IVWPixel Zählpixel
Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Gesundheit Beruf Lexikon
Freitag, 3. Juli 20
RZ-Akademie

München/Regens­burg - Schon Kinder sollten nach Ansicht von Exper­ten an inter­natio­nalen Begeg­nungs­pro­jek­ten teil­neh­men. Eine Studie aus dem Jahr 2007 habe gezeigt, dass schon Kurz­zeit-Jugend­begeg­nun­gen Aus­wir­kun­gen auf...

Berlin/Düs­sel­dorf - Eine Wei­ter­bil­dung kann Arbeit­neh­mer nicht nur per­sön­lich vor­anbrin­gen - sie zahlt sich oft auch finan­ziell aus. So erhal­ten sechs von zehn Teil­neh­mern eines Wei­ter­bil­dungs­kur­ses nach eigenen...

Bonn - Für ange­hende Lehr­linge startet zum 1. August eine neue Aus­bil­dung zum Pro­duk­tions­tech­nolo­gen. Azubis lernen dabei, neue tech­nische Ver­fah­ren im Maschi­nen­bau oder in der Fahr­zeug­pro­duk­tion zu ent­wickeln.

Bonn - Wenn Arbeit­neh­mer sich häu­figer krank­schrei­ben lassen, als sie tatsäch­lich krank sind, lässt sich das oft erken­nen. Auffäl­lig seien etwa beson­ders häufige Kran­ken­tage zu Beginn oder zum Ende der Kalen­der­woche.

Osna­brück - Erst­mals zum Win­ter­semes­ter 2008/09 bietet die Fach­hoch­schule Osna­brück den Bache­lor-Stu­dien­gang Indus­trial Design an. Es handelt sich dabei um ein voll­wer­tiges Desi­gnstu­dium mit...

Tau­nus­stein - Fast jeder zehnte deut­sche Beschäf­tigte (neun Prozent) hat seinen Partner oder seine Part­nerin einer Umfrage zufolge am Arbeits­platz ken­nen­gelernt...

Beruf & Bildung

News  

Recht  

Weiterbildung  

Wie werde ich...  

„Latein zum Anfassen” als Schlüssel zu Asterix

München - Stolz drehen sich Hen­riette und Nadja um sich selbst.

Latein

Passend geklei­det erleben Schüler im Münch­ner „Museum für Abgüsse klas­sischer Bild­werke” die Ver­anstal­tung „Latein zum Anfas­sen”. (Bild: dpa)

Über schlichte weiße Tunikas haben sie grüne Togen dra­piert, in ihre auf­gesteck­ten Haare sind bunte Bänder gefloch­ten.

Die beiden fühlen sich wunderschön als Röme­rin­nen. „Römer haben mich schon immer inter­essiert”, sagt die elf Jahre alte Nadja aus der 5. Klasse des Gym­nasi­ums Unter­haching. „Latein zum Anfas­sen” nennt sich die Ver­anstal­tung im Museum für Abgüsse klas­sischer Bild­werke in München, mit der der Arbeits­kreis Huma­nis­tisches Gym­nasium Schü­lern das Leben in der Antike nahe­brin­gen will. Dabei hätte die soge­nannte tote Sprache nicht viel Werbung nötig. Der Zuwachs an Schü­lern, die Latein als erste Fremd­spra­che wählten, sei gewal­tig, sagt der Arbeits­kreis-Vor­sit­zende Peter Römisch.

180 000 Kinder büffeln derzeit im Frei­staat Bayern nach Angaben der Orga­nisa­tion latei­nische Voka­beln und Gram­matik und setzen sich mit den Werken Ovids oder Caesars aus­ein­ander. „Das Inter­esse an einer Bildung ohne Ver­falls­datum ist groß”, ver­mutet Römisch. Latein sei die Grund­lage der europäi­schen Welt - von England bis Rumä­nien und von Spanien bis Skan­dina­vien. „Das hält Europa zusam­men.”

Die Zeiten, als der Wortschatz stur ein­getrich­tert wurde, sind längst vorbei. Mit Pro­jek­ten ver­suchen die Lehrer, die Kinder für das Fach zu begeis­tern. Latein­leh­rerin Michaela Weigl vom Münch­ner Maxi­milians­gym­nasium ent­wickelte mit ihren Schü­lern zwei Spiele aus der Römer­zeit. „Ludus Lat­run­culo­rum” - Sol­daten­spiel - nennt sich eines davon, bei dem auf einem Brett die Spieler mit roten und weißen Bohnen gegen­ein­ander antre­ten. „Ich finde, das ist eine schöne Abwechs­lung”, sagt die 15-jährige Luise, während sie anderen Kindern bei „Latein zum Anfas­sen” zeigt, wie es geht.

Die acht­jäh­rige Hannah freut sich schon darauf, wenn sie ab Herbst in der 5. Klasse Latein lernen darf. „Ich kann schon ein paar Worte”, ver­kün­det sie stolz. „Mare - das Meer und Saltus - der Sprung.” Auch die elf­jäh­rige Vic­toria findet Latein gar nicht so schwer. „Das meiste hat ja auch was mit deut­schen Worten zu tun”, hat sie fest­gestellt. „Flama - Flamme”, „Video - ich sehe” und „Crimen - Ver­bre­chen” hat sie auf einen Zettel geschrie­ben.

Latein sei eben auch im Alltag nütz­lich, da sind sich die meisten Kinder einig. „Wenn man Arzt oder Apo­the­ker werden will, muss man das wissen”, sagt Moritz (12). Andere Kinder wollen die Sprache eher in der Frei­zeit ein­set­zen. Die einen wollen Asterix und Obelix besser ver­ste­hen oder die Zau­ber­sprüche auf Harry Potter ent­rät­seln können. Hannah hat einen ganz beson­deren Antrieb, warum sie vom kom­men­den Schul­jahr an in die Geheim­nisse der latei­nischen Sprache ein­tau­chen will: „Da kann ich eine Geheim­spra­che haben mit meiner besten Freun­din.”

Weitere Infor­matio­nen: www.klas­sische-bildung.de Von Cordula Dieck­mann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/02/service/berufbildung/t/rzo414335.html
Mittwoch, 02. April 2008, 17:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Druckversion