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Mittwoch, 07. Mai 08

PostkutscheStern­berg - In Meck­len­burg geht wieder die Post ab: Mit dem ori­ginal­getreuen Nachbau einer eng­lischen „Mail-Coach” von 1806 bricht der Land­wirt Helmut Deutsch­kämer nun wieder regel­mäßig zu Tage­stou­ren im Kreis Parchim...

Baabe - Damit All­ergi­ker weit­gehend beschwer­defrei ihren Urlaub ver­brin­gen können, hat sich das Ost­see­bad Baabe auf Rügen als erster Urlaub­sort an der Küste einem Zer­tifi­zie­rungs­ver­fah­ren zur „all­ergi­ker­freund­lichen...

Hamburg - Urlau­ber in Däne­mark können vom 19. bis 22. Juni kos­ten­los mehr als 5000 Drachen auf der Nord­seein­sel Fanø zuschauen. Beim 24. Dra­chen­fes­tival sind Flug­geräte in Tier­for­men und riesige Wind­spiele am Strand...

Hamburg - Auf Reisen fühlen sich die meisten Deut­schen im Auto am sichers­ten. Das geht aus einer aktu­ellen reprä­sen­tati­ven Umfrage für die Zeit­schrift „stern” hervor. Demnach nannten 42 Prozent der Befrag­ten das Auto...

Hamburg - Ein Urlaub an der deut­schen Küste ist laut ADAC im europäi­schen Ver­gleich relativ günstig. Wie der Auto­club in Hamburg mit­teilte, liegen die Feri­enne­ben­kos­ten in Deutsch­land um vier Prozent unter dem...

Hamburg - Das Wasser in der Nord- und Ostsee wird all­mäh­lich wärmer: Im Schnitt werden derzeit vor den deut­schen Küsten zwei bis drei Grad mehr gemes­sen als in der Vor­woche.

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Party-Hauptstadt und Fußball-Metropole: Zürich feiert die EM

Zürich - Viele Nicht-Schwei­zer halten Zürich für die Haupt­stadt der Eid­genos­sen­schaft. Manche Schwei­zer wohl auch.

Letzigrund-Stadion

Alles noch frisch - das Let­zigrund-Stadion in Zürich ist erst im ver­gan­genen Herbst ein­geweiht worden. (Bild: Heimann/dpa/tmn)

Stimmt irgend­wie: Das pro­vin­ziel­lere Bern kann da nicht mit­hal­ten. Die wich­tigste, reichste, bun­teste und schönste Stadt der Schweiz ist Zürich.

Finanzmetropole ist sie sowieso. Schwei­zer Fußball-Haupt­stadt auch - obwohl sich die Basler ein­bil­den, den Zürcher Erst­ligis­ten das Wasser reichen zu können. Solche Riva­litäten dürften in diesem Sommer aber in den Hin­ter­grund treten, wenn in Zürich bei der Euro­pameis­ter­schaft im Stadion Let­zigrund gekickt wird. Schon weil Welt­meis­ter Italien in Zürich spielt, ist dann einiges zu erwar­ten.

Zürichsee

Typisch für Zürich - weiße Schwäne gibt es auf der Limmat und auf dem Zürich­see regel­mäßig zu sehen. (Bild: Heimann/dpa/tmn)

Zürich galt lange Zeit als gedie­gen - vor­sich­tig for­muliert. Im Ver­gleich zu London oder Paris war die größte Stadt der Schweiz gera­dezu ver­schnarcht. „In den 50er Jahren gab es nur ein paar Bars, die über­haupt bis 2.00 Uhr nachts auf hatten”, erin­nert sich Stadt­füh­rerin Evelyne Marti. „Heute gibt es 500 Restau­rants, die bis zum frühen Morgen öffnen dürfen.” Und Zürich bean­sprucht, die höchste Dichte an Clubs der Schweiz zu haben. Zur Street­parade, dem Schwei­zer Raver-Spek­takel, kommen fast eine Mil­lio­nen Techno-Fans.

Eines der neuen In-Viertel ist Zürich-West. Hier lässt sich der Wandel an jeder Ecke sehen: In dem alten Arbei­ter­quar­tier prägten Fabri­ken jahr­zehn­telang das Bild. Heute sind in die alten Gebäude Clubs, Lounges und Restau­rants ein­gezo­gen. Einige Ecken von Zürich-West sind aus­gespro­chen schick gewor­den: Manche frühere Fabrik beher­bergt heute Luxus­woh­nun­gen, die noch ein biss­chen teurer sind, als sonst schon - Zürich setzt auch in dieser Hin­sicht Maßstäbe.

