IVWPixel Zählpixel
NachrichtenSportMagazinService
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Kino Kino-News Musik Szene Reise Charts Event-Kalender Ticket-Shop
Archiviert am
Freitag, 02. Mai 08

Harbour IslandNassau - Türen werden nicht ver­schlos­sen, Kinder gehen gern zur Schule. Und auch die Fla­min­gos schei­nen glück­lich zu sein. Wo gibt's denn so was? Die Antwort lautet: auf etli­chen klei­neren Inseln der Bahamas...

-Wran­gell/Peters­burg - Nehmen wir die Fähre oder das Flug­zeug? Vor dieser Wahl stehen Rei­sende, die in Südost-Alaska ans „Ende der Welt” wollen. Keine Auto­straße führt in die süd­lichste Ecke des US-Bun­des­staa­tes.

Pigeon Forge - Der Kon­trast könnte kaum größer sein: Im Great Smoky Moun­tain Natio­nal Park fühlen sich Wan­derer von der Außen­welt abge­schnit­ten. Am Fuß der Berge jedoch, in Pigeon Forge im US-Staat Ten­nes­see...

Bologna/Parma - Manche nennen es Schlem­mer­para­dies, andere den „Bauch Ita­liens”. Und jedem läuft dabei das Wasser im Mund zusam­men. Will­kom­men auf der Gourmet-Geraden in der Emilia Romagna.

Sal­vador/Recife - Der Strand erstreckt sich bis zum Hori­zont, Palmen mar­kie­ren den Beginn des Küs­ten­wal­des. Dazu strahlt die Sonne vom blauen Himmel. Dieses Para­dies klingt nach Südsee, doch es liegt dort...

Val­verde - So also müssen Tene­riffa und Gran Canaria vor gut 30 Jahren aus­gese­hen haben: Vom Mirador de Jinama schweift der Blick weit über das El-Golfo-Tal auf El Hierro.

Reise

Reise-Galerie

News  

Deutschland-Reisen  

Gesundheit auf Reisen  

Neues aus dem Katalog  

Recht  

Tipps  

Traumziele  

Pigeon Forge und Smoky Mountains

Pigeon Forge - Der Kon­trast könnte kaum größer sein: Im Great Smoky Moun­tain Natio­nal Park fühlen sich Wan­derer von der Außen­welt abge­schnit­ten.

Pigeon Forge und Smoky Mountains

Unterwegs in den „Rauch-Bergen”: Die Gipfel im Great Smoky Moun­tain Natio­nal Park sind zum Teil gut 2000 Meter hoch. (Bild: Ten­nes­see Tourism/dpa/tmn)

Am Fuß der Berge jedoch, in Pigeon Forge im US-Staat Ten­nes­see, reiht sich eine Tou­ris­ten-Attrak­tion an die andere.

Knirschend öffnet sich die Holztür ins däm­merige Innere der 177 Jahre alten Mühle. Mehl­puder und Staub hängen in der Luft, ras­selnd mahlt der ton­nen­schwere Gra­nit­stein die Mais­kör­ner zu feinem Grieß. In der Mühle mit ihrem Restau­rant, der Back­stube und dem Kram­laden, in dem Kuchen und haus­gemachte Mar­melade noch immer wie zu Omas Zeiten ver­kauft werden, könnte die Zeit stehen geblie­ben sein. Doch das coole T-Shirt des 24-jäh­rigen Müllers Ryan Matt­hews zeigt, dass auch in Pigeon Forge am Rand der Smoky Moun­tains im US-Bun­des­staat Ten­nes­see das 21. Jahr­hun­dert Einzug gehal­ten hat.

Pigeon Forge und Smoky Mountains

Hier wird seit 177 Jahren Mais gemah­len: Die alte Mühle in Pigeon Forge im US-Bun­des­staat Ten­nes­see ist noch immer in Betrieb. (Bild: Eck/dpa/tmn)

Matthews hat den Auf­stieg seines Dorfes zum Besu­cher-Magne­ten mit­erlebt: „Als ich klein war, gab's hier nur Mais­fel­der”, sagt er und zeigt auf die Umge­bung, wo die Smoky Moun­tains in den Himmel ragen. Sie gehören zum Great Smoky Moun­tain Natio­nal Park, dem mit neun Mil­lio­nen Gästen pro Jahr meist­besuch­ten Natio­nal­park der USA. Der höchste Gipfel dort, der Cling­mans Dome, ist 2025 Meter hoch.

Pigeon Forge ist das Einfallstor in das Natur­schutz­gebiet, ein lang­gestreck­ter Ort an einem sechss­puri­gen Parkway, an dem sich die Attrak­tio­nen auf­rei­hen: Restau­rants, Showbüh­nen, Ein­kaufs­zen­tren und Ver­gnü­gungs­parks. Früher blühte hier im Tal die Land­wirt­schaft, und in den dahin­ter lie­gen­den Bergen wurden ohne Rück­sicht auf Ver­luste Kohle und Holz abge­baut. Zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts waren die Ber­grü­cken fast kahl­geschla­gen. Erosion ver­ursachte Erd­rut­sche, und um 1920 begann der Kampf zur Rettung der fast zer­stör­ten Idylle.

Pigeon Forge und Smoky Mountains

Eine Schlange von Restau­rants und Ver­gnü­gungs­parks: Pigeon Forge ist ein fünf Kilo­meter langer Ort am Parkway 441. (Bild: Ten­nes­see Tourism/dpa/tmn)

Die Holz­fäl­ler zogen weg, als es nichts mehr abzu­sägen gab, das Land der Berg­bevöl­kerung wurde auf­gekauft. 1934 wurden die Great Smoky Moun­tains im Grenz­gebiet zu North Caro­lina zum US-Natio­nal­park. Pigeon Forge begann zu wachsen. Als das benach­barte Knoxville 1984 die Wel­taus­stel­lung austrug, kam der Tou­ris­mus in Gang. Er war ein Segen für die ver­armte Gegend, zog Inves­toren an und gab den Süd­staat­lern Gele­gen­heit, ihre Gast­freund­schaft zu bewei­sen.

