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Mittwoch, 07. Mai 08

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Hamburg - Ein Urlaub an der deut­schen Küste ist laut ADAC im europäi­schen Ver­gleich relativ günstig. Wie der Auto­club in Hamburg mit­teilte, liegen die Feri­enne­ben­kos­ten in Deutsch­land um vier Prozent unter dem...

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Mexikaner erobern historisches Zentrum zurück

Mexiko-Stadt - Mit neun Qua­drat­kilo­metern Fläche ist das his­tori­sche Zentrum von Mexiko-Stadt die größte Alt­stadt in Amerika.

Historische Mauern

Auch Kirchen prägen das Bild der Alt­stadt von Mexiko-Stadt. (Bild: Visit Mexico/Bruce Herman/dpa/tmn)

Doch die Straßen und die meisten Gebäude ver­fal­len seit vielen Jahr­zehn­ten, seit 1970 sind rund 200 000 Ein­woh­ner weg­gezo­gen.

Pyramiden, Kathedralen, Klöster und Paläste gibt es hier zu sehen, ins­gesamt rund 1500 wert­volle Bau­werke, 200 Denk­mäler, 80 Museen sowie 78 Plätze und Gärten. Ale­jan­dro ist 50 Jahre alt und einst auf­gewach­sen in der Alt­stadt von Mexiko-Stadt. Später aber zog er mit seinen Eltern in ein neues Haus im Süden der Stadt. Damit steht Ale­jan­dro für viele seiner Lands­leute, die dem Zentrum in den ver­gan­genen Jahr­zehn­ten den Rücken gekehrt haben. „Was ist los mit uns?”, fragt er sich. „Ich würde sagen, es ist das Fehlen eines Natio­nalis­mus, ein Fehlen der Liebe zur Stadt. Wenn du die Geschichte nicht kennst, und nicht das his­tori­sche Zentrum deines Landes, dann kannst du es auch nicht lieben. Denn Liebe ent­steht durch Wissen.” Mitt­ler­weile wandelt sich das Bild aller­dings: Das Stadt­zen­trum wird moder­nisiert, und das merken auch die Tou­ris­ten in der Haupt­stadt.

Verfall auf breiter Front

Viele Jahre lang wurde die Alt­stadt von Mexiko-Stadt von den Haupt­stadt­bewoh­nern ver­nach­läs­sigt. (Bild: Smets/dpa/tmn)

Am Jah­res­anfang 2000 lebten nur noch 132 000 Men­schen in den alten Mauern. Die Mexi­kaner ver­nach­läs­sig­ten dieses ein­zig­artige Erbe und zogen sich aus dem Zentrum rund um den Platz Zócalo zurück, an dem einst schon die Azteken-Haupt­stadt Tenotch­tit­lan gestan­den hat. Doch im Jahr 1987 erklärte die Unesco das Zentrum zum Welt­kul­tur­erbe. Und danach begann langsam die Rück­besin­nung und Rückerobe­rung, eine inner­mexi­kani­sche Recon­quista gewis­ser­maßen.

Anführer der Bewegung ist ein Mexikaner liba­nesi­scher Abstam­mung: Carlos Slim Helú, derzeit einer der reichs­ten Men­schen der Welt und Eigentü­mer der Tele­kom­muni­kati­ons­kon­zerne Telmex und Telcel. Er ist nicht nur der größte Unter­neh­mer Latein­ame­rikas, er hat auch viele his­tori­sche Gebäude im Zentrum über­nom­men. Er besitzt Kauf­häu­ser und Banken, eine Großbä­cke­rei, Restau­rant­ket­ten und Zeit­schrif­ten. Eine davon heißt: „Centro” und sie berich­tet laufend über den Fort­gang der Rückerobe­rung, von der auch Tou­ris­ten etwas haben sollen.

