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Mittwoch, 07. Mai 08

Los Angeles - Nur wenige Monate nach dem dra­mati­schen Streik der Dreh­buch­auto­ren in Hol­lywood wächst in der Traum­fabrik die Angst vor einem neuen Arbeits­kampf. Am Diens­tag­abend (Orts­zeit) platz­ten die Ver­hand­lun­gen...

Locarno (dpa) - Die US-ame­rika­nische Pro­duzen­tin Chris­tine Vachon erhält den dies­jäh­rigen Rai­mondo Rez­zonico Preis. Die Aus­zeich­nung werde im Rahmen des 61. Film­fes­tivals von Locarno...

London - Robert Downey Jr. (43) soll auch in dem Sequel von „Iron Man” die Haup­trolle spielen. Die Ver­fil­mung des gleich­nami­gen Comic-Klas­sikers star­tete am ver­gan­genen Woche­nende mit einem sen­satio­nel­len...

Hamburg - Im Nach­lass von Klaus Kinski ist nach einem Bericht der Pro­gramm­zeit­schrift „Hörzu” ein Dreh­buch ent­deckt worden, das der Schau­spie­ler in den 80er Jahren selbst geschrie­ben hat.

Los Angeles/New York - Die deftige Tee­nager-Komödie „Super­bad” geht mit fünf Nomi­nie­run­gen als Favorit in das Rennen um die MTV Movie Awards.

Los Angeles - Einer vierten Folge von „Mission Impos­sible” mit Tom Cruise (45) steht nichts im Wege, zumin­dest nicht aus Sicht von Sumner Red­stone (84).

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Frederick Lau hält „Freischwimmer” über Wasser

Hamburg - Ein Schwimm-As wird ermor­det, ein schwer­höri­ger Junge gepie­sackt, Puppen und Men­schen werden auf­geschlitzt.

«Freischwimmer»

Rico Bartsch (Fre­derick Lau) ist ein Außen­sei­ter.

Doch den dunklen Seiten zum Trotz hüpft ein Bambi fidel über die Wiese und der Schü­ler­chor träl­lert ein Volks­lied­chen.

„Freischwimmer” von Andreas Kleinert ist ein unge­wöhn­licher Film, eine Mischung aus Thril­ler, Märchen, Drama und absur­dem Theater. Leider ist er dadurch etwas über­frach­tet. Vor allem Dank Haupt­dar­stel­ler Fre­derick Lau gelingt es „Freischwim­mer” aber, über Wasser zu bleiben.

Lau wurde gerade für seine Neben­rolle des debilen Tim in Dennis Gansels Fana­tis­mus-Drama „Die Welle” mit dem Deut­schen Film­preis 2008 aus­gezeich­net. Wie hier spielt der 18-Jährige auch in anderen Filmen Außen­sei­ter, die von der Gesell­schaft nicht ange­nom­men und von Mit­menschen ver­letzt werden. Kein Jungs­chau­spie­ler kann so beein­dru­ckend das Gesicht eines ver­zwei­fel­ten Men­schen auf­set­zen, der einfach nicht begrei­fen will, warum er nicht dazu gehört. Lau legt die Stirn in Sor­gen­fal­ten, weitet die Nasen­flü­gel und zieht die Mund­win­kel nach unten. Dazu ein von Demut getränk­ter Gang, fertig ist der „Looser”.

Den verkörpert Lau auch wieder her­aus­ragend im „Freischwim­mer”: In Klei­nerts Film spielt er den schwer­höri­gen Rico, der unbe­dingt sein Schwimm­abzei­chen machen will. Viel­leicht, so meint er, gewinnt er dann ja die Wert­schät­zung des Schwimm­leh­rers und der hüb­schen Mit­schü­lerin Regine. Sein Feind ist der breit­schult­rige Robert, der gleich zu Beginn der Geschichte mit einem ver­gif­teten Sah­nege­bäck („Lie­bes­kno­chen”) getötet wird.

Es ist ein Genuss, Lau dabei zuzu­sehen, wie er den Kampf um Aner­ken­nung auf­nimmt: Immer wieder übt er 25 Meter zu tauchen. Macho-Sport­leh­rer Richard (Devid Strie­sow), der noch dazu der neue Partner von Ricos Mutter ist, winkt genervt ab. Balsam auf Ricos geschun­dene Seele ist da die Freund­schaft zu dem fein­geis­tigen Deutsch­leh­rer Martin Wegner (August Diehl). Doch der ent­puppt sich nach und nach als ein ganz Anderer als er scheint.

„Der Film ist eine makabere tra­giko­mische Tour der Emo­tio­nen, fernab aller Gen­refest­legung”, sagt Klei­nert, der vor allem als Regis­seur zahl­rei­cher Fern­seh­kri­mis („Poli­zei­ruf 110”, „Schi­man­ski”) bekannt ist. „Er ist eine Polemik gegen einen schi­cken fil­mischen Rea­lis­mus­wahn und eine bit­ter­süße Polemik gegen eine satte Gesell­schaft, die davon über­zeugt ist, dass sie ganz redlich funk­tio­niert.”

Denn das Klein­stadt­idyll trügt. Die über­zeich­neten Figuren der mär­chen­haf­ten Geschichte (Buch: Thomas Wen­drich) machen den Kon­trast deut­lich: Regine (Alice Dwyer) mit ihren roten Lippen und dem weißblon­den Haar wirkt wie das Antischnee­witt­chen, Lehrer Wegner ist mit seinem Bart und den Öko-Lat­schen der schein­bar harm­lose Denker und doch die Verkör­perung der Hexe.

Die stereotypen Figuren sind her­vor­ragend besetzt: Neben Diehl, Strie­sow und Lau sieht man Fritzi Haber­landt als naive Musik­leh­rerin und Jürgen Tarrach als dick­bäu­chi­gen Rektor, der sich lieber nicht ein­mischt. Gegen Ende wird die Geschichte zuneh­mend surreal und absurd, was dem Ganzen eine eigentüm­liche Komik gibt, den Film aber auch schwie­rig macht. Rico alias Lau aber geht schließ­lich als Gewin­ner hervor und da erstrahlt plötz­lich sein Gesicht vor Freude. Von Susanne Schmet­kamp, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/06/magazin/kino/t/rzo422856.html
Montag, 05. Mai 2008, 9:35 © RZ-Online (NewsDesk)
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