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Freitag, 02. Mai 08

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Val­verde - So also müssen Tene­riffa und Gran Canaria vor gut 30 Jahren aus­gese­hen haben: Vom Mirador de Jinama schweift der Blick weit über das El-Golfo-Tal auf El Hierro.

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Kanaren ohne Massentourismus: Die Insel El Hierro

Val­verde - So also müssen Tene­riffa und Gran Canaria vor gut 30 Jahren aus­gese­hen haben: Vom Mirador de Jinama schweift der Blick weit über das El-Golfo-Tal auf El Hierro.

El-Golfo-Tal

Das El-Golfo-Tal auf El Hierro ent­stand, als vor Zehn­tau­sen­den Jahren ein Drittel der Insel nach einem Erd­beben im Atlan­tik versank. (Bild: Meyer/dpa/tmn)

Zwischen Wein­fel­dern, Bananen- und Ana­nas­plan­tagen erhebt sich auf einem Hügel der Glock­enturm der Pfarr­kir­che von Fron­tera. Nur zwei, drei weitere Bergdör­fer sind aus der luf­tigen Höhe zu erken­nen. Dabei gehört das El-Golfo-Tal noch zu den am dich­tes­ten bewohn­ten Regio­nen der Insel.

Das Leben auf der kleinsten und west­lichs­ten der Kana­rischen Inseln ist ruhig und beschau­lich. Es gibt keine größe­ren Städte, die knapp 10 500 Insel­bewoh­ner leben vom Fisch­fang oder bauen Ananas, Bananen, Mangos, Papayas, Wein, Kar­tof­feln und Feigen an. Der Mas­sen­tou­ris­mus, der von den anderen Kanaren-Inseln mit all seinen nega­tiven Folgen Besitz ergrif­fen hat, ist an El Hierro prak­tisch spurlos vor­bei­gegan­gen. Gerade 60 000 Tou­ris­ten kommen pro Jahr, nicht einmal von Spa­niens Fest­land gibt es Direkt­flüge hierher.

Charco Azul

Charco Azul liegt an El Hierros Nord­küste. Eine weniger gefähr­liche Bade­stelle ist aber nicht weit ent­fernt. (Bild: Meyer/dpa/tmn)

Nicht nur wegen der rie­sigen Kie­fern­wäl­der, die im gebir­gigen Inse­lin­neren die bis zu 1000 kleinen Vul­kan­kra­ter durch­zie­hen, gilt El Hierro als „grüne Insel”. Ende 2009 wird sie die erste große bewohnte Insel der Welt sein, die ihren gesam­ten Ener­gie­bedarf aus erneu­erba­ren Quellen bezieht. Dafür ist auf El Hierro nicht viel nötig: Drei Win­drä­der und zwei Was­ser­kraft­werke reichen aus.

Schon seit Jahren bemüht sich die Insel­regie­rung darum, ihr Eiland als „öko­logi­sche Insel” zu ver­mark­ten. „Wir haben keine langen, weißen Sand­strände wie Gran Canaria, und die Insel ist nur schwer zu errei­chen. Deshalb müssen wir uns Markt­lücken wie den umwelt­bewuss­ten Qua­lität­stou­ris­mus suchen oder uns gegen die Groß­pro­duk­tio­nen auf Tene­riffa mit öko­logisch ange­bau­ten Obst auf dem Markt durch­set­zen”, sagt Javier Morales, Vize-Bür­ger­meis­ter der Insel­haupt­stadt Val­verde. So wurden in den ver­gan­genen Jahren die Wan­der­wege aus­gebaut und Ananas- und Bana­nen­bauer zum Umstieg auf Öko-Anbau ermun­tert. Schon im Jahr 2000 wurde die Insel zum Unesco-Bios­phären­reser­vat ernannt.

Wanderungen

Wer auf El Hierro zu Wan­derun­gen auf­bricht, begeg­net oft stun­den­lang keinen anderen Tou­ris­ten. (Bild: Meyer/dpa/tmn)

Das Mee­res­schutz­gebiet Punta de La Res­tinga im Süden El Hierros hat solch einen Erfolg, dass derzeit geprüft wird, in zwei oder drei Jahren weitere Küs­ten­abschnitte unter Natur­schutz zu stellen. „Durch das Fisch­fang­ver­bot in diesen Zonen nahm der Fisch­reich­tum unheim­lich zu. Das kur­belte nicht nur den für uns wich­tigen Tauch­tou­ris­mus enorm an, sondern gab auch den Fischern bessere Zukunfts­chan­cen”, erklärt Morales. Durch das Fisch­fang­ver­bot an der Punta de La Res­tinga haben sich die Fische wieder so weit aus­gebrei­tet, dass die lokalen Fischer nicht mehr auf die Fang­zonen vor Küste Afrikas ange­wie­sen sind.

