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Freitag, 20. Sept. 19

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VW-Käfer ist Kult - 1978 rollte der letzte deutsche vom Band

Emden/Wolfs­burg - Der VW-Käfer ist längst ein Kult-Auto. Auch wenn er nicht mehr wie einst das Straßen­bild beherrscht, hat er noch viele Fans.

Scheinwerfer von VW Käfer-Modellen

Scheinwerfer von VW-Käfer-Model­len: Zahl­rei­che Clubs in Deutsch­land pflegen den Ruhm des legen­dären Autos. (Bild: dpa)

Vor 30 Jahren, am 19. Januar 1978, lief im VW-Werk Emden der letzte in Deutsch­land gebaute Käfer vom Band.

Liebhaber konnten danach bis Mitte 2003 noch einen im VW-Werk in Mexiko gefer­tig­ten bekom­men - seitdem ist auch dort Schluss. Ins­gesamt wurden 21,5 Mil­lio­nen Stück gebaut. Doch der Käfer „läuft und läuft und läuft”, wie jahr­zehn­telang der Volks­mund gera­dezu lie­bevoll über das zuver­läs­sige Auto sagte. Mehr als 66 000 Käfer waren nach Angaben des Kraft­fahrt­bun­des­amtes Mitte 2007 noch zuge­las­sen.

Zahlreiche Käfer-Clubs in Deutsch­land pflegen den Ruhm des legen­dären Autos, das der Auto­kon­struk­teur Fer­dinand Porsche 1935 mit Weg­gefähr­ten als deut­schen Volks­wagen schuf. Die Natio­nal­sozia­lis­ten wollten damals ein bezahl­bares Auto für das „ganze deut­sche Volk”. Der Kriegs­beginn durch­kreuzte der­artige Pro­duk­tions­pläne.

Der älteste Fanclub ist nach eigenen Angaben die 1975 gegrün­dete Bre­zel­fens­ter­ver­eini­gung mit welt­weit mehr als 800 Mit­glie­dern. Ihr Vor­sit­zen­der Hartmut Schroer aus Nie­der­sayn in Rhein­land-Pfalz ist stolzer Besit­zer meh­rerer Oldies. Sein ältes­ter ist Baujahr 1949 und damit 10 Jahre älter als er selbst. „Er ist grün, hat keine Zier­leis­ten und 60 000 Kilo­meter gelau­fen”, sagt der Förster. Auch ein Sport­modell von 1957 in schwarz gehört zum Fuhr­park. „Der ist wie neu. Er gehörte einem Koh­len­händ­ler, der keinen Füh­rer­schein hatte.” Sein „schnells­ter” ist ein roter Käfer 1303 von 1973. „Der hat eine zwei Liter Porsche-Maschine drin, fährt 135, ver­braucht aber sehr viel Sprit.”

Zu den zwei Jah­res­tref­fen der „Bre­zel­fens­ter” darf Schroer mit dem „jungen Flitzer” nicht fahren. „Teil­neh­men dürfen nur Käfer mit einem Baujahr vor dem 1. August 1957.” Von da an sei das Heck­fens­ter von oval auf recht­eckig umge­stellt worden, erklärt er. Schroer bewegt seine Käfer ohnehin nur in der Frei­zeit. „Im nor­malen Leben fahre ich neue Autos. Als Förster sehe ich das Wald­ster­ben, da sollte man sich umwelt­gerecht ver­hal­ten.” Die Old­timer seien eine Lieb­habe­rei. „Es muss im Ver­hält­nis stehen, inwie­weit ich die Umwelt belas­ten darf.”

Im Internet sind zahlreiche Fanclubs mit eigenen Seiten zu finden. Unter anderem gibt es Rei­sebe­richte, Fotos, Ange­bote von Ersatz­tei­len und Käfern sowie Hin­weise auf Käfer-Events. Das 4. VW- Hun­dert­tau­sen­der-Treffen 2008 ist vom 23. bis 25. Mai in Hückes­wagen etwa 50 Kilo­meter östlich von Köln. Beim letzten Treffen 2002 waren 250 VW-Old­timer dabei. Bereits am 1. Mai ist in Han­nover das 25. Mai­käfer­tref­fen.

Als „Herbie” war der Käfer Haupt­dar­stel­ler einer Kino­film­reihe der Walt Disney Studios und gelangte welt­weit zu Ruhm. Der erste Film „Ein toller Käfer” unter der Regie von Robert Ste­ven­son von 1969 begeis­terte ein Mil­lio­nen-Pub­likum. Der jüngste Strei­fen „Ein toller Käfer startet durch” kam 2005 in die Kinos. Einen anderen Rekord musste der Käfer aller­dings bereits abgeben: den Pro­duk­tions­rekord, den das Auto seit dem 17. Februar 1972 inne­hatte. „Im Mai 2007 lief der 25-mil­lionste Golf vom Band”, sagt VW-Spre­cher Andreas Meurer. „Der hat ihn also schon längst über­holt.”

Im VW-Werk Emden - zweitgrößter Auto­pro­duk­tions­stand­ort von VW in Deutsch­land - ist der Käfer schon lange Geschichte. 1964 wurde das Werk eröff­net. Noch im selben Jahr lief dort der erste Käfer vom Band. Ins­gesamt waren es am Ende 2,36 Mil­lio­nen. Der letzte dort gefer­tigte Käfer steht im Wolfs­bur­ger Auto-Museum. Mit rund 9600 Beschäf­tig­ten werden in Emden die Passat Limou­sine sowie der Passat Variant gefer­tigt. Eine neue Epoche startet im Werk noch in diesem Jahr. „Im Mai beginnt die Pro­duk­tion des neuen Passat Coupé”, sagt Meurer. Derzeit liefen dort die Vor­berei­tun­gen.

Mit dem New Beetle gibt es seit 1998 einen Nach­fol­ger-Käfer. Das Auto wird als Limou­sine und Cabrio nur im mexi­kani­schen VW-Werk in Puebla gebaut. 2007 liefen dort 66 000 Stück vom Band. Bislang seien seit Pro­duk­tions­beginn ins­gesamt rund eine Million Beetle ver­kauft worden, davon rund 284 000 in Europa, sagte eine VW-Spre­che­rin.

Der alte Käfer wird nach Ansicht Schro­ers weiter seine Fans haben. „Das ist ein Selbst­läu­fer.” Es gebe viele begeis­terte Käfer­fah­rer. Auch unter den Jün­geren, die erst geboren wurden, als das Auto in Deutsch­land schon nicht mehr pro­duziert wurde. „Er läuft und läuft und läuft - das kann man auch auf die Club­szene über­tra­gen.”

Volks­wagen Online-Portal: www.volks­wagen.de

Ältes­ter Fanclub Bre­zel­fens­ter­ver­eini­gung: www.bre­zel­fens­ter­ver­eini­gung.de

Fanclub: www.kae­fer­club.de Von Vera Jansen, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/01/21/service/auto/t/rzo395002.html
Montag, 21. Januar 2008, 12:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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