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Donnerstag, 27. Feb. 20
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Wie werde ich...? Schlafwagenschaffner

Hamburg/Dort­mund - Kurz nach dem Abendes­sen beginnt für Wolf­gang Kriesel in Hamburg der Arbeits­tag.

Schlafwagenschaffner

Im Nacht­zug werden den Gästen am Morgen Kaffee und frische Croissants gebracht. (Bild: DB AG/Schmid/dpa/tmn)

Er endet am nächs­ten Morgen in Paris. Nach wei­teren 24 Stunden kehrt er dann nach Hause zurück.

„Seit 30 Jahren bin ich nachts in Europa unter­wegs und noch kein biss­chen müde”, erzählt der Schlaf­wagen­schaff­ner. Diesmal steht wieder einmal seine Lieb­lings­stre­cke in die franzö­sische Haupt­stadt auf dem Dienst­plan.

Schlafwagenschaffner ist kein Aus­bil­dungs­beruf, sondern ein Job für „Nacht­eulen”, die sich für Arbeit in fah­ren­den Zügen begeis­tern können. Es gibt keine fest­geleg­ten Bewer­bungs­vor­aus­set­zun­gen. Die Eignung wird indi­vidu­ell fest­gestellt. „Derzeit beschäf­tigen wir ins­gesamt 685 Mit­arbei­ter, 220 davon sind Frauen”, sagt Stefan Kar­pen­stein von der DB AutoZug in Dort­mund, die die deut­schen Schlaf­wagen betreibt.

Neben einem festen Mitarbeiterstamm rekru­tiert die DB AutoZug ihr Per­sonal nach Bedarf. Zu bestimm­ten Zeiten wie in der Win­ter­sport­sai­son oder den Som­mer­ferien ver­keh­ren mehr Schlaf- und Lie­gewa­gen als zu anderen Zeiten. Die Jobs sind begehrt. „Derzeit wird aller­dings nicht ein­gestellt”, heißt es bei der Deut­schen Bahn. „Die Aus­bil­dung erfolgt durch Ein­wei­sun­gen und Schu­lun­gen”, sagt Kar­pen­stein. Von Vorteil seien Ser­viceer­fah­run­gen in Gastro­nomie und Hotel­gewerbe. Kriesel ist stu­dier­ter Sozi­alpäd­agoge und begeis­terte sich für den Beruf des Schlaf­wagen­schaff­ners, als er seinem Vater bei dessen Touren zur Hand ging. So hing er die Erzie­her­tätig­keit an den Nagel und machte das nächt­liche Reisen zum Brot­erwerb: „Ich bin begeis­ter­ter Bahn­fah­rer und kom­biniere so Beruf und Lei­den­schaft.”

In Deutsch­land rollen Schlaf­wagen seit etwa 140 Jahren, und so alt ist auch der Beruf. Die moderne Bezeich­nung lautet wenig aus­sage­kräf­tig Ser­vice­mit­arbei­ter. Der Service beginnt mit der Hilfe beim Ein­stei­gen und beim Ver­stauen des Gepäcks sowie beim Aus­stei­gen am Zielort. Wer vor der Abreise nicht mehr zum Abendes­sen kam, kann bei den dienst­baren Männern und Frauen des Schlaf­wagens noch einen Imbiss ordern. „In den neuen Waggons gibt es auch eine Mikro­welle für die Zube­rei­tung kleiner Speisen.”

Schlafwagenschaffner leisten Nacht­arbeit. „Ein Schläf­chen zwi­schen­durch ist nicht drin”, meint Kriesel. Das holt er dann in einem Pariser Hotel nach, wenn er in einem Bistro gefrühstückt hat. Am Abend fährt der Nacht­zug nach Hamburg zurück, Kriesel betreut dann wieder die Gäste.

Die Arbeits­zeit beträgt 40 Stunden in der Woche. Jeder Reise wird nach Dienst­stun­den abge­rech­net. Kriesel ist so sieben bis acht Mal pro Monat unter­wegs. Bei der Dien­stein­tei­lung können die Schlaf­wagen­schaff­ner Wünsche äußern. „Manche Kol­legen fahren lieber lange Stre­cken, die anderen kurze.”

Weintere Infor­matio­nen: www.city­night­line.ch Von Horst Heinz Grimm, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/01/07/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo391362.html
Montag, 07. Januar 2008, 10:24 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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