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Freitag, 02. Mai 08

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-Wran­gell/Peters­burg - Nehmen wir die Fähre oder das Flug­zeug? Vor dieser Wahl stehen Rei­sende, die in Südost-Alaska ans „Ende der Welt” wollen. Keine Auto­straße führt in die süd­lichste Ecke des US-Bun­des­staa­tes.

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Val­verde - So also müssen Tene­riffa und Gran Canaria vor gut 30 Jahren aus­gese­hen haben: Vom Mirador de Jinama schweift der Blick weit über das El-Golfo-Tal auf El Hierro.

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Südost-Alaska: Land der Fjorde und Gletscher

Wran­gell/Peters­burg - Nehmen wir die Fähre oder das Flug­zeug? Vor dieser Wahl stehen Rei­sende, die in Südost-Alaska ans „Ende der Welt” wollen. Keine Auto­straße führt in die süd­lichste Ecke des US-Bun­des­staa­tes.

Alaskas Südosten

Petersburg gehört zu den abge­lege­nen Orten in Alaskas Südos­ten, die Besu­cher vor­wie­gend per Flug­zeug oder Fähre errei­chen. (Bild: David/dpa/tmn)

Denn dieser Land­strich liegt als ein schma­ler, zer­klüf­teter Küs­ten­strei­fen zwi­schen den schnee­bedeck­ten Bergen der kana­dischen Provinz British Colum­bia und der Weite des Pazi­fiks. Wie eine Lebens­ader durch­zieht die Was­ser­straße „Inside Passage” diese Natur­land­schaft mit ihren Hun­der­ten von Inseln, Fjorden und immen­sen Glet­schern.

„Das ist der Devil's Stopp”, sagt Tyler Robin­son und deutet vom Cockpit aus auf eine zackig-spitze Fels­for­mation. Das sechs­sit­zige Flug­zeug gleitet über den LeConte-Glet­scher. Dorthin gelan­gen nur ein paar Ber­gzie­gen oder eben der Teufel per­sön­lich, der am Glet­scher stoppt, um die Schön­heit der Erde zu bewun­dern. Tyler lenkt seine Maschine zurück nach Wran­gell, einem 2000-Ein­woh­ner-Ort. Im Büro der Flug­firma zeigt er ein Glet­scher­foto von 2002: „Da ist das Eis noch einige Meter länger” - die Eis­rie­sen schmel­zen, auch in Alaska.

Alaskas Südosten_Paddeln

Paddeln zu den Eis­ber­gen: Vor allem Aktiv­urlau­ber kommen im Südos­ten Alaskas auf ihre Kosten. (Bild: Alaska Divi­sion of Tourism/dpa/tmn)

Durch Wran­gell weht ein Hauch von „Last Fron­tier”, vom „Ende der besie­del­ten Welt”, wie Alaskas Slogan lautet. Vor den Holz­häu­sern mit Elch­gewei­hen an der Fassade stehen Männer in derber Arbeits­klei­dung. Weiß­kopf-See­adler hocken auf den Bäumen, wie anderswo Krähen. Dies ist kein Tou­ris­ten­ort wie Sitka oder Ket­chi­kan, die häufig von Kreuz­fahrt­schif­fen ange­steu­ert werden - Wran­gell ist „echtes Alaska”.

Mit dem Kajak geht es aufs Wasser hinaus, ganz so, wie einst die India­ner große Stre­cken zurück­leg­ten. Leise gleiten die Boote über die ruhige See, dann steigen alle am „Petro­gly­phen-Strand” aus. Boots­füh­rerin Kate ver­sichert: „Wir haben die höchste Kon­zen­tra­tion von Petro­gly­phen in ganz Alaska.” Mehr als 8000 Jahre alt sollen die Bilder aus Stein sein. Hier ist ein Fisch auf einem Felsen zu sehen, dort ein Gesicht auf einem Stein, kunst­volle Relikte aus alter Zeit.

Alaskas Südosten_Boot

Der Weg von A nach B führt oft über Wasser: Wer Alaskas Südos­ten besucht, sollte besser nicht schnell see­krank werden. (Bild: Alaska Divi­sion of Tourism/dpa/tmn)

Ein Boot braust vorbei - Brenda Schwartz gibt Gas, um zum Anan Bear Obser­vatory zu gelan­gen. Die Bären-Beo­bach­tungs­sta­tion, ein tou­ris­tischer Höhe­punkt in der Gegend, ist nur per Boot zu errei­chen. Vom Ufer führt ein gut befes­tig­ter Weg durch den ursprüng­lichen Regen­wald: Riesige Farne, umge­stürzte Bäume und von den Ästen hän­gen­des Moos ver­lei­hen ihm eine mys­tische Stim­mung. Schnell ist die Beo­bach­tungs­sta­tion erreicht, die an einem kleinen Fluss liegt. Tier­freunde und Foto­gra­fen können sich in dem getarn­ten Holz­gebäude unge­sehen auf­hal­ten und so Braun­bären aus nächs­ter Nähe beob­ach­ten.