El Hierro gilt heute als Tau­cher­para­dies: In den Grotten und an den abfal­len­den Fels­wän­den sind Begeg­nun­gen mit Rochen, Bar­raku­das und Haien keine Sel­ten­heit. Vor allem „El Bajón”, eine aus fast 100 Meter Tiefe auf­stei­gende Fels­nadel, zieht jähr­lich Hun­derte Taucher an. Das Riff liegt direkt vor einer kleinen Bucht, in der Chri­stoph Kolum­bus ankerte, bevor er 1492 über den Atlan­tik zur Ent­deckung Ame­rikas fuhr. El Hierro war damals das west­liche Ende der bekann­ten Welt. Heute steht an dem Ort der Leucht­turm „Faro de Orchilla”.

Wacholderbaum

Ganz im Westen der Insel: Ein skurril geform­ter Wachol­der­baum gilt heute als das Wahr­zei­chen von El Hierro. (Bild: Meyer/dpa/tmn)

Nur auf Hierro finden Urlau­ber eine Art von Rie­senei­dech­sen, die lange Zeit als aus­gestor­ben galt, bis 1974 ein Vieh­hirte im Gebirge einige Exem­plare ent­deckte. Mitt­ler­weile leben wieder mehrere Hundert der bis zu 70 Zen­time­ter langen Echsen in den Steil­hän­gen des Risco de Tiba­taje. Eine weitere Attrak­tion ist das Dorf Guinea im El-Golfo-Tal, ein archäo­logi­sches Frei­licht­museum, in dem Besu­chern gezeigt wird, wie die Ein­woh­ner El Hierros vor Jahr­hun­der­ten lebten.

Die halbrunde Bucht El Golfo entstand vor etwa 50 000 Jahren nach einem Erd­beben, bei dem ein Drittel der Insel im Meer versank. Ober­halb der schroff und bis zu 1000 Meter abfal­len­den Fels­kan­ten bieten Aus­sichts­platt­for­men wie der Mirador de Bascos und der Mirador de la Peña schöne Pan­ora­mabli­cke auf das Tal und den Atlan­tik.

Tauchgründe

Viele Besu­cher von El Hierro kommen wegen der Tauch­gründe, die als die besten der Kanaren gelten. (Bild: D. Barrio/Insel­regie­rung El Hierro/dpa/tmn)

Der schönste Strand befin­det sich im Westen der Insel: Die Playa del Verodal mit ihrem rötlich-schwar­zen Sand ist ein Produkt des letzten Vul­kan­aus­bru­ches 1793, der vor allem den Süd­wes­ten mit schwar­zen Lava­fel­dern überzog. Hier in der Hochebene von La Dehesa prägen von den Pas­sat­win­den skurril ver­formte Wachol­der­bäume die Land­schaft. Ein gigan­tischer Wachol­der­baum, dessen ver­krüp­pel­ter Stamm im rechten Winkel gekrümmt ist, gilt als Wahr­zei­chen der Insel.

Durch das Innere der Insel ziehen sich Berge, in denen sich die Pas­sat­wol­ken ver­fan­gen. Wan­der­wege führen durch mit Moos bewach­sene Lor­beer­wäl­der, die wie ein ver­zau­ber­ter Mär­chen­wald wirken. Auf alten Pfaden kann der Wan­derer stun­den­lang durch die Wälder ziehen, ohne einem Men­schen zu begeg­nen. Und das soll auch so bleiben. „Vor allem im Tou­ris­mus­bereich haben wir aus den Fehlern der anderen Inseln gelernt”, sagt Javier Morales. Unter anderem sieht der Tou­ris­mus­plan für die kom­men­den acht Jahre vor, dass nur in wenigen Gebie­ten neue Hotels gebaut werden und die Bet­ten­zahl maximal 2000 betra­gen darf.

Infor­matio­nen: Spa­nisches Frem­den­ver­kehrs­amt, Myli­uss­traße 14, 60323 Frank­furt; Telefon: 069/72 50 38, Telefib für Broschüren-Bestel­lung: 06123/991 34

www.spain.info

www.elhierro.es Von Manuel Meyer, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/03/25/magazin/reise/traumziele/t/rzo412092.html
Dienstag, 25. März 2008, 13:21 © RZ-Online (NewsDesk)
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