IVWPixel Zählpixel
Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Ticker Wetter Regionales Foto des Tages Karikatur Kalender Forum Archiv
Dienstag, 18. Juni 13

Sami Moheddine el Hadsch Washing­ton - Das Pen­tagon hat die Frei­las­sung von neun Gefan­genen aus dem US-Lager Guantánamo Bay in Kuba bekannt­gege­ben. Danach wurden fünf der Häft­linge nach Afgha­nis­tan ent­las­sen...

Gordon BrownLondon - Die Labour-Partei des bri­tischen Pre­mier­minis­ters Gordon Brown hat wich­tige Kom­munal­wah­len haus­hoch gegen die Kon­ser­vati­ven ver­loren und dabei ihr schlech­tes­tes Wahl­ergeb­nis seit vier Jahr­zehn­ten hin­neh­men...

Johan­nes­burg/Harare - Die Oppo­sition in Sim­babwe will an diesem Woche­nende über ihre Teil­nahme an der von der Regie­rung gefor­der­ten Stich­wahl ent­schei­den. Das teilte der Gene­ral­sekretär der Bewe­gung für Demo­kra­tischen...

Wien - Der Inzest-Täter Josef Fritzl ist vor gut 40 Jahren wegen der Ver­gewal­tigung einer jungen Frau ver­urteilt worden. Dies belegen Gerichts­akten, die nun wieder auf­getaucht sind...

Wies­baden - Wer mit der Plas­tik­karte am Auto­maten Geld abheben will, muss schon bei den auto­mati­schen Türöff­nern der Banken auf der Hut sein. Die Polizei habe in den ver­gan­genen Wochen bun­des­weit viele Fälle von...

Rom - Der Vatikan und führende schi­iti­sche Theo­logen aus dem Iran haben sich in Rom auf eine gemein­same Erklärung zum Thema „Glaube und Ver­nunft im Chris­ten­tum und im Islam” geei­nigt.

Akten belegen: Fritzl ein verurteilter Vergewaltiger

Wien - Der Inzest-Täter Josef Fritzl ist vor gut 40 Jahren wegen der Ver­gewal­tigung einer jungen Frau ver­urteilt worden.

Josef Fritzl

Polizeifoto von Josef Fritzl, der den 24 Jahre währen­den Miss­brauch seiner Tochter gestan­den hat.

Dies belegen Gerichts­akten, die nun wieder auf­getaucht sind, wie die „Oberös­ter­rei­chi­schen Nach­rich­ten” Linz am Freitag berich­teten.

Er habe sein 24 Jahre altes Opfer 1967 ver­gewal­tigt. Außer­dem habe er im glei­chen Jahr ver­sucht, eine 21 Jahre alte Frau bei einem Spa­zier­gang in einen Wald zu zerren, um sie zu ver­gewal­tigen. Nach Angaben des Blattes liegen der Justiz des Landes seit Mitt­woch ent­spre­chende Akten vor. Danach sei Fritzl der Polizei auch im Zusam­men­hang mit einem Exhi­bitio­nis­mus­fall gemel­det worden. Nach Angaben der Staats­anwalt­schaft St. Pölten gilt der Vorgang jedoch inzwi­schen als „getilgt”. Ange­sichts des schreck­lichen Ver­bre­chens sollen die bisher dafür gel­ten­den Fristen jetzt aller­dings ver­län­gert werden.

Josef Fritzl

Ein Poli­zei­beam­ter mit einem Foto des gestän­digen Fami­lien­vaters Josef Fritzl.

Die Schwä­gerin Fritzls hatte bereits in einem Inter­view des Bou­levard-Blatts „Öster­reich” vom Don­ners­tag erklärt, ihr Schwa­ger habe bereits vor 40 Jahren wegen Ver­gewal­tigung im Gefäng­nis geses­sen. Inzwi­schen hat eine weitere Frau in Linz behaup­tet, sei­ner­zeit von Fritzl ver­gewal­tigt worden zu sein. Wegen der Ver­jährungs­fris­ten wird die Staats­anwalt­schaft aber keine Aus­kunft mehr über diese Fälle geben, sagte deren Spre­cher am Freitag in St. Pölten. Josef Fritzl hat gestan­den, seine Tochter Eli­sabeth von 1984 an in ein Kel­ler­ver­lies ein­gesperrt und sexuell miss­braucht zu haben. Er zeugte sieben Kinder mit ihr.

Die Behörden in Amstetten hatten bisher stets erklärt, ihnen seien keine Fakten bekannt­gewe­sen, die dagegen spra­chen, dass Fritzl in den 90er Jahren drei Kinder adop­tierte oder als Pfle­gekin­der aufnahm. Die jetzt auf­getauch­ten Akten über die Ver­gewal­tigung lager­ten in den 90ern wegen der Ver­jährung bereits in einem Archiv. Die drei Kinder, die Fritzl annahm, stamm­ten aus dem Inzest mit seiner Tochter. Den Behör­den gau­kelte er damals vor, seine angeb­lich weg­gelau­fene Tochter Eli­sabeth habe die Kinder vor seiner Tür­schwelle abge­legt.

