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Dienstag, 18. Juni 13

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„Nackte Gewalt” bei Hamburger Mai-Krawallen

Hamburg/Berlin - Die seit Jahren bru­tals­ten Kra­walle im Umfeld einer Neonazi-Demons­tra­tion hätten nach Ein­schät­zung der Ham­bur­ger Polizei am 1. Mai zu Todes­fäl­len führen können.

Brennende Barrikade

Polizisten räumen in Hamburg eine bren­nende Bar­rikade.

„Wenn sich die Polizei nicht dazwi­schen gewor­fen hätte, dann hätte es Tote gegeben”, sagte Ein­satz­lei­ter Peter Born.

Besonders von den Rechtsextremisten sei „nackte Gewalt” aus­gegan­gen, betonte Born am Freitag bei seiner Bilanz in der Han­sestadt. Poli­zei­gewerk­schaf­ter gaben eine Mit­schuld dem Ham­bur­ger Ober­ver­wal­tungs­gericht (OVG), das Auf­lagen auf­geho­ben hatte.

Berlin-Kreuzberg

Ein Demons­trant wirft auf einer Demons­tra­tion "Bündnis Linker Gruppen" in Berlin einen Stuhl auf ein Poli­zei­fahr­zeug.

In Nürn­berg verlief eine Demons­tra­tion von knapp 10 000 Men­schen gegen einen NPD-Auf­marsch weit­gehend fried­lich. In Berlin zogen Poli­zei­prä­sident Dieter Glietsch und Innen­sena­tor Ehrhart Körting (SPD) am Freitag trotz ein­zel­ner Gewalt­aus­brüche und Kra­walle von Link­sau­tono­men eine ver­gleichs­weise posi­tive Bilanz. In der Wal­pur­gis­nacht und am 1. Mai wurden in der Haupt­stadt ins­gesamt 162 Men­schen fest­genom­men, 92 sollten einem Haf­trich­ter vor­geführt werden. 103 Poli­zis­ten wurden durch Stein- oder Fla­schen­würfe ver­letzt - im ver­gan­genen Jahr waren es 130 gewesen.

Glietsch, der am Abend des 1. Mai im Stadt­teil Kreuz­berg von Ran­dalie­rern ange­grif­fen und von Leib­wäch­tern in Sicher­heit gebracht worden war, wies Vor­würfe zurück, er habe durch seine Anwe­sen­heit selbst Gewalt pro­voziert. Körting betonte, der Trend der ver­gan­genen Jahre - weg von Straßen­schlach­ten hin zu einem fried­lichen 1. Mai - habe sich fort­gesetzt. Er betonte aber: „Der Spuk ist noch nicht vorbei.”

Umgeworfener Altglasbehälter

Während einer Demons­tra­tion "Bündnis Linker Gruppen" in Berlin-Kreuz­berg haben Akti­vis­ten einen Alt­glas­behäl­ter umge­wor­fen.

In Hamburg rich­teten die Ran­dalie­rer erheb­liche Schäden an, deren Höhe am Freitag zunächst nicht fest­stand. So gingen mehrere Autos und ein Rei­fen­lager in Flammen auf, Geschäfte und Cafes wurden beschä­digt. Nach den Aus­schrei­tun­gen im Stadt­teil Barmbek gab es auch in der Nacht zum Freitag im Schan­zen­vier­tel Zusam­menstöße zwi­schen Polizei und Auto­nomen. Rund 2500 Beamte waren im Einsatz. 30 Poli­zis­ten wurden den Angaben zufolge ver­letzt. Es gab 59 Fest­nah­men.

Hamburg Polizeipräsident Werner Jan­tosch unter­strich die hohe Gewalt­bereit­schaft sowohl auf linker als auch auf rechter Seite. „Die Aggres­sion war so hoch, dass es auch Schwerst­ver­letzte oder Tote hätte geben können.” Das Auf­tre­ten eines soge­nann­ten auto­nomen natio­nalis­tischen Blocks kenne er bislang nur aus den neuen Bun­des­län­dern, sagte Jan­tosch. Von den rund 1500 ver­sam­mel­ten Rechts­extre­mis­ten rech­nete er rund 200 diesem Block zu.

Sinnloser Vandalismus

Am Rande der Demo gegen Rechts: Ein Poli­zist pas­siert einen umge­stürz­ten Wagen.

Rund 6600 Men­schen hatten gegen den Aufzug der Neo­nazis in dem tra­ditio­nel­len Ham­bur­ger Arbei­ter­vier­tel demons­triert. Jan­tosch sagte, viele der Gewalt­täter seien aus anderen Bun­des­län­dern und Staaten ange­reist. Von 59 Fest­genom­menen stamm­ten ledig­lich 15 aus Hamburg. Die meisten seien auch sehr jung gewesen.

Der Hamburger Landesvorsitzende der Deut­schen Poli­zei­gewerk­schaft (DPolG), Joachim Lenders, sagte am Freitag: „Die Gewal­tes­kala­tion ist mit­ver­schul­det durch die OVG-Ent­schei­dung, die die Poli­zei­auf­lagen auf­geho­ben hat und für beide Gruppen die gleiche Marsch­route zuließ.” Der Bun­des­vor­sit­zende der Gewerk­schaft der Polizei (GdP), Konrad Frei­berg, warf der Justiz vor, die Ein­satz­kräfte „in ein Kreuz­feuer linker und rechter Gewalt” geschickt zu haben. Zuvor hatte schon Ham­burgs Innen­sena­tor Udo Nagel (par­tei­los) den Rich­tern eine Mit­schuld an der Eska­lation der Gewalt gegeben.

Im Wasserstrahl

Nach Kra­wal­len setzte die Ham­bur­ger Polizei Was­ser­wer­fer gegen Demons­tran­ten ein.

In Nürn­berg warfen bei einer Abschluss­kund­gebung der NPD am Don­ners­tag Gegen­demons­tran­ten ver­ein­zelt Eier, Fla­schen und Milchtüten auf die rund 1500 Extre­mis­ten. Zur Aus­ein­ander­set­zung zwi­schen Polizei und mili­tan­ten NPD-Gegnern kam es, als diese ver­such­ten, die Poli­zei­kette zu durch­bre­chen. Ins­gesamt gab es 25 Ver­letzte, dar­unter 16 Poli­zis­ten. 48 Per­sonen wurden vor­über­gehend fest­genom­men.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/02/news/t/rzo422082.html
Freitag, 02. Mai 2008, 16:56 © RZ-Online (NewsDesk)
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