Der Zürichsee

Entspannter Blick auf den Zürich­see - bei gutem Wetter sind am Hori­zont die Gipfel der Alpen zu sehen. (Bild: swiss-image.ch/dpa/tmn)

Die Wege in Zürich sind kurz - dafür sorgt auch die Tram. Zürich rühmt sich, das dich­teste Netz des öffent­lichen Nah­ver­kehrs der Welt zu haben - min­des­tens. Die Tram fährt im Fünf­minuten­takt und bringt Fuß­ball­fans auch zum Stadion Let­zigrund. Die Zürcher haben sich nicht lumpen lassen: Es ist so gut wie neu und selbst­ver­ständ­lich schick.

Zürich ist in der komfortablen Lage , gleich zwei respek­table Fuß­ball­clubs zu haben: den FCZ und die Gras­shop­pers. „Beide Mann­schaf­ten haben ihre Heim­spiele im neuen Stadion”, sagt Oliver Gug­gis­berg von Zürich Tou­ris­mus. Beim Tag der offenen Tür im ver­gan­genen Sep­tem­ber stürm­ten 25 000 Besu­cher die Tribü­nen - noch 5000 mehr haben hier bei Fuß­ball­spie­len Platz.

«Sheep Piece»

Hingucker: Nicht weit vom Ufer des Zürich­sees steht Henry Moores über­dimen­sio­nale Skulp­tur „Sheep Piece”. (Bild: Heimann/dpa/tmn)

Gekickt wird während der Fußball-EM im „Letzi”-Stadion, gefei­ert in der Innen­stadt, die zu Fuß in gut einer halben Stunde zu errei­chen ist. Dort sind die offi­ziel­len Public-Viewing-Plätze. Einen gibt es auf der Sech­seläu­ten­wiese beim Opern­haus. Die Fanzone folgt dem Zürich­see entlang dem Utoquai der Bel­levue­straße, wo eben­falls eine Großlein­wand instal­liert wird. Die dritte steht direkt im See.

Die Fanzone entlang zu bummeln , würde sich schon lohnen, wenn es keinen Fußball gäbe: Der Blick auf den Zürich­see ist kaum irgendwo besser. Und es gibt noch einiges mehr zu sehen: Henry Moores Skulp­tur „Sheep Piece” steht am Ufer, ein Stück weiter in Rich­tung Zürich­horn auch Jean Tin­gue­lys Maschine „Heureka”, ein Metall­gigant wie aus einem Science-Fiction-Film.

Limmatufer

Gelassene Atmo­sphäre am Lim­matu­fer - entlang des Flusses gibt es viele Plätze zum aus­span­nen. (Bild: swiss-image.ch/dpa/tmn)

Wer viel Zeit mit­bringt, kann allein in der Alt­stadt Tage ver­bum­meln - zwi­schen dem Fraumüns­ter mit seinem prä­gnan­ten Turm und den Glas­male­reien von Marc Chagall, den Zunft­häu­sern an der Limmat, St. Peter, dem Wahr­zei­chen der Stadt mit rie­sigen Zif­fer­blät­tern an der Turmuhr, den Brunnen und dem ehe­mali­gen römi­schen Kastell.

EM-Touristen sollten nach dem Spiel jeden­falls nicht übe­reilt ins Hotel fahren - das wäre schade. Viele Adres­sen, die zum Feiern der Siege in Frage kommen, gibt es in Bahn­hofs­nähe. Der „Nelson Pub” liegt in der Bea­ten­gasse und ist für Fuß­ball­fans ein idealer Anlauf­punkt - schon wegen der großen Lein­wände. Wer sich für die EM inter­essiert, findet hier sicher Gespräch­spart­ner. Eine Tür weiter ist das „Lady Hamil­tons”, wo Fuß­ball­fans sich etwas gedie­gener ver­gnü­gen können - 22 Bier­sor­ten und etliche Malt Whiskys inklu­sive. Falls Bedarf besteht, die Nacht durch­zufei­ern - einfach am Tresen fragen, Gele­gen­hei­ten gibt es genug. Und Tipps gibt es gratis.

INFO: EM-Stadt Zürich

EM-Spiele: In Zürich werden fol­gende Begeg­nun­gen aus­getra­gen:

- 9. Juni: Rumä­nien - Frank­reich (18.00 Uhr)

- 13. Juni: Italien - Rumä­nien (18.00 Uhr)

- 17. Juni: Frank­reich - Italien (20.45 Uhr)

Infor­matio­nen: Zürich Tou­ris­mus, Tourist Service, Im Haupt­bahn­hof, CH-8023 Zürich, Telefon: 0041/44/215 40 00 (aus Deutsch­land)

Rund um Zürich: www.zuerich.com

Zürich EURO 2008: www.zuerich.com/euro2008

Ab in die Schweiz: www.mys­wit­zer­land.com

ZürichCARD: www.zue­rich­card.ch

Kleine Groß­stadt: www.sihl­city.ch Von Andreas Heimann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/29/magazin/reise/t/rzo421441.html
Dienstag, 29. April 2008, 9:21 © RZ-Online (NewsDesk)
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