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Mittwoch, 07. Mai 08

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Halifax: Geschichte und Spuren der „Titanic”

Halifax - Die Stadt hat die Ruhe weg: Halifax an Kanadas Ost­küste mag es gemüt­lich.

Gelassenes Leben in Halifax

Eine Rose für Jack: Seit der „Titanic”-Ver­fil­mung 1997 ist das Grab des Hilfs­arbei­ters in Halifax ein belieb­tes Foto­motiv. (Bild: Rumpf/dpa/tmn)

Wer sich hier auf ein Bier ver­abre­det, muss damit rechnen, ein oder zwei Stunden auf das Ein­tref­fen seiner Freunde zu warten.

Die notorische Unpünktlichkeit der Ein­hei­mischen brachte einst schon einen könig­lich-bri­tischen Trup­pen­kom­man­deur zur Weißglut. Er schenkte der Stadt deshalb 1803 eine große Uhr. Bewirkt hat sie aber wenig: Die „Town Clock” tickt bis heute in einem hüb­schen, acht­ecki­gen Turm am Osthü­gel der Zita­delle vor sich hin, doch mit der Pünkt­lich­keit nimmt man es immer noch nicht so genau.

Gelassenes Leben in Halifax

Trotz Turmuhr: Die Unpünkt­lich­keit der Men­schen in Halifax ist legen­där. (Bild: Des­tina­tion Halifax/Nova Scotia Tourism & Culture/Steve Kaiser/dpa/tmn)

Im Grunde ist diese Gelas­sen­heit einer der sym­pathischs­ten Züge der Stadt. Halifax hat sich trotz mancher Hoch­häu­ser, 280 000 Ein­woh­nern und der längs­ten inner­städ­tischen Hafen­pro­menade der Welt eine nahezu dör­fli­che Atmo­sphäre bewahrt. Kaum zu glauben, dass hier 1995 ein G7-Gipfel statt­fand. Die Haupt­stadt der Provinz Nova Scotia (Neu­schott­land) gab sich damals alle Mühe, als Welt­stadt zu erschei­nen. Die Wahr­heit ist anders, auf den Land­straßen der Provinz begeg­net man eher einem Elch als einem anderen Auto­fah­rer, die Haupt­export­güter sind Weih­nachts­bäume, Hummer und Blau­bee­ren.

Als Touristenziel ist Halifax dafür umso über­zeu­gen­der. Nicht nur, weil es ein guter Start­punkt ist für Touren entlang der kana­dischen Atlan­tik­küste und der Bay of Fundy mit dem höchs­ten Gezei­ten­wech­sel der Erde - 16 Meter beträgt der Unter­schied zwi­schen Ebbe und Flut. Auch die Stadt selbst bietet einiges. 1749 als bri­tischer Militär­pos­ten gegrün­det, ist Halifax eine der ältes­ten Sied­lun­gen der ame­rika­nischen Ost­küste. Die alte Zita­delle, die über der Innen­stadt thront, ver­deut­licht mit ihren Aus­maßen, wie wichtig den Englän­dern die Hafen­stadt war. Sie diente ihnen als militäri­sche Aus­gangs­basis gegen die Fran­zosen und auch im ame­rika­nischen Unab­hän­gig­keits­krieg.

Englisches Erbe

Die Sol­daten mit Bären­fell­mütze sind heute vor allem eine tou­ris­tische Attrak­tion. (Bild: Des­tina­tion Halifax/Nova Scotia Tourism & Culture/W.Hayes/dpa/tmn)

Zu den his­tori­schen Sehens­wür­dig­kei­ten gehört das klas­sizis­tische „Gover­nment House”, es ist der Sitz des offi­ziel­len Ver­tre­ters der bri­tischen Krone. Einen Besuch wert ist auch das „Pro­vince House” von 1819, in dem die 52-köpfige Pro­vinz­ver­samm­lung tagt. Kunst­beflis­sene kommen in der „Anna Leo­nowens Gallery” an der Gran­ville Street auf ihre Kosten. Sie ist benannt nach der legen­dären Eng­lisch­leh­rerin des Königs von Siam - von Jody Foster im Film „Anna und der König” dar­gestellt. Die echte Anna Leo­nowens stammt zwar nicht aus Halifax, hat hier aber einige Zeit gelebt und die Kunst­hoch­schule gegrün­det.

