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Dienstag, 25. Feb. 20

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Chevrolet HHR 2.4 LT: Dienstwagen für Al Capone

Hamburg - Die Retro-Welle rollt unvermindert weiter. Zwar halten viele Designer den stilistischen Blick zurück längst für überholt. Doch Autos wie der Fiat 500 zeigen, dass der Geist von gestern noch immer Charme hat.

Chevrolet HHR

In den USA wurde der HHR wie­der­holt zum „Coolest Car of the Year” gewählt - jetzt soll er auch die Europäer beglü­cken. (Bild: Che­vro­let)

Ein echter Amerikaner für die europäischen Kunden

Darauf setzt jetzt auch Chevrolet: Nachdem die Schwestermarke von Opel in Deutschland bislang nur koreanische Modelle verkauft hat, die vor allem praktisch und preiswert waren, appelliert sie nun mit dem HHR als erstem echten Amerikaner im europäischen Modellprogramm auch an das Herz der Kundschaft. So ist der Kombi der erste europäische Chevrolet der Neuzeit, nach dem sich die Passanten tatsächlich umdrehen.

Chevrolet HHR

Trotz Oldie-Optik und großem Motor schluckt der HHR für einen Ami erstaun­lich wenig. (Bild: Che­vro­let)

Ein Design im Geist von Gestern

Gezeichnet ist der knapp 4,50 Meter lange Fünfsitzer, der in den USA seit einigen Jahren am Markt ist und dort wiederholt zum „Coolest Car of the Year” ausgezeichnet wurde, wie ein Auto aus den Gangsterfilmen der 50er Jahre. Allerdings wollten die Amerikaner mit dem breiten, verchromten Kühlergrill, der runden Motorhaube, den weit ausgestellten Kotflügeln, dem wuchtigen Heck und den vielen Zierelementen aus glänzendem Chrom nicht an Gangsterboss Al Capone erinnern. Stattdessen hatte sie den Chevrolet Suburban von 1949 vor Augen, mit dem sie die Gattung des Vielzweckfahrzeugs vor mehr als 50 Jahren erfunden haben wollen. Daher erhielt der Wagen auch den „äitsch, äitsch ahrr” ausgesprochenen Namen, der ausgeschrieben Heritage High Roof heißt und an das hohe Dach des Originals erinnern soll. Dass der Retro-Kombi dabei dem etwas älteren und zudem kleineren PT Cruiser von Chrysler ähnelt, ist kein Wunder: Beide Fahrzeuge wurden vom selben Designer, Bryan Nesbitt, entworfen.

Chevrolet HHR

Leider normal: Im Innen­raum endet das coole Design des Kombis im Retro-Look. (Bild: Che­vro­let)

Außen hui, aber innen nur na ja

Zwar hat der HHR ein auffälliges Design und ein stattliches Format. Doch bleibt davon innen wenig übrig: Bis auf einen metallisch glänzenden Schaltknüppel von der Form einer Billardkugel, ein paar Zierringen um die Instrumente und kreisrunden Ablagen in den Türen wirkt der von grauem Kunststoff dominierte Innenraum eher uninspiriert. Und zumindest in der ersten Reihe geht es darüber hinaus ziemlich eng zu. Ohne Zweifel sitzt man sehr bequem auf den dick gepolsterten Ledersesseln, doch Kopf und Knie haben ungewöhnlich oft Kontakt mit der Karosserie. Im Fond dagegen reist man schon besser, und über zu wenig Platz für das Gepäck kann sich niemand beschweren: Wenn der HHR die Klappe aufreißt, passen schon bei aufrechter Rückbank 430 Liter hinein. Und wer die geteilte Rückbank umlegt, kann 960 Liter zuladen. Auf neumodische Extras wie eine verschiebbare Rückbank oder gar variable Einzelsitze in der zweiten Reihe haben die Amerikaner allerdings verzichtet.

