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Freitag, 20. Sept. 19

Stopp an der AmpelStutt­gart/München - Dass das Auto als der Deut­schen liebs­tes Kind gilt, ist bekannt. Der eigene Wagen wird gehegt und gepflegt, nicht wenige Auto­besit­zer können Daten wie PS...

Weber Sportcars «faster one»Tobel - Einen mehr als 400 Stun­den­kilo­meter schnel­len Super­sport­wagen hat Weber Sport­cars auf die Räder gestellt. Der „faster one” genannte Bolide wird von einem 7,0 Liter großen und 662 kW/900 PS starken V8-Motor mit...

Karosseriekit für den Audi A4 Eggen­fel­den (dpa/tmn) - Für den aktu­ellen Audi A4 hat Rieger Tuning ein neues Karos­serie­kit im Pro­gramm. Es besteht unter anderem aus einer Spoi­ler­lippe (299 Euro)...

Köln - Ford erwei­tert das Moto­ren­ange­bot für die Modelle Mondeo, S-Max und Galaxy. Alle drei Bau­rei­hen sind künftig auch mit einem 2,2 Liter großen Tur­bodie­sel mit 129 kW/175 PS erhält­lich, wie Ford in Köln mit­teilt.

Fried­richs­hafen - Der Begriff Tuning hat sich in kür­zes­ter Zeit zu einem Unwort ent­wickelt. Denn wer spricht schon gern von erstark­ten Motoren und höheren Spit­zen­geschwin­dig­kei­ten, wenn alle Welt über CO2-Ausstoß...

München - Wer seinen Auto-Kof­fer­raum von über­flüs­sigem Ballast befreit, kann Kraft­stoff sparen. Die Ein­spa­run­gen können sich auf zwei bis fünf Prozent Benzin oder Diesel belau­fen.

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Maos Erben geben Gas - Motorshow in Peking

Peking - Nach den USA ist China mitt­ler­weile der größte Auto­markt der Welt.

Chinesische Exoten

Chinesische Inter­pre­tation des Hummer - dieser Nachbau des US-Gelän­dewa­gens steht auf der Messe in Peking. (Bild: Geiger/dpa/tmn)

Auch unter den Her­stel­lern nimmt das Reich der Mitte längst eine Spit­zen­stel­lung ein. Kein Wunder, dass eine Auto­messe in Peking so viel Beach­tung findet wie andere Bran­chen­gip­fel.

Auch wenn das Gros der Aussteller aus dem Inland kommt, die meisten aus­län­dischen Fahr­zeuge in Koope­ratio­nen ent­ste­hen und deshalb kaum für den Export bestimmt sind; auch wenn der Geschmack von Maos Erben mit dem europäi­schen nur bedingt ver­ein­bar ist: Das Mes­sepro­gramm der „Auto China” (noch bis 28. April) hat längst auch im Ausland eine große Bedeu­tung.

Chinesische Exoten

Der Mini als Vorlage - auch solche Kopien sind auf der „Auto China” zusehen. (Bild: Geiger/dpa/tmn)

Das liegt in diesem Jahr vor allem an den deut­schen Her­stel­lern, die Peking als Bühne für die Pre­miere neuer Bau­rei­hen nutzen. So hat Audi auf der Messe den neuen Q5 enthüllt. Als kleiner Ableger des Q7 soll der Fünf­sit­zer im Herbst zu einem Ein­stands­preis, der in Unter­neh­mens­krei­sen auf unter 40 000 Euro geschätzt wird, das Feld der Kompakt-SUVs auf­mischen. Auch Mer­cedes hat mit dem GLK einen kom­pak­ten Gelän­dewa­gen enthüllt. Der Ableger des G-Modells ist kan­tiger als der Q5 und startet eben­falls im Herbst. Seine Preise begin­nen bei knapp über 40 000 Euro. Die dritte Pre­miere aus Deutsch­land zeigt Sport­wagen­her­stel­ler Porsche. Auf dem Stand dreht sich im Ram­pen­licht der „stärkste Cayenne aller Zeiten”: der Turbo S mit 4,8 Liter großem V8-Motor und 404 kW/550 PS für min­des­tens 132 774 Euro.

Neben diesen Geländewagen haben auf der „Auto China” weitere mehr oder minder deut­sche Fahr­zeuge Pre­miere. Einige sind schon bekannt - wie das Stu­fen­heck des Opel Astra oder der in Genf enthüllte Ford Fiesta. Andere werden in Europa nie auf den Markt kommen - etwa die VW-Modelle New Bora und Lavadia. Beide Limou­sinen sind laut VW-Chef Martin Win­ter­korn auf den chi­nesi­schen Geschmack zuge­schnit­ten. Am span­nends­ten erscheint jedoch das Debüt des Smart in China: Dort wird seit gut einem Jahr eine Kopie des Zwei­sit­zers zum Bruch­teil des Preises ange­boten, die es immer öfter auch in Europa gibt. Mer­cedes ficht das nicht an: „Wenn die Chi­nesen uns die Kopie bringen, dann schla­gen wir jetzt mit dem Ori­ginal zurück”, sagt ein Spre­cher.

