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Dienstag, 15. Okt. 19

Der Opel Senator wird 30Rüs­sels­heim - Ein wenig seltsam wirkt es schon, was sich Ende der 70er Jahre bei Opel am oberen Ende der Modell­palette abspielte. Im Grunde ging es darum, einen Nach­fol­ger für bis­herige Top­modelle wie Kapitän...

-Osna­brück/Wolfs­burg - In den 70er Jahren kamen bei VW Namen mit einem beson­deren Klang auf. Mit dem Golf debütierte eine Aus­nah­meer­schei­nung der Auto­welt, und mit dem Namen eines Wüs­ten­win­des kam ein Auto...

Paris/Sochaux - Barocke Karos­serien mit geschwun­genen Kot­flü­geln, frei ste­hende Schein­wer­fer und dazu Weißwand­rei­fen - so sollte lange Zeit ein Auto­klas­siker aus­sehen.

Stutt­gart - Manche Dinge sind schwer vor­stell­bar - aber nicht unwahr­schein­lich. Zum Bei­spiel der Gedanke, dass eine Mer­cedes E-Klasse des Bau­jahrs 2008 ein echtes Kult­objekt sein könnte.

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Kantiger Wüstenwind - Die Erfolgsgeschichte des VW Scirocco

Osna­brück/Wolfs­burg - In den 70er Jahren kamen bei VW Namen mit einem beson­deren Klang auf.

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Exemplare des Ur-Sci­rocco sind heute auf den Straßen kaum noch anzu­tref­fen. (Bild: Geiger/dpa/tmn)

Mit dem Golf debütierte eine Aus­nah­meer­schei­nung der Auto­welt, und mit dem Namen eines Wüs­ten­win­des kam ein Auto, das schnell zu einer Sport­wagen­legende wurde.

Bis heute ist das Image des Namens Sci­rocco so gut, dass Volks­wagen in diesen Tage eine Neu­auf­lage prä­sen­tiert. Darauf haben nicht nur Anhän­ger des Urmo­dells lange gewar­tet. Auf echte Sport­lich­keit musste beim Kauf eines VW viele Jahre ver­zich­tet werden. Zwar gibt es nach wie vor eine GTI-Version des Golf mit viel PS - doch ein sport­liches Auto mit ebenso sport­licher Coupé-Karos­serie ist seit Ein­stel­lung des Corrado 1995 bei VW Fehl­anzeige.

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Sportlenkrad aus den 70er Jahren: Aus heu­tiger Sicht wirkt das Cockpit des Ur-Sci­rocco eher spar­tanisch. (Bild: Geiger/dpa/tmn)

Dieser Mangel an Emo­tio­nalität stellt wie­derum eine Par­allele zu jener Zeit dar, in der VW einst den ersten Sci­rocco ins Ram­pen­licht stellte. 1974 war das - und die Marke hatte damals einiges von ihrer eins­tigen Strahl­kraft ein­gebüßt. Viel zu lange hatten die Kon­zern­her­ren an der ver­alte­ten Heck­motor­tech­nik mit Luft­küh­lung fest­gehal­ten, die neben dem Käfer auch alle anderen Modelle antrieb.

Erstmals gezeigt wurde der Scirocco im März des Jahres 1974 auf dem Auto­salon in Genf - an jenem Ort, an dem im Jahr 2008 auch der aktu­elle Nach­fol­ger zu sehen ist. Doch während die Neu­auf­lage eher einer Unter­neh­mens­stra­tegie im Sinne der Ima­gepo­litur folgt, war der erste Sci­rocco dem Zusam­men­tref­fen glück­licher Umstände zu ver­dan­ken.

