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Mittwoch, 07. Mai 08

Eichstätt 3Eichstätt - Die Eichstät­ter feiern in diesem Jahr das 1100-jährige Beste­hen ihrer Stadt. Im Natur­park Alt­mühl­tal gelegen ver­brei­ten mit­tel­alter­liche Kirchen und Paläste...

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Eichstätt in Bayern feiert 1100-jähriges Bestehen

Eichstätt - Die Eichstät­ter feiern in diesem Jahr das 1100-jährige Beste­hen ihrer Stadt.

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Der Wil­libald-Brunnen erin­nert an den Hei­ligen, der als katho­lischer Mis­sio­nar aus England in die Region kam. (Bild: Tourist Infor­mation Eichstätt/dpa/tmn)

Im Natur­park Alt­mühl­tal gelegen ver­brei­ten mit­tel­alter­liche Kirchen und Paläste, Plätze und Gassen ita­lie­nisches Flair im Frei­staat.

Die alte Bischofs-, Bildungs- und Beam­ten­stadt lohnt beson­ders in diesem Jahr einen Besuch. Und ganz sti­lecht kann man in der katho­lischs­ten Gemeinde Bayerns auch über­nach­ten - im Gästehaus eines Klos­ters. Der Weg hinauf zum Frau­enberg, gut 100 Meter über der Fluss­schleife der Altmühl, ist steil. An der Mari­enka­pelle beginnt die neue Attrak­tion von Eichstätt zum Stadt­jubiläum - der Kunst- und Skulp­turen­weg.

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Auch der Kreuz­gang kann sich sehen lassen - vom Resi­denz­platz sind es nur ein paar Schritte zum goti­schen Dom. (Bild: Tourist Infor­mation Eichstätt/dpa/tmn)

Acht Monate Kunst am Frau­enberg ist das Motto des unge­wöhn­lichen Weges mit seinen 19 Plas­tiken und Instal­latio­nen, die von Bild­hau­ern, Kunst­päd­ago­gen, Kera­mike­rin­nen und Sil­ber­schmie­den geschaf­fen wurden und die Geschichte der Bischofs­stadt zum Thema haben. Der Eichstät­ter Bild­hauer Raphael Graf schuf gleich zwei der groß­for­mati­gen Objekte, die bis Ende Oktober 2008 auf dem Ber­grü­cken stehen und eine Brücke zwi­schen Kunst und Natur bauen sollen.

Eichstätt wurde am 5. Februar 908 durch König Ludwig IV. das Recht ver­lie­hen, Märkte abzu­hal­ten, Münzen zu prägen, Zölle zu erheben und die kleine Sied­lung gegen feind­liche Angrei­fer zu befes­tigen. Dieses Datum gilt seitdem als die Stadt­grün­dung. „Eichstätt ist eine kleine Stadt mit bedeu­ten­den Bau­wer­ken. Kirchen, Palais und die Plätze in der Alt­stadt sind ein wahres Eldo­rado für jeden Archi­tek­tur­stu­den­ten”, sagt die Kunst­his­tori­kerin Claudia Grund, die Besu­cher beim Gang durch die engen Gassen der Alt­stadt auf eine Zeit­reise in die Ver­gan­gen­heit mit­nimmt.

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Der Burg­gar­ten „Hortus Eys­tet­tenis” beher­bergt zahl­rei­che Blumen- und Pflan­zen­arten aus der Frühen Neuzeit. (Bild: Tourist Infor­mation Eichstätt/dpa/tmn)

Heute hat Eichstätt, das nur rund 20 Kilo­meter vom geo­gra­fischen Mit­tel­punkt des Frei­staa­tes Bayern ent­fernt liegt, gerade 14 000 Ein­woh­ner und ist mit ihrer katho­lischen Hoch­schule und rund 4000 Stu­den­ten die kleinste Uni­ver­sitäts­stadt Europas. Auf nur rund 500 Metern entlang des Altmühl-Flusses ist das his­tori­sche Zentrum über die Jahr­hun­derte ent­stan­den. „Wir sind zwar über­schau­bar, aber nicht pro­vin­ziell”, sagt Claudia Grund.

Dafür sorgen schon die palaisartigen Bauten, die ita­lie­nische Archi­tek­ten im 18. Jahr­hun­dert für die regie­ren­den Fürst­bischöfe errich­teten. Höhe­punkt eines jeden Stadt­rund­gangs mit Claudia Grund ist denn auch der Resi­denz­platz. Hier reihen sich pracht­volle Barock­fassa­den des ita­lie­nischen Planers Gabriel de Gabri­eli aus dem 18. Jahr­hun­dert im Hal­brund um das ehe­malige fürst­bischöf­liche Palais. Zwei Spring­brun­nen sorgen an heißen Som­mer­tagen für ange­nehme Frische. Was­ser­spei­ende Putten sitzen auf dem Becken­rand.