Zócalo

Am Zócalo in Mexiko-Stadt stand einst bereits die Azteken-Haupt­stadt Tenotch­tit­lan. (Bild: Visit Mexico/dpa/tmn)

Auch der 68-jährige Carlos Slim Helú ist im Zentrum auf­gewach­sen, sein Vater besaß in der Straße Venus­tiano Car­ranza ein Han­dels­haus. „Wir wollen keine Alt­stadt, die reno­viert und restau­riert wird, aber ohne Leben und ver­las­sen ist. Noch weniger wollen wir ein majestäti­sches Museum voller Phan­tas­men”, zitierte die Zeit­schrift „Poder” Slim. „Nach dem Verfall und den Zer­störun­gen vieler Jahre wollen wir sie wie­der­her­stel­len, aber auch genießen und leben und uns fühlen wie ein Teil von ihr, indem wir sie besser ken­nen­ler­nen.”

Slims Geld ist bitter nötig. Die Stadt­regie­rung denkt an andere Großpro­jekte, wie die höchs­ten Hoch­häu­ser in Latein­ame­rika und den Bau von Brücken und Hoch­straßen. Ohne private Inves­titio­nen würde das alte Zentrum weiter ver­fal­len: Von 2007 bis 2009 will die Stadt gerade zehn Mil­lio­nen Euro aus­geben, um das Zentrum zu rei­nigen, Straßen zu erneu­ern und die Infra­struk­tur in Ordnung zu bringen.

Palacio de Bellas Artes

Auch der Palacio de Bellas Artes liegt im his­tori­schen Zentrum von Mexiko-Stadt. (Bild: Visit Mexico/Ignacio Guevara/dpa/tmn)

Früher war es ein Aben­teuer, in das his­tori­sche Zentrum zu gehen, um zum Bei­spiel im Restau­rant „Bar Chon” Speisen aus vor­spa­nischer Zeit ken­nen­zuler­nen. Die engen Straßen waren regel­recht zuge­stellt durch die Posten der Straßen­händ­ler. Das Zentrum war ein ein­ziger gigan­tischer Basar. Hier konnte man alles kaufen: vom Blei­stift über Com­puter bis zu Waffen und Drogen, Por­nogra­fie und Pro­sti­tution bei hell­lich­tem Tag. Es gab sogar eine Straße, in der sich Min­der­jäh­rige anbie­ten mussten. „Ich wollte schon mit dem Restau­rant umzie­hen, das Viertel war rui­niert”, sagt Besit­zer Manuel Guar­dar­rama. Jetzt wartet er ab und hofft, dass wieder mehr Gäste sein Restau­rant auf­suchen.

„Es war eine Schande”, sagt auch der Mexi­kaner Sergio Car­rillo, der das Zentrum immer wieder besucht, weil er dort auf­gewach­sen ist. Eine Rück­kehr ist für ihn derzeit nicht möglich. Dort, wo eine der zahl­rei­chen, Vecin­dades genann­ten Häu­ser­rei­hen mit lang­gestreck­tem Innen­hof reno­viert wird, wird es für den nor­malen mexi­kani­schen Geld­beu­tel uner­schwing­lich. Doch die alten Restau­rants und Can­tinas, die Museen und Kirchen werden wieder gut besucht. Junge Leute, Stu­den­ten und Künst­ler tun sich zusam­men, kaufen und reno­vie­ren Woh­nun­gen und begin­nen kleine Geschäfte anzu­sie­deln. Bis 2010 soll die Alt­stadt in neuem Glanz erstrah­len.

Informationen: Mexi­kani­sches Frem­den­ver­kehrs­amt, Tau­nus­anlage 21, 60325 Frank­furt, Telefon: 00800/11 11 22 66 (kos­ten­los)

Internet: www.visit­mexico.com , www.mexi­cocity.gob.mx Von Franz Smets, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/25/magazin/reise/t/rzo420462.html
Freitag, 25. April 2008, 10:22 © RZ-Online (NewsDesk)
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