Europäer mögen in Pigeon Forge vor allem ihre Kli­schees bestätigt finden - aber inmit­ten der grellen Unter­hal­tung zeigt der Süden hier sein freund­liches, ura­meri­kani­sches Gesicht. Elf Mil­lio­nen Besu­cher strömen pro Jahr den Parkway entlang, sagt der Tou­ris­mus­direk­tor der Stadt, Leon Downey. Die Hotels sind erschwing­lich und die Natur der Smokys nur einen Kat­zen­sprung ent­fernt. „Die Leute lieben dieses Kon­trast­pro­gramm”, meint Downey. Den Natio­nal­park erleb­ten sie aber „oft nur durch die Wind­schutz­scheibe, weil sie die knappe Urlaubs­zeit nutzen wollen, um all die anderen Ange­bote hier wahr­zuneh­men.”

Pigeon Forge und Smoky Mountains

Die Show „Wings of America” mit Weiß­kopf­adlern gehört zu den Attrak­tio­nen im Frei­zeit­park „Dol­lywood” in Pigeon Forge. (Bild: Ten­nes­see Tourism/dpa/tmn)

Achterbahnen gibt es in Pigeon Forge an jeder Ecke. Fünf Kilo­meter lang ist die Schlange der Restau­rants, am Parkway 441 muss für Ver­gnü­gen und Völ­lerei nur auf den Park­platz abge­bogen werden. Kinder geraten in der künst­lichen Dia­man­ten­mine in den Gold-, Mütter in den Kauf­rausch. Und Väter werden zu Helden, weil sie alles bezah­len. „Es ist ein ganz bewusst auf die Familie abge­stimm­tes Pro­gramm, das die Gene­ratio­nen gemein­sam unter­hal­ten soll”, sagt Deborah Fee Newsom, deren Firma vier Bühnen im Ort unter­hält. Ihre neueste Errun­gen­schaft ist ein Zau­berer: Terry Evans­wood sägt seine Assis­ten­tin aus­ein­ander und bekun­det am Ende „Gott hat mir meinen Traum erfüllt”. Er zeigt damit deut­lich, dass die Gegend zum „Bibel­gür­tel” der USA gehört.

Mit Gott und Sternenbanner tritt auch die Country-Sän­gerin Dolly Parton an. Parton stammt aus der kleinen Stadt Locust Ridge und wuchs in einer 14-köp­figen Familie in schwie­rigen Ver­hält­nis­sen auf. Heute ist die 62-Jährige ein Super­star und ver­sucht, ihrer einst bit­ter­armen Heimat zu helfen. 1986 machte sie aus dem Rum­mel­platz „Silver Dollar City” den Ver­gnü­gungs­park „Dol­lywood”. Auch die Pferde-Show „Dixie-Stam­pede” hat sie nach Pigeon Forge gebracht. In einer über­dach­ten Arena stellen toll­kühne Reiter den US-Bür­ger­krieg nach - die Patrio­ten-Revue läuft bis zu dreimal am Tag vor 1400 Zuschau­ern.

Pigeon Forge und Smoky Mountains

Dreimal am Tag Patrio­ten-Revue: Auch Dolly Partons „Dixie-Stam­pede” gehört zum Unter­hal­tungs­ange­bot in Pigeon Forge. (Bild: Ten­nes­see Tourism/dpa/tmn)

Wem der Rummel am Parkway zu viel wird, kann in die Wildnis des Natio­nal­parks flüch­ten. Dort lockt ein Wan­der­wege­netz von mehr als 1300 Kilo­meter Länge. Das einst fast abge­holzte Gebiet wurde wieder auf­gefors­tet, vor den Bären im Park wird in den Besu­cher­zen­tren gewarnt. „Auf jede Meile kommen zwei Bären”, ver­sichert John LaFevre, ein Berg­wan­derer aus der Gegend. „Aber Schwarz­bären sind in der Regel scheu und meiden die Men­schen, solange die ihren Müll auf­räu­men.”

Auf dem Gipfel des Mount Leconte lockt die einzige Besu­cher-Lodge im Natio­nal­park. Die Hütte ist gefragt: Man muss Monate, wenn nicht sogar Jahre im Voraus buchen, um einen Platz zu bekom­men. Knapp drei Stunden dauert der Gip­fel­sturm über schmale Pfade, durch Fel­stun­nel und über kleine Brücken. Schon auf halber Höhe, beim Blick über die Täler der Smokys, scheint der Rummel von Pigeon Forge weit ent­fernt.

Infor­matio­nen: Ten­nes­see Tourism, Horst­hei­der Weg 106a, 33613 Bie­lefeld; Telefon: 0521/986 04 15.

Natio­nal­park Great Smoky Moun­tains (eng­lisch): www.nps.gov/grsm/

Reise-Infos über Pigeon Forge (eng­lisch): www.mypi­geon­forge.com

Infos über die „Dixie Stam­pede” (eng­lisch): www.dixie­stam­pede.com Von Tina Eck, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/04/magazin/reise/traumziele/t/rzo414933.html
Freitag, 04. April 2008, 16:16 © RZ-Online (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum    

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet

Sudoku

Kino
Event-Kalender
Kino-Memo-Quiz
Kino-Memo-Quiz
Doppelkarten für Koblenz
oder Mainz zu gewinnen!
Druckversion