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Auf der 21 Meter hohen Mari­ensäule ist das goldene Stand­bild der Mut­ter­got­tes zu sehen. (Bild: Tourist Infor­mation Eichstätt/dpa/tmn)

Das alles wird über­ragt von der 21 Meter hohen Mari­ensäule mit dem gol­denen Stand­bild der Mut­ter­got­tes, die der ita­lie­nische Bau­meis­ter Mau­ritio Pedetti 1776 und 1777 schuf. „Bei diesem Platz mit dem ita­lie­nischen Flair fällt einem natür­lich sofort die römi­sche Piazza Navona mit ihren beiden Brunnen ein”, sagt Claudia Grund.

Vom Residenzplatz sind es nur ein paar Schritte zum Dom. Die ab 1256 erbaute goti­sche Hal­len­kir­che mit ihren beiden mäch­tigen Glock­entür­men ist die Grab­stätte des hei­ligen Wil­libald, der als katho­lischer Mis­sio­nar aus England in die Region kam und erster Ober­hirte des Bistums Eichstätt wurde. Bedeu­tendste Kirche neben dem Dom ist am Rand der Alt­stadt die pracht­voll aus­gestat­tete barocke Pfarr­kir­che St. Walburg des Bene­dik­tine­rin­nen­klos­ters mit dem Grab der hei­ligen Wal­burga.

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Die Putten haben die Barock­fassa­den am Resi­denz­platz gut im Blick - Bau­meis­ter war der Ita­lie­ner Gabriel de Gabri­eli. (Bild: Meier/dpa/tmn)

Abstecher führen auf den Alt­mühl­tal-Pan­ora­maweg, der zu Deutsch­lands besten Wan­der­wegen, den „Top­trails”, zählt. Auf einer 15 Kilo­meter langen Rund­tour, der „Eichstät­ter Schlaufe 14”, ent­deckt man zu Fuß die ruhige Natur um die alte Bischofs­stadt. Blu­men­freunde zieht es zur Wil­libalds­burg über Eichstätt: Der Burg­gar­ten „Hortus Eys­tet­tenis”, im 17. Jahr­hun­dert ange­legt von Fürst­bischof Konrad von Gem­min­gen, beher­bergt zahl­rei­che Blumen- und Pflan­zen­arten aus dama­liger Zeit.

Stilvoll nächtigen die Besucher Eichstätts in einer ganz beson­deren Her­berge: Das Gästehaus der Bene­dik­tine­rin­nen­abtei St. Walburg bietet den Rei­sen­den 19 geräu­mige Zimmer. Anders als in Hotels gibt es hier weder Fern­seher, Radio, Telefon und Minibar - dafür aber jede Menge Ruhe.

Infor­matio­nen: Tourist-Infor­mation, Dom­platz 8, 85072 Eichstätt, Telefon: 08421/600 14 00; Natur­park Alt­mühl­tal, Notre Dame 1, 85072 Eichstätt, Telefon: 08421/987 60

INFO: Viele Son­der­führun­gen im Jubiläums­jahr

Kunst und Kultur begeg­nen den Besu­chern in Eichstätt auf Schritt und Tritt. Bei beson­deren Stadt­spa­zier­gän­gen können Gäste am 20. Juli auch das Span­nungs­feld zwi­schen den his­tori­schen Gebäu­den und den moder­nen Bauten der Uni­ver­sität erkun­den. Heraus­ragen­des Bei­spiel ist die futu­ris­tisch anmu­tende glä­serne Zen­tral­biblio­thek der Hoch­schule. „Innen­ansich­ten - Ver­steckte Schätze in his­tori­schen Gebäu­den” heißen am 28. Sep­tem­ber Rund­gänge durch die ele­gan­ten Salons der ehe­mali­gen fürst­bischöf­lichen Resi­denz mit dem Trep­pen­haus von Mau­ritio Pedetti.

Höhe­punkt des Jubiläums­jah­res ist das his­tori­sche Fest­wochen­ende vom 13. bis 15. Juni mit dem Festzug am Sonntag, bei dem Gruppen und Vereine aus der Stadt in far­ben­präch­tigen Szenen bedeu­tende Ereig­nisse der Geschichte erneut zum Leben erwe­cken. Und am 22. Juni und 21. Sep­tem­ber erzählt die Kunst­his­tori­kerin Claudia Grund als „Frau Pedetti” über das Leben und Treiben im Eichstätt des 18. Jahr­hun­dert. Bei einer Kostüm­führung unter­hält sie die Gäste mit Geschichte und Geschich­ten.

Infor­matio­nen über Eichstätt: www.eich­staett.info

Natur­park Alt­mühl­tal: www.natur­park-alt­muehl­tal.de

Kunst- und Skulp­turen­weg am Frau­enberg: www.kunst­unds­kulp­turen­weg-eich­staett.de

Bistum Eichstätt: www.bistum-eich­staett.de Von Bernd F. Meier, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/02/magazin/reise/deutschland/t/rzo422296.html
Freitag, 02. Mai 2008, 11:16 © RZ-Online (NewsDesk)
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