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Freitag, 02. Mai 08

SkifahrerOber­ursel/Han­nover - Fünf Tage nach dem offi­ziel­len Ende der Saison 2007/08 startet der Anbie­ter Necker­mann Reisen bereits jetzt mit den Buchun­gen für den kom­men­den Winter. Ab dem 5. Mai wird eine Auswahl von mehr als...

Cux­haven - In Cux­haven können Urlau­ber am 21. und 22. Juni bei einem Chor­fes­tival an der Nord­seeküste See­manns­lie­dern lau­schen, teilt das Tou­ris­mus­büro der Stadt mit. Ins­gesamt 13 Shanty-Chöre aus Deutsch­land...

Berlin - In York können Musik­freunde im Sommer his­tori­schen Klängen lau­schen. Dort findet vom 3. bis zum 12. Juli das „York Early Music Fes­tival” statt, teilt das Frem­den­ver­kehrs­amt VisitBri­tain in Berlin mit.

Rostock - Über Pfings­ten lädt Meck­len­burg-Vor­pom­mern auch in diesem Jahr zur Aktion „Kunst: Offen” ein. Rund 500 Maler, Bild­hauer und Schrift­stel­ler öffnen vom 9. bis 12. Mai ihre Ate­liers, Gale­rien und Werkstät­ten.

Bonn - Wan­derer können sich künftig noch besser anhand eines Qua­litäts­sie­gel für Natur­parke über Erho­lungs­gebiete in Deutsch­land infor­mie­ren. In diesem Jahr werden weitere acht Gebiete aus­gezeich­net...

Opatija - Immer wieder kommen sie den Auto­fah­rern am Straßen­rand ent­gegen: Männer und Frauen, aus deren Körben grünes Ast­geflecht ragt. Die Wälder an der Kvarner Bucht im Norden Kroa­tiens haben im Früh­ling einiges zu...

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Bären, Eis und Kehlgesänge: Mit dem Schiff zu den Inuit

Arctic Bay - Forsch tritt Emily Emudluk ans Mikro­fon und erklärt, was Kat­tajjaq ist: „Früher, wenn die Männer wochen­lang auf Eis­bären- und Nar­wal­jagd waren, haben wir Frauen zu Hause nicht nur gear­bei­tet. Wir haben auch Spaß gehabt.”

Landgang im Norden Kanadas

Warm anzie­hen zum Land­gang: Auch im Sommer liegen die Tem­pera­turen oft unter dem Gefrier­punkt. (Bild: Helm­hau­sen/dpa/tmn)

Dann stellt sie sich so dicht vor ihre Freun­din Mae Nin­giuru­vik, dass sich die Gesich­ter der Mädchen fast berühren. Und nun ver­neh­men die Zuhörer, die per Schiff in Kanadas Arktis unter­wegs sind, Geräu­sche, die sie den Tee­nagern nie zuge­traut hätten: Rhyth­misches Hecheln und Grunzen erfüllt den Raum. Der Inuit-Kehl­gesang Kat­tajjaq ist Aus­tausch von Atem und Tönen und muss so flüssig sein, dass beide Sän­gerin­nen wie eine klingen.

Wer mit Cruise North Expeditions unter­wegs ist, lernt die Kultur der Inuit aus erster Hand kennen. Das von den Urein­woh­nern im Norden Québecs betrie­bene Unter­neh­men will den Tou­ris­mus in der Arktis ankur­beln und junge Inuit in tou­ris­tischen Berufen aus­bil­den. Die dazu gechar­terte „MV Lyubov Orlova”, ein 100 Meter langes Schiff aus Sowjet­zei­ten, dient als schwim­men­des Seminar. Zwi­schen den Orten Reso­lute und Kuu­jjuaq lernen Emily, Mae und ihre Alters­genos­sen Tou­ris­mus „on the job”, und abends spre­chen sie über ihre Kultur. Die Ein­rich­tung der Kabinen erin­nert an den haus­backe­nen Moder­nis­mus der späten Sowjet-Ära. Umso auf­merk­samer aber ist das rus­sische Per­sonal.

In Arctic Bay, einer selten von Schif­fen besuch­ten Sied­lung auf Baffin Island, ver­sam­melt sich das halbe Dorf, um die „Hal­lunaq”, die Weißen, zu sehen. Die greise Leona Aglu­kark kneift die Augen zusam­men: „Ich wurde im Win­ter­lager meiner Familie geboren. Damals jagten unsere Männer Robben, und wir Mädchen gerbten Häute.” Doch die Zeiten haben sich geän­dert: „Heute gucken unsere Jugend­lichen lieber Satel­liten­fern­sehen”, seufzt Leona und trip­pelt nach Hause.

Tatsächlich sind die Probleme der Arktis unü­ber­seh­bar: Arbeits­losig­keit, Bevöl­kerungs­explo­sion, Kli­mae­rwär­mung. „Als ich vor drei Jahren hier war, reichte er noch bis dort”, sagt Joseph Jonas und zeigt zehn Meter hinter sich auf den Ser­milik-Glet­scher, eine der Attrak­tio­nen des neuen Ser­milik Natio­nal Park auf Bylot Island. Durch eine Art Mond­land­schaft stapfen die Tou­ris­ten zur Glet­scher­zunge. Joseph, als Geleit­schutz vor Eis­bären enga­giert, ver­birgt seine Sorge nicht: „Damals war die Bucht voller Eis­berge.”

Im Auyuit­tuq Natio­nal Park gehen die Arktis-Fahrer wieder an Land. Die Tundra strahlt in allen Wild­blu­men­far­ben. Joseph hat frische Eis­bären­spu­ren ent­deckt und beglei­tet die Gruppe mit dem Gewehr im Anschlag. Geela Koo­nee­liu­sie, die für den Natio­nal­park arbei­tet, pflückt die Blätter der „Qun­gulit”-Pflanze, einer ark­tischen Buch­wei­zen­art: „Schmeckt süß. Wächst nur im Sommer, wenn es warm ist wie jetzt.” Es ist ein Grad plus - für Geela ein warmer Som­mer­tag.

Zur Begegnung mit Eisbären kommt es auf Akpatok Island, der Heimat der größten Lummen-Kolonie der Welt. Min­des­tens eine Million Vögel nistet in den 250 Meter auf­ragen­den Kalk­stein­wän­den. Dabei stürzt so manches Ei in die Tiefe - direkt in die Mäuler der Eis­bären. Expe­diti­ons­lei­ter Brad Rhees braucht nicht lange, um eine Bärin und ihre zwei Spröss­linge aus­zuma­chen. Bis auf 50 Meter gleitet das Schlauch­boot mit aus­gestell­tem Motor an das Trio heran, dann hebt die Bärin ihren mäch­tigen Kopf, steckt die feuchte Nase in den Wind und starrt herüber. Doch sie wendet sich wieder ab. Die Schlauch­boote sind für sie keine Gefahr - und auch keine Mahl­zeit.

Informationen: Kanada-Infor­mation, c/o Lange Tou­ris­tik-Dienst, Eichen­heege 1-5, 63477 Maintal, Telefon: 01805/52 62 32 (14 Cent pro Minute)

Cruise North Expe­diti­ons: www.crui­sen­orth­expe­diti­ons.com

Informationen für Kanada-Tou­ris­ten: www.canada.travel Von Ole Helm­hau­sen, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/15/magazin/reise/t/rzo417552.html
Dienstag, 15. April 2008, 9:22 © RZ-Online (NewsDesk)
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