. (Bild: Frey/dpa/tmn)

Die Ber­liner sahen den Stech­lin lange als eine Art Garten vor der Haustür. Schon um 1900 reisten sie in Scharen nach Neuglob­sow, einem Orts­teil von Stech­lin. Die ehe­malige Glas­hüt­ten­sied­lung mit ihren schmu­cken Fach­werk­häu­sern liegt in unmit­tel­barer Nähe des Sees. „Der Boden­preis stieg dort inner­halb von zwei Jahren von 40 Pfennig auf 6 Mark”, erzählt Renate Fechner. Ver­ständ­lich, dass das Ufer des 425 Hektar großen Sees Begehr­lich­kei­ten weckte: So mancher wohl­habende Ber­liner wollte sich dort gern sein Feri­endo­mizil hin­set­zen.

Schon 1938 wurden See und Teile der Wälder unter Schutz gestellt, der Stech­lin ist eines der ältes­ten Natur­schutz­gebiete Deutsch­lands. Das hielt zu DDR-Zeiten die Verant­wort­lichen jedoch nicht davon ab, aus dem Kern­kraft­werk Rheins­berg (KKR) Kühl­was­ser in den Stech­lin zu leiten. Das KKR ist seit 1990 abge­schal­tet, die Aus­wir­kun­gen auf den See unter­sucht seit Ende der 1960er Jahren ein For­schungs­insti­tut.

Heute umfasst das Natur­schutz­gebiet mehr als 8600 Hektar, dicht bewach­sen durch alte Buchen­wäl­der. „Die Bäume sind zum Teil 250 Jahre alt”, sagt Fechner. Ein­zelne Gebiete wurden inzwi­schen zu Reser­vaten erklärt - sie bleiben gänz­lich sich selbst über­las­sen, damit seltene Tiere wie der Schwarz­specht oder der Fisch­adler Raum zum Leben haben.

Wie dieser Lebensraum aussieht und wie ein Wald über­haupt funk­tio­niert, erklärt das „NaturParkHaus Stech­lin” in Menz, einem wei­teren Orts­teil von Stech­lin. Im Gebäude einer ehe­mali­gen Förs­terei können Kinder das Lie­bes­qua­ken eines Moor­fro­sches imi­tie­ren oder in einem Dun­kel­raum den Lauten von Fuchs, Reh oder Marder lau­schen. In der „Fabrik des Waldes” - einem großen Zahnrad - erfah­ren sie, wie Recy­cling im Wald funk­tio­niert. Wer lieber in der Natur unter­wegs ist, kann sich eine CD samt Abspiel­gerät aus­lei­hen und damit auf eine Erkun­dungs­reise gehen: Zu wich­tigen Orten im Parks sind auf der CD Geschich­ten zu finden - auch die vom wüten­den Roten Hahn.

Informationen: „NaturParkHaus Stech­lin”, Kirch­straße 4, 16775 Menz ,Telefon: 033 082/512 10; Tourist-Infor­mation Neuglob­sow, Stech­lin­see­straße 17, 16775 Neuglob­sow, Telefon: 033 082/702 02

Fantastische Reise durch Naturräume: www.natur­park­haus.de

Rund um den See: www.stech­lin.de Von Carina Frey, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/04/magazin/reise/reisetipp/t/rzo414772.html
Freitag, 04. April 2008, 10:21 © RZ-Online (NewsDesk)
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