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Mittwoch, 07. Mai 08

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Phillip NoyceLos Angeles - Der aus­tra­lische Regis­seur Phillip Noyce, der so unter­schied­liche Filme wie „Catch A Fire”, „Der stille Ame­rika­ner” und „Die Stunde der Patrio­ten” drehte...

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Los Angeles - Nicole Kidman, die bereits in dem Musical „Moulin Rouge” ihre San­ges­kunst unter Beweis stellte, wird die bri­tische Sän­gerin Dusty Spring­field auf der Lein­wand ver­kör­pern.

Los Angeles - Der ame­rika­nische Komö­diant Demetri Martin ver­han­delt um die Haup­trolle in Ang Lees nächs­tem Projekt „Taking Wood­stock”, berich­tet „Variety”.

Nürn­berg - Zwei Drittel der Deut­schen fühlen sich jünger als sie sind. In der Gruppe der 30- bis 69-Jäh­rigen beträgt der ent­spre­chende Anteil sogar 80 Prozent, ergab eine Umfrage unter fast 1500 Befrag­ten.

Graue Mäuse: Die Angst des Mannes vor der Farbe

Hamburg - Männer mögen Farben. Solange sie Dun­kel­blau oder Stein­grau heißen.

Farbenfrohe Mode von Etro

So sieht er aus: Der bunte Mann von heute. (Bild: dpa)

Alles Bunte jedoch ist den meisten Herren suspekt. Lieber bleibt er unsicht­bar. Doch das war nicht immer so.

Über viele Jahrhunderte hinweg wett­eifer­ten beide Geschlech­ter um das präch­tigste Gewand. Zwar hat nun dieser Sommer wieder reich­lich Farbe für Männer im Angebot, doch unge­wiss ist, ob viel davon auch auf die Straße dringen wird.

Es scheint, als ob die moderne Gesell­schaft Cha­rak­ter und Per­sön­lich­keit ver­loren hat und sich statt­des­sen mit dunkler Klei­dung „in der eigenen Angst ver­krie­chen” wolle, beklagt der ita­lie­nische Desi­gner Kean Etro. Die Marke, die seinen Nach­namen trägt, ist bekannt für ihre präch­tigen Farben und opu­len­ten Muster. Gleich­gesinnte findet Etro in Kol­legen wie dem Englän­der Paul Smith oder Agatha Ruiz de la Prada aus Spanien, die eben­falls gegen eine triste Män­ner­mode ankämp­fen. Doch gegen sie alle steht ein in der auf­geklär­ten Indus­trie­gesell­schaft ent­stan­denes Beklei­dungs­lei­tbild.

Noch bis ins 18. Jahrhundert betrieben Mann und Frau, zumin­dest die der herr­schen­den Eliten, einen ähn­lichen Aufputz ihrer Gar­derobe. Dann jedoch geriet Europa unter den Ein­fluss bür­ger­licher Ideale. Protz und Prunk lagen plötz­lich nicht mehr im Zeit­geist. Mode kam nun statt­des­sen von unten. Auf Distanz zum Adel gehend, wählte das auf­stre­bende Bür­ger­tum als Tages­gar­derobe einen schlich­ten Tuch­rock.

Spielte Farbe dabei anfangs durch­aus noch eine Rolle, ver­schwand sie im 19. Jahr­hun­dert fast vollstän­dig aus der männ­lichen Gar­derobe. Immer kleiner wurden die Flächen, die man bunten Tupfern zuge­stand. Waren zu Beginn jener Epoche noch die Westen bunt und gemus­tert, sollten alsbald höchs­tens per Kra­watte dezente Farb­signale aus­gesen­det werden.

Das Zeitalter der Industrialisierung brachte eine neue Elite hervor, den Unter­neh­mer, und eine neue Sozi­alethik. Reich­tum und Ansehen beruh­ten nun nicht auf einem ererb­ten Titel sondern auf Tat­kraft. Arbeit ist Lebens­inhalt. Farben und Zierrat galten fortan als Aus­druck von Müßig­gang.

Außerdem ist es leich­ter, sich in neu­tra­len Tönen zu kleiden. Man muss die Klei­dungs­stü­cke nicht groß auf­ein­ander abstim­men. Und das spart Zeit. Darin sieht Dirk Schön­ber­ger, Krea­tiv­direk­tor der Ham­bur­ger Marke Joop, heute auch einen prak­tischen Beweg­grund für die Domi­nanz des Unbun­ten im Klei­der­schrank des Mannes. Und wenn es dann etwas bunter wird, gelingt das nicht immer geschmacks­sicher. Schön­ber­ger: „Da der Deut­sche gern auch mal Wurst- oder Senf­far­ben trägt, wäre es mir lieber, er würde ganz darauf ver­zich­ten