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Mittwoch, 07. Mai 08

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Zu den Gipfelkratern des Ätna

Nico­losi - Majestätisch thront der Ätna über der sizi­lia­nischen Ebene. Aus der Ferne wirkt der Berg uner­schüt­ter­lich.

Sizilianische Mondlandschaft 2

Treffpunkt der Ätna­tou­ris­ten: Am Rifugio Sapi­enza startet in 1900 Metern Höhe auch die Seil­bahn in die Nähe der Krater. (Bild: Frey/dpa/tmn)

Doch die Fassade täuscht. Unter der Ober­fläche des größten aktiven Vulkans in Europa brodelt es gewal­tig. Jeden Moment kann es krachen.

Dennoch - oder gerade deswegen - boomt der Ätna­tou­ris­mus seit Jahren. Die Bestei­gung der rau­chen­den Gip­fel­kra­ter gehört zu den ein­druck­volls­ten Erleb­nis­sen einer Sizi­lien-Reise. Hand­schuhe und Mütze müssen mit ins Gepäck. Zwar heizt die Sonne schon seit Tagen die sizi­lia­nische Ost­küste auf, doch am wol­ken­ver­han­genen Berg ist davon nichts zu spüren. Auf 1900 Meter Höhe liegt das Rifugio Sapi­enza, der zen­trale Treff­punkt für Ätna­tou­ris­ten. Hier startet die Seil­bahn, die Schau­lus­tige und Tou­rengän­ger in die Nähe der Krater beför­dert.

Sizilianische Mondlandschaft 1

Der Vulkan als Kulisse: Eine gute Sicht auf den Ätna haben Sizi­lien-Urlau­ber vom antiken Theater in Taor­mina aus. (Bild: Röwe­kamp/dpa/tmn)

Obwohl die steinig-stau­bige Land­schaft rund um den Groß-Park­platz kaum karger sein könnte, geht es im Rifugio zu wie auf einem Rum­mel­platz: Sou­venir­händ­ler, Post­kar­ten­ver­käu­fer, Bar­besit­zer und selbs­ter­nannte Rei­sefüh­rer buhlen um die Auf­merk­sam­keit der zah­lungs­kräf­tigen Besu­cher. Wer dem Tou­ris­ten-Nepp ent­gehen möchte, bucht am besten früh­zei­tig eine pro­fes­sio­nell geführte Tour.

Zunächst geht es mit der Seilbahn und gelän­degän­gigen Bussen durch die Wol­ken­decke hin­durch auf 2700 Meter Höhe - mitten hinein in eine son­nen­beschie­nene Stein­wüste. Hier trennen sich die Wege von ambi­tio­nier­ten Wan­derern und Pan­ora­matou­ris­ten. Wer sich bei keiner Tour ange­mel­det hat, muss sich damit begnü­gen, die Nuovi Coni - die durch den Aus­bruch im Winter 2002/03 neu ent­stan­den kleinen Krater - zu bewun­dern. Die Gruppe um den Schwei­zer Berg­füh­rer Andrea Erco­lani nimmt dagegen Kurs auf den Zen­tral­kra­ter in 3300 Meter Höhe.

Sizilianische Mondlandschaft 3

Steinig-stau­bige Land­schaft - auf dem Weg zu den Kratern geht es mitten hinein in eine son­nen­beschie­nene Stein­wüste. (Bild: Mayer/dpa/tmn)

Die erste Etappe führt über eine Geröll­straße aus erkal­teten Lava­bro­cken. Während die Gruppe unge­lenk über den scharf­kan­tigen schwar­zen Unter­grund balan­ciert, gibt Erco­lani einen Über­blick über die Geschichte des Vulkans: Vier Haupt­kra­ter haben sich in den ver­gan­genen Jahr­tau­sen­den in den Berg gesprengt. Durch neue Aus­brüche bilden sich immer neue Krater, ihre Ränder haben nie lange Bestand. Daher kann man die Höhe des Ätna auch nicht auf den Meter genau angeben. Schon einen Tag später könnte die Zahl ver­altet sein.

Bislang ist noch kein Grummeln zu hören. Nur ein eis­kal­ter Wind pfeift den Wan­derern um die Ohren. Der Weg nach oben ist beschwer­lich, aber die Aus­sicht, die sich über das sizi­lia­nische Lan­des­innere bietet, belohnt die Stra­pazen: Bei klarem Wetter reicht der Blick vom Thyr­reni­schen Meer im Norden bis zum Ioni­schen Meer an der Südost­küste der Insel.

Nach drei Stunden Auf­stieg durch eine graue Mond­land­schaft wird die Luft immer dünner. Aus allen Boden­rit­zen dringt Schwe­fel, der Wind bläst stür­mischer und sticht wie mit Messern aus Eis auf unge­schützte Stellen im Gesicht ein. „Wenn wir jetzt gleich zum Kra­ter­rand kommen, und ihr hört einen Knall: Keine Panik!”, ruft Erco­lani, „Ruck­sack auf den Kopf und langsam run­ter­gehen! Nicht rennen!” Gefähr­lich sei der Abste­cher zum Kra­ter­rand nor­maler­weise nicht, erklärt der Vul­kan­füh­rer. Über Funk sei er mit einer seis­molo­gischen Über­wachungs­sta­tion ver­bun­den, die jedes Zucken des Berges regis­triert. Größere Aus­brüche lassen sich recht­zei­tig vor­her­sagen, aber Gesteins­bro­cken, die unver­mit­telt aus dem rau­chen­den Schlund geschleu­dert werden, könnten unan­genehm werden.

Der Blick in den Krater ist im wahrsten Sinne des Wortes atem­berau­bend. Ein betäu­ben­der Schwe­fel­gestank frisst sich durch die als Mund­schutz mit­gebrach­ten Tücher, brennt in den Rachen und schnürt den Atem ab. Erco­lani rollt einen Stein den Hang hinab, der nach kurzer Zeit im Vul­kan­nebel ver­schwin­det. Irgend­wann ist ein dumpfer Knall zu hören. Das explo­sive Gemisch scheint nicht beson­ders weit ent­fernt. Erco­lani treibt zur Eile an, zu lange sollte man nicht bleiben. Die Hälfte der Gruppe hustet. Gesund ist die Ber­gluft hier oben sicher­lich nicht.

Der Abstieg gestal­tet sich beque­mer als erwar­tet. Nach einer Pause im Wind­schat­ten bizar­rer Lava­for­matio­nen geht es an einem wei­teren Krater vorbei zu einem asch­grauen Sand­hang. „Jetzt dürft ihr Ski­fah­ren!” ruft Erco­lani und spurtet los. „Immer mit den Fersen voran!” Tatsäch­lich lassen sich die 600 Höhen­meter mit Freestyle-Technik in nur wenigen Minuten zurück­legen. Kurze Zeit später ist das Rifugio erreicht. Dort wird schon der nächste Trip geplant: Man sollte zum rich­tigen Ski­fah­ren wie­der­kom­men - bis in den Juni hinein liegt auf der Nord­seite des Vulkans Schnee.

Informationen: Italienische Zentrale für Tou­ris­mus ENIT, Neue Mainzer Straße 26, 60311 Frank­furt, Telefon: 069/23 74 34, E-Mail: Enit.ffm@t-online.de

Infor­matio­nen über die Region Sizi­lien (ita­lie­nisch): www.regione.sicilia.it

Ita­lie­nische Zen­trale für Tou­ris­mus: www.enit.de Von Caro­line Mayer, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/04/magazin/reise/t/rzo414793.html
Freitag, 04. April 2008, 11:22 © RZ-Online (NewsDesk)
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