„Das ist einmalig hier” , erklärt Brenda, „ohne viel Anstren­gung kommt man als Durch­schnitts­rei­sen­der ganz nah an wilde Tiere heran.” Doch nicht ein Bär lässt sich an diesem Tag blicken, denn die Lachse sind wider Erwar­ten noch nicht da. Alaska unter­liegt dem Zyklus der Lachse. Wenn sie im Sommer an ihre Laich­plätze in den Bächen und Flüssen zurück­keh­ren, ziehen sie Bären, Vögel und auch Men­schen an.

Alaskas Südosten_Robbe

Neugierige Blicke in beide Rich­tun­gen - die Tiere in der Bucht des LeConte-Glet­schers bekom­men nicht viele Alaska-Tou­ris­ten zu sehen. (Bild: David/dpa/tmn)

Langsam ent­fernt sich die Fähre, die seit kurzem einige Orte im südöst­lichs­ten Alaska mit­ein­ander ver­bin­det, von Wran­gell. Nur wenige Besu­cher gehen in Coffman Cove, dem Fähr­ter­minal der Prince-of-Wales-Insel, von Bord. Der Tou­ris­mus steckt hier noch in den Anfän­gen. Der gemäßigte Regen­wald umfasst ins­gesamt rund sieben Mil­lio­nen Hektar - Wald, soweit das Auge reicht. Doch auch radikal abge­holzte Flächen sind sicht­bar, die klaf­fende Wunden in die Berg­hänge geris­sen haben.

Die dünn besiedelte Prince-of-Wales- Insel ist gut erschlos­sen mit Straßen, aller­dings sind wenige davon geteert, der Groß­teil besteht aus Schot­ter­pis­ten. Das Auto­fah­ren erfor­dert volle Auf­merk­sam­keit, denn oft wech­seln Rehe die Straßen­seite - oder tatsäch­lich auch Schwarz­bären. Es lohnt sich, den Foto­appa­rat griff­bereit zu halten. An der Ost­seite der Insel befin­det sich der Totem-Park von Kasaan, einem ein­samen Dorf des Haida-Stammes. Ver­steckt im Wald stehen ein Dutzend geschnitz­ter Tot­emp­fähle mit rät­sel­haf­ten Figuren. Sie ver­bild­lichen Geschich­ten der India­ner aus Zeiten ohne Schrift­kul­tur.

Im Ver­gleich zu dieser Ein­sam­keit wirkt das Städt­chen Peters­burg auf der Mitkof-Insel gera­dezu geschäf­tig: Der größte Fische­rei­hafen der „Inside-Passage” birgt die größte Flotte von Heil­butt­fischern welt­weit. Der Fang wird in Fisch­fabri­ken zu Kon­ser­ven ver­arbei­tet.

Barry Bracken legt gerade ab mit seinem Zehn-Meter-Boot „Island Dream”. Der Mee­res­bio­loge bringt Tou­ris­ten, Wis­sen­schaft­ler und Foto­gra­fen zum Eis. „Der LeConte Glet­scher ist recht aktiv”, erklärt der 60-Jährige. „Er bewegt sich 30 Meter am Tag und kalbt viel.” Langsam manövriert Barry um die mes­ser­schar­fen Eis­bro­cken herum - äußerste Vor­sicht ist geboten. Für die Kreuz­fahrt­schiffe ist die LeConte-Bucht zu gefähr­lich. So genießt der Gast bei Barry fast allein die Eiswelt, bei einem Glas Whiskey auf Glet­sche­reis.

Mit großen Augen schauen Seelöwen die Besu­cher an und gleiten flugs mit ihren Babys von den Eis­schol­len ins Wasser. Immer mehr Eis­berge schwim­men vorbei: weiß wie der Schnee oder durch­sich­tig tür­kis­far­ben, immer anders geformt, von der Natur als Kunst­werk geschaf­fen - ihr Anblick wird zum fast spi­ritu­ellen Moment.

Infor­matio­nen: Frem­den­ver­kehrs­amt Alaska, c/o ESTM Tou­ris­mus­mar­keting, Post­fach 1425, 61284 Bad Homburg; Telefon: 06172/92 16 01, E-Mail: es-tm@t-online.de

Reise-Infor­matio­nen über Alaska: www.alaska-travel.de Von Daniela David, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/15/magazin/reise/traumziele/t/rzo417572.html
Dienstag, 15. April 2008, 10:16 © RZ-Online (NewsDesk)
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