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Freitag, 02. Mai 08

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Cux­haven - In Cux­haven können Urlau­ber am 21. und 22. Juni bei einem Chor­fes­tival an der Nord­seeküste See­manns­lie­dern lau­schen, teilt das Tou­ris­mus­büro der Stadt mit. Ins­gesamt 13 Shanty-Chöre aus Deutsch­land...

Berlin - In York können Musik­freunde im Sommer his­tori­schen Klängen lau­schen. Dort findet vom 3. bis zum 12. Juli das „York Early Music Fes­tival” statt, teilt das Frem­den­ver­kehrs­amt VisitBri­tain in Berlin mit.

Rostock - Über Pfings­ten lädt Meck­len­burg-Vor­pom­mern auch in diesem Jahr zur Aktion „Kunst: Offen” ein. Rund 500 Maler, Bild­hauer und Schrift­stel­ler öffnen vom 9. bis 12. Mai ihre Ate­liers, Gale­rien und Werkstät­ten.

Bonn - Wan­derer können sich künftig noch besser anhand eines Qua­litäts­sie­gel für Natur­parke über Erho­lungs­gebiete in Deutsch­land infor­mie­ren. In diesem Jahr werden weitere acht Gebiete aus­gezeich­net...

Opatija - Immer wieder kommen sie den Auto­fah­rern am Straßen­rand ent­gegen: Männer und Frauen, aus deren Körben grünes Ast­geflecht ragt. Die Wälder an der Kvarner Bucht im Norden Kroa­tiens haben im Früh­ling einiges zu...

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Frisches Grün und leere Strände in Kroatien

Opatija - Immer wieder kommen sie den Auto­fah­rern am Straßen­rand ent­gegen: Männer und Frauen, aus deren Körben grünes Ast­geflecht ragt.

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Blick aufs Meer: Diese Statue steht an der Hafen­pro­menade von Opatija. In der Stadt genoss einst die Wiener High Society ihre Urlaube. (Bild: Klimpel/dpa/tmn)

Die Wälder an der Kvarner Bucht im Norden Kroa­tiens haben im Früh­ling einiges zu bieten.

Bei der abendlichen Rast in einem kleinen Bistro im Örtchen Brsec lüftet sich das Geheim­nis. Über damp­fende Sup­pen­schüs­seln gebeugt, genießen ein Dutzend Ein­hei­mische ein typi­sches Früh­lings­gericht der Region: wilden Spargel.

Kroatien im Frühjahr 1

Glasklare Seen und tosende Was­ser­fälle: Der Natio­nal­park Plit­wit­zer Seen gehört zum Unesco-Welt­natur­erbe. (Bild: Kroa­tische Zen­trale für Tou­ris­mus/dpa/tmn)

Was nach kurz­geschnit­tenen dünnen Ästen aus­sieht, schmeckt köst­lich. Zudem ergibt sich in der kleinen Taverne gleich noch eine Über­nach­tungs­mög­lich­keit: Der Wirt drückt seinen Gästen einen alter­tüm­lichen Schlüs­sel in die Hand und ver­sucht sich an einer Weg­beschrei­bung. Das Quar­tier zu finden, erweist sich im Gas­sen­gewirr des Küs­ten­ortes südlich des See­bades Opatija aber als nicht einfach.

Verwinkelte Treppengänge führen auf und ab, an Wehr­mau­ern und einer mit­tel­alter­lichen Pfarr­kir­che vorbei bis zum höchs­ten Punkt der Sied­lung, die auf einem Karst­fel­sen über der Kvarner Bucht thront. Sch­ließ­lich ist das kleine Häu­schen aus­gemacht, der Kami­nofen in Gang gesetzt und eine Flasche ist­rischen Rot­weins geöff­net. Er schmeckt nach einem tur­bulen­ten Tag in Opatija gleich doppelt so gut.

Kroatien im Frühjahr 2

Richtig ruhig wird es in Opatija nie: Der Küs­ten­ort zieht schon im Früh­ling Besu­cher an. (Bild: Kroa­tische Zen­trale für Tou­ris­mus/dpa/tmn)

Anders als in den meisten Küs­ten­orten ruht der tou­ris­tische Betrieb in dem Seebad nie so recht, zu anzie­hend ist das medi­ter­rane Flair des Ortes mit seinen noblen Hotels und pracht­vol­len Villen. Zwar lassen brö­ckelnde Fassa­den und ver­bli­chene Farben deut­lich erken­nen, dass die Blüte­zeit des Bades von der Mitte des 19. Jahr­hun­derts bis 1914 lange vorbei ist. Doch gerade der morbide Charme macht viel vom Reiz des Ortes aus.