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Kanten als Desi­gnmerk­mal - der VW Sci­rocco wirkte mit seinen Formen sei­ner­zeit überaus modern. (Bild: Geiger/dpa/tmn)

Selbst wenn es seltsam erscheint, dürfte auch der damals chro­nische Geld­man­gel in Wolfs­burg ein Grund für die Rea­lisie­rung des Pro­jek­tes gewesen sein. Auf der anderen Seite gab es da noch das Unter­neh­men Karmann in Osna­brück, das mit dem Bau des Karmann Ghia und des Käfer Cabrio gutes Geld ver­dient hatte - und nun befürch­tete, dass der als tech­nische Basis so wich­tige Käfer wegen des Golf bald nicht mehr vom Band laufen würde. Man brauchte also einen Nach­fol­ger.

Dritter im Bunde war der italienische Desi­gner Giorgio Giu­giaro. Der hatte den Auftrag, die Formen des Golf aus­zuar­bei­ten - und kam auf die Idee, dass sich auf dessen Grund­gerüst auch ein schickes Sport­coupé ent­wickeln ließe. Ob die VW-Manager von der Idee angetan waren, ist nicht über­lie­fert - abge­sehen davon hatten sie nicht genug Geld, oder sie wollten es nicht in ein Risiko-Unter­neh­men stecken.

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Motörchen unter der Haube: Der 1,1-Liter-Vier­zylin­der im Basis­modell kam gerade einmal auf 37 kW/50 PS. (Bild: Geiger/dpa/tmn)

Zur Freude der Sci­rocco-Anhän­ger kam es zum Kontakt zwi­schen Karmann und Giu­giaro. Hier waren die Inter­essen deckungs­gleich: Giu­giaro wollte seinen Coupé-Entwurf auf der Straße sehen - bei Karmann sah man darin den idealen Nach­fol­ger für den Karmann Ghia. Nach inten­siver Rechen­arbeit einigte man sich mit VW auf ein Finanz­modell, bei dem die von Karmann aus­geleg­ten Kosten auf jedes gebaute Auto umge­legt wurden, das dann als VW zu den Händ­lern rollte.

Bald sollte sich zeigen, dass der Mut sich gelohnt hatte. Das Design des Sci­rocco wirkte sei­ner­zeit überaus modern. Mit seinen betont kan­tigen Formen und der keil­för­migen Sei­ten­linie stand der sport­liche Volks­wagen auch als ein Symbol für eine neue Zeit da.

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Das Design des Ur-Sci­rocco lie­ferte jedoch der ita­lie­nische Desi­gner Giorgio Giu­giaro. (Bild: Geiger/dpa/tmn)

Mit allen Regeln des Auto­baus der 70er Jahre hatte der Sci­rocco aller­dings nicht gebro­chen. Damals war es durch­aus üblich, dass zu einem sport­lichen Design nicht unbe­dingt die ent­spre­chen­den Fahr­leis­tun­gen gehör­ten. So gab es den Sci­rocco auch mit Motoren, die eher für den gemüt­lichen Sonn­tags­aus­flug gedacht waren: Im Basis­modell wer­kelte ein Vier­zylin­der mit 1,1 Liter Hubraum und gerade einmal 37 kW/50 PS. Wer mehr Geld aus­geben wollte, konnte auch 1,5 Liter Hubraum mit 51 kW/70 PS oder 63 kW/85 PS ordern. Erst von 1976 an gab es das Coupé auch mit dem heute legen­dären Kürzel GTI am Heck. Es wies darauf hin, dass unter der Motor­haube nun ein 1,6-Liter-Motor mit 81 kW/110 PS arbei­tete, der aus dem Audi 80 GTE stammte.

So zeitgemäß der Scirocco zunächst wirkte - auch er kam in die Jahre. Daher wurde 1978 die Optik auf­gefrischt. Rund 501 000 Exem­plare wurden bis 1981 her­gestellt. Eine zweite, bei VW ent­wickelte Gene­ration wurde bis 1993 noch 291 000 Mal gebaut. Von Heiko Haupt, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/03/04/service/auto/liebhaberautos/t/rzo406705.html
Dienstag, 04. März 2008, 11:22 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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