Polizei setzt Untersuchung fort

Die Ermitt­lun­gen nach dem Inzest-Drama in Öster­reich dauern an.

Österreichs Jus­tiz­minis­terin Maria Berger hat sich am Freitag dafür aus­gespro­chen, die soge­nann­ten Til­gungs­fris­ten, nach denen Vor­stra­fen aus einem Regis­ter gelöscht werden, bei Sexual­delik­ten auf das Dop­pelte anzu­heben. Bisher wurden Vor­stra­fen spätes­tens nach 15 Jahren auto­matisch gelöscht. Aller­dings wies sie die For­derung nach schär­feren Strafen in der Zeitung „Kurier” vom Freitag zurück. „Die Strafrah­men gehen hier bis zu 15, 20 Jahre, bei Todes­folge bis zu lebens­läng­lich. Mehr als lebens­läng­lich ist nicht denkbar”, betonte die sozi­alde­mokra­tische Poli­tike­rin.

Eine Sonderkommission der Kri­minal­poli­zei, die im Fall Fritzl ermit­telt, fand inzwi­schen heraus, dass der Täter das Kel­ler­ver­lies, in dem er seine Tochter und drei ihrer Kinder jah­relang gefan­gen hielt, durch ins­gesamt zwei Stahl­türen gesi­chert hatte. Bisher war die Polizei davon aus­gegan­gen, dass das Laby­rinth durch eine einzige, rund 300 Kilo­gramm schwere Stahl­betontür ver­schlos­sen wurde. Dies sagte der Ermitt­lungs­lei­ter Franz Polzer am Freitag.

Inzest-Drama in Österreich

Polizisten stellen am Tatort im Ams­tet­ten volle Müllsä­cke sicher.

Die Exper­ten ver­suchen außer­dem her­aus­fin­den, ob durch die Türen Gas in das Verlies gelei­tet werden konnte. Fritzl hatte seiner Tochter nach deren Aussage gedroht, dass auto­matisch Gas in das Keller­gefäng­nis gelei­tet würde, falls ihm etwas zustoßen sollte. Die Polizei sieht dies als einen der Gründe an, warum die Gefan­genen nie ver­such­ten, den heute 73-jäh­rigen Vater zu über­wäl­tigen.

Polzer betonte, dass es „keinerlei Hin­weise auf Mit­wis­ser und Mit­täter” gebe. Spe­kula­tio­nen, dass die Ehefrau des 73-Jäh­rigen von dem Verlies wusste, bezeich­nete der Kri­mina­list als unfair gegenü­ber der 68-Jäh­rigen. „Das ist eine Sache, die sich nicht in das normale Denk­ver­mögen ein­fügen lässt”, sagte Polzer.

Schon wieder

Solidarität mit den Opfern des Inzest-Dramas in Öster­reich.

Inzwischen zitierte das Bou­levard­blatt „Kro­nen­zei­tung” ehe­malige Mieter des Hauses in der Ybbss­traße, die „Klopf­geräu­sche” aus dem Keller gehört haben wollten. Sie hätten sich aller­dings dabei nichts gedacht, sagten sie dem Blatt vom Freitag.

Der in der Kriminalgeschichte bei­spiel­lose Fall lockt zahl­rei­che „Kata­stro­phen­tou­ris­ten” in die kleine Stadt Ams­tet­ten. Urlau­ber aus Deutsch­land etwa kämen von der Auto­bahn, um einen Blick auf das „Haus des Horrors” zu werfen. „Die Moti­vation, die dahin­ter steht, ist nicht nach­zuvoll­zie­hen”, sagte Vize­bür­ger­meis­terin Ursula Pucheb­ner.

Die Lan­des­kli­nik Ams­tet­ten-Mauer, in der die Opfer unter­gebracht sind und psy­cho­logisch betreut werden, wird inzwi­schen von Jour­nalis­ten, Foto­gra­fen und Kame­rateams aus dem Ausland bela­gert, berich­tete die Tages­zei­tung „Der Stan­dard”. Die Kli­nik­lei­tung musste die Gebäude absch­ließen und einen Sicher­heits­dienst enga­gie­ren, da Foto­gra­fen alles ver­sucht hätten, um in die Wohn­räume der Familie zu kommen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/02/news/t/rzo420907.html
Freitag, 02. Mai 2008, 17:20 © RZ-Online (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe     Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Event-Kalender
RZ-Tickets
RZ-Serie
Neu im Kino Neu im Kino Kino-Programm
Lexikon
Sie kennen ein Wort nicht?
Doppelklick genügt!
TuS Koblenz
TuS Koblenz
Kino-Memo-Quiz
Kino-Memo-Quiz
Doppelkarten für Koblenz
oder Mainz zu gewinnen!
Sudoku
Klasse Intermedial
Newsletter
Druckversion