Wo früher die Wiener High Society lust­wan­delte, genießt heute eine inter­natio­nale Schar von Tages­gäs­ten Kuchen und Kaffee in exklu­sivem Ambiente. Besu­cher sollten sich die Zeit nehmen und hügel­wärts durch die Gassen fla­nie­ren - immer neue Pracht­vil­len und alte Gärten gibt es zu ent­decken. Wie hier lockt der Früh­ling überall in Istrien und an der Kvarner Bucht mit milder Sonne, fri­schem Grün und enormer Blüten­pracht - und man hat all die Buchten und Dörfer noch für sich.

Am fol­gen­den Morgen geht es mit der Fähre zur Insel Cres. Zwi­schen sanften Hügeln führt die Straße zu immer neuen Aus­sich­ten auf zer­klüf­tete Buchten, Blu­men­wie­sen und Dörfer. Der kleine Kurort Valun am süd­lichen Ende der Bucht von Cres zählt gerade knapp 100 Ein­woh­ner. Das Auto muss auf einem Park­platz davor abge­stellt werden, über schmale Treppen geht es hin­unter zum Hafen. Kris­tall­blaues Wasser trifft dort auf einen weißen Kie­sel­strand. Eine Hotel­anlage sucht man dagegen in Valun ver­gebens - ein Platz zum Schla­fen findet sich in einer Pri­vat­unter­kunft oder auf dem Cam­ping­platz.

Nach einem Abstecher auf die Insel Losinj mit den Tou­ris­ten­orten Veli Losinj und Mali Losinj mit char­man­ten Hotels, impo­san­ten Kapitäns­vil­len sowie einer Viel­zahl von Restau­rants und Cafés geht es mit der Fähre zur Insel Krk. Im Früh­ling ist sie ein ideales Revier für Wan­derer. Für Was­ser­rat­ten ist vor allem Baska ein Kleinod, der zweit­größte Inselort in einer von Bergen umrahm­ten Bucht. Getrübt wird das Pan­orama des kilo­meter­lan­gen Kiess­tran­des mit seinem grün schil­lern­den Wasser aber von einer lieblos hin­geklotz­ten Hotel­anlage. Lohnend ist der Auf­stieg auf den Fried­hofs­berg mit der eins­tigen Pfarr­kir­che St. Johan­nes. Von dort aus kann man über den Ber­grü­cken wandern und immer neue Aus­bli­cke auf die Küste und das Tal genießen.

Der Natio­nal­park Plit­wit­zer Seen im Hin­ter­land der Küste ist Teil des Unesco-Welt­natur­erbes und eines der schöns­ten Schutz­gebiete Europas. Seen, bis zu 78 Meter hohe Was­ser­fälle und immer neue Kas­kaden fügen sich hier zu einer rund 30 000 Hektar großen Mär­chen­land­schaft anein­ander. Über dem Karst­gestein leuch­tet das kris­tall­klare Wasser blau­grün, Fische schießen durch die Fluten.

Verlaufen kann man sich nicht , die Beschil­derung ist aus­gezeich­net. So mancher Besu­cher hat für die Dauer seines Besu­ches außer­dem einen vier­bei­nigen Gefähr­ten: Vor dem Eingang wählen streu­nende Hunde Wan­derer aus und balan­cie­ren mit ihnen - in der Hoff­nung auf Futter - fröh­lich über die schma­len Holz­boh­len des Natio­nal­parks. Heute bekom­men sie ein paar Würst­chen.

INFO: Kvarner Bucht in Kroa­tien

REISEZIEL: Die Kvarner Bucht liegt an der nordöst­lichen Adria in Kroa­tien.

KLIMA & REISEZEIT: Die schöns­ten Rei­sezei­ten sind Mai bis Ende Juni sowie Sep­tem­ber und Oktober.

UNTERKUNFT: Neben Hotels gibt es an der Kvarner Bucht überall private Appar­tements und Gasthäu­ser. Viele Ein­hei­mische ver­mie­ten schon für 20 Euro pro Nacht kleine Appar­tements.

INFORMATIONEN: Kroa­tische Zen­trale für Tou­ris­mus, Kai­ser­straße 23, 60311 Frank­furt, Telefon: 069/238 53 50, E-Mail: kroa­tien-info@gmx.de

Kroa­tische Zen­trale für Tou­ris­mus: http://de.croatia.hr

Infos zur Region Kvarner: www.kvarner.hr Von Annett Klimpel, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/02/magazin/reise/t/rzo422257.html
Freitag, 02. Mai 2008, 10:22 © RZ-Online (NewsDesk)
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