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Gefälliger Klein­wagen - der chi­nesi­sche Her­stel­ler Cherry zeigt sein neues Modell Fira. (Bild: Geiger/dpa/tmn)

Spannend ist die Messe aber auch wegen der vielen hei­mischen Firmen, die ein Pan­opti­kum der Kurio­sitäten ver­sam­melt haben. Oft wirkt ihr Auf­tritt noch etwas unbe­hol­fen. Doch schwim­men sich die Chi­nesen langsam frei. Davon zeugt auch das Design vieler Studien und Seri­enmo­delle, das über­raschend eigenstän­dig gewor­den ist. Der neue Mit­tel­klasse-Kombi von Bril­liance muss sich optisch nicht vor einem Renault Laguna ver­ste­cken. Der Sport­wagen Tiger von Geely sieht aus, als könne er es auch mit Cor­vette & Co. auf­neh­men. Bei Beijing steht ein Trio aus zwei Limou­sinen und einem Coupé, das man als chi­nesi­sche Antwort auf Lexus sehen kann. Und die Klein­wagen­fami­lie Fira von Cherry muss sich nicht vor Kia Picanto oder Hyundai i10 ver­ste­cken.

Außerdem etabliert sich in China ganz offen­sicht­lich eine Reihe von Desi­gnstu­dios und Ent­wick­lungs­dienst­leis­tern, die wie Pini­farina oder Gui­giaro in Europa auf der Messe mit eigenen Show­cars auf sich auf­merk­sam machen. So steht bei IAT ein Gelän­decoupé, das sport­licher und kon­sequen­ter gezeich­net ist als der BMW X6. Und eine Halle weiter feiert die Ford-Limou­sine Scorpio als schnit­tiges Coupé im Ferrari-Stil zumin­dest dem Namen nach ihr Come­back im Reich der Mitte.

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Sportliches aus Fernost: Der Super­sport­ler Geely Tiger könnte durch­aus der Cor­vette Kon­kur­renz machen. (Bild: Geiger/dpa/tmn)

Neben der sti­lis­tischen Eman­zipa­tion proben die Chi­nesen auch den tech­nischen Auf­stieg und haben für sich spar­same Antriebe und saubere Motoren ent­deckt. Zwar kann man im Abgas­dunst oft tage­lang nicht den Himmel sehen. Doch „das Thema Umwelt steht hier ganz oben auf der Liste”, sagt VW-Statt­hal­ter Ulrich Vahland. So gibt es kaum eine Bühne eines chi­nesi­schen Her­stel­lers, auf der nicht ein Hybrid- oder Elek­tro­auto steht. Oft wirkt die Technik zwar noch wenig aus­gereift. Doch mangelt es nicht an kon­kre­ten und glaub­wür­digen Ankün­digun­gen, wonach in China bald die ersten Hybrid­fahr­zeuge vom Band laufen.

Längst nicht alle Hersteller haben diesen Eigen­sinn und diese Krea­tivität. Auch weil es nach den Erfah­run­gen von Daimler-Chef Dieter Zetsche in der chi­nesi­schen Kultur „eine Art der Ehr­erbie­tung” sei, fremde Ideen kur­zer­hand zu kopie­ren, wirken manche Modelle auf der Messe nach wie vor wie schlechte Pla­giate. So, wie man in der Stadt für umge­rech­net zehn Euro eine Luxus-Uhr oder ein Desi­gner-Hemd kaufen kann, gibt es in den Hallen die Nach­bau­ten europäi­scher Best­sel­ler zum Son­der­preis: Egal ob der aktu­elle Mini oder Fiat Panda, Mer­cedes CLK oder Alfa 159, Hyundai Santa Fe oder Hummer - kaum ein erfolg­rei­ches Auto aus dem Westen, das man auf der Messe nicht auch als freie China-Inter­pre­tation wie­der­fin­det.

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Brilliance muss sich mit seinem neuen Mit­tel­klasse-Kombi nicht vor der eta­blier­ten europäi­schen Kon­kur­renz ver­ste­cken. (Bild: Geiger/dpa/tmn)

Von solchen Kurio­sitäten sollte man sich jedoch nicht täu­schen lassen, warnt Auto­experte Prof. Fer­dinand Duden­höf­fer von der Fach­hoch­schule Gel­sen­kir­chen. Noch kämen die Autos aus China aus einer anderen Welt. „Aber sie wächst rasant und kommt schnell auf uns zu.” Von Thomas Geiger, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/21/service/auto/t/rzo419351.html
Montag, 21. April 2008, 16:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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