Wer sich für Filmlegenden interessiert , kommt nicht am Mari­time Museum of the Atlan­tic vorbei. Es liegt direkt am Hafen. Hier erfah­ren Besu­cher nicht nur einiges über Piraten und das harte Leben der Atlan­tik-Fischer, im Mit­tel­punkt der Aus­stel­lung steht die am 14. April 1912 südlich von Neu­fund­land gesun­kene „Titanic”. Ver­schie­dene Möbelstü­cke und andere Ori­ginal-Expo­nate von Bord werden gezeigt.

Halifax von oben

Einst bri­tischer Militär­stütz­punkt: Die Zita­delle von Halifax erin­nert noch heute daran. (Bild: Des­tina­tion Halifax/Nova Scotia Tourism & Culture/W.Hayes/dpa/tmn)

Halifax und die „Titanic”: Nicht viele Men­schen wissen, dass der Unter­gang des Oze­andamp­fers mit der Stadt­geschichte eng ver­bun­den ist. Halifax war zur Unglücks­stelle der nächst­gele­gene größere Hafen, deshalb liefen von hier die ersten Ret­tungs­boote aus. Sie sollten die Pas­sagiere auf­neh­men und das hava­rierte Schiff zurück­schlep­pen. Doch die Hilfe kam bekannt­lich zu spät, die „Titanic” lag längst vier Kilo­meter tief auf den Boden des Atlan­tiks, als die Boote aus Halifax ihr Ziel erreich­ten. Fast 1500 der 2200 Men­schen an Bord starben im eis­kal­ten Wasser, statt Über­leben­den wurden Leichen zurück an Land gebracht. 150 Opfer der Schiffs­kata­stro­phe liegen in Halifax begra­ben. Ihnen ist ein Teil des Fair­view Lawn Ceme­tery gewid­met, die Grab­steine sind in Form eines Schiffs­rump­fes auf­gestellt.

Darunter befindet sich auch das Grab eines Joseph „Jack” Dawson, den im „Titanic”-Film Leo­nardo DiCa­prio ver­kör­perte. In Wirk­lich­keit war Dawson kein Schwe­renöter, der mit blauen Augen eine Tochter aus feinem Hause um den Ver­stand brachte, sondern ein Hilfs­arbei­ter im Maschi­nen­raum des Damp­fers. Ver­mut­lich ist er auf der ganzen Reise keinem Pas­sagier, geschweige denn einer Rei­sen­den der Ersten Klasse begeg­net. Regis­seur James Cameron lieh sich nur Dawsons Name für seine Lie­bes­geschichte. Doch das hält seit dem Erschei­nen des Films 1997 junge Mädchen aus aller Welt nicht davon ab, zu Dawsons schlich­tem Grab­stein zu pilgern und dort eine Rose abzu­legen. Die Bürger von Halifax nehmen den Auf­trieb - wie immer - gelas­sen.

INFO: Halifax

Anreise: In der Sommersaison fliegen Condor und die kana­dische Air Transat von Frank­furt/Main nonstop nach Halifax. Umstei­gever­bin­dun­gen beste­hen etwa mit Luft­hansa/Air Canada (über Toronto und Mon­treal), mit Ice­land­air (über Reykjavík) und British Airways (über London).

Infor­matio­nen: Frem­den­ver­kehrs­amt Nova Scotia, c/o Tra­vel­mar­keting Romberg, Schwarz­bach­straße 32, 40822 Mett­mann, Telefon: 02104/79 74 54

Tou­ris­mus-Website: http://novas­cotia.com

Mari­time Museum: http://mari­time.museum.gov.ns.ca Von Frank Rumpf, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/01/magazin/reise/t/rzo413808.html
Dienstag, 01. April 2008, 10:21 © RZ-Online (NewsDesk)
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