Chevrolet HHR

Die hohe Dach­linie, die auf­fäl­ligen Kot­flü­gel und das steil abfal­lende Heck sollen an den Subur­ban von 1949 erin­nern. (Bild: Che­vro­let)

Ambiente wird durch großzügige Ausstattung ersetzt

Was dem HHR innen an Ambiente und Innovation fehlt, macht er mit einer ungewöhnlich kompletten Ausstattung wieder wett: Der Schleuderschutz ESP und vier Airbags sind ohnehin Standard. Und wo andere Hersteller in der Kompaktklasse mit jedem Extra geizen, gilt bei den Amerikanern für 22 990 Euro ein All-Inclusive-Tarif. Klimaanlage, Lederpolster, Alufelgen, CD-Player, Sitzheizung, elektrische Fensterheber? Alles schon drin. Nur Metallic-Lack, Schiebedach und die antiquierte Vier-Stufen-Automatik kosten extra.

Chevrolet HHR

Wer die Rück­bank umlegt, ver­größert das Fas­sungs­ver­mögen von 430 auf 960 Liter. (Bild: Che­vro­let)

Ein gemütlicher Gleiter

Unter der wuchtigen Haube des HHR steckt ein Vierzylinder, der mit 2,4 Litern Hubraum ungewöhnlich groß ausfällt und mit 125 kW/170 PS für ein Auto dieses Formats überraschend viel Kraft hat. Doch daraus auf sonderlich sportliche Fahrleistungen zu schließen, wäre verfehlt. Zwar stehen im Datenblatt 9,1 Sekunden für den Sprint von Null auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h). Doch vor allem auf der Autobahn wirkt der HHR eher wie ein gemütlicher Gleiter und braucht schon etwas Rückenwind, damit er seine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h erreicht. Manch kleiner Diesel fährt da ganz gelassen an ihm vorbei.

Großer Motor mit wenig Durst

Doch dafür hat der große Motor auch nur einen kleinen Durst: Entgegen jedes Vorurteils ist der Amerikaner kein Schluckspecht, sondern im Normzyklus mit 8,6 Litern zufrieden. Passend zum Motor ist auch die Fahrwerksabstimmung eher komfortabel und gelassen als stramm und sportlich. So wird der HHR zum großen Gleiter, mit dem man vortrefflich cruisen, aber eben nicht sonderlich gut rasen kann. Wer einen forschen Fahrstil pflegt, muss sich erst an die etwas weiche Lenkung und die Bremsen gewöhnen, die einen starken Fuß verlangen.

Fazit: Günstiger Kombi mit Blickfang-Charakter

Unterm Strich ist der HHR ein charmanter Kombi in der Kompaktklasse, der deutlich mehr Stil hat als ein Golf Variant oder ein Renault Mégane Grandtour. Er lässt die koreanisch-amerikanische Schnäppchenmarke Chevrolet in einem sympathischen Licht erscheinen und empfiehlt sich als Blickfang für kühle Rechner. Leidenschaftliche Autofahrer mit sportlichen Ambitionen finden sicher bessere Autos. Aber wer ein wenig Eindruck schinden, morgens mit einem Lächeln in die Garage kommen, viel Ausstattung genießen und trotzdem wenig bezahlen will, der trifft mit dem HHR keine schlechte Wahl.
DATENBLATT: Chevrolet HHR 2.4 LT
Motor und Antrieb: Vierzylinder-Benzinmotor
Hubraum: 2399 ccm
Max. Leistung: 125 kW/170 PS bei 6200 U/min
Max. Drehmoment: 222 Nm bei 4800 U/min
Antrieb: Frontantrieb
Getriebe: Fünfgang-Schaltgetriebe
Maße und Gewichte:
Länge: 4475 mm
Breite: 1755 mm
Höhe: 1588 mm
Radstand: 2631 mm
Leergewicht: 1470 kg
Zuladung: 453 kg
Kofferraumvolumen: 430-960 Liter
Fahrdaten:
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 9,1 s
Durchschnittsverbrauch: 8,6 Liter/100 km
Reichweite: 710 km
CO2-Emission: 207 g/km
Kraftstoff: Superbenzin
Schadstoffklasse: EU4
Kosten:
Basispreis der Modellreihe: 22 990 Euro
Grundpreis des 2,4 LT: 22 990 Euro
Typklassen: KH 19/VK 24 /TK 18
Kfz-Steuer pro Jahr: 162 Euro/Jahr
Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke
Wichtige Serienausstattung:
Sicherheit: ESP, Front- und Vorhang-Airbags
Komfort: Klima- und Musikanlage, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/03/12/service/auto/test/t/rzo408991.html
Mittwoch, 12. März 2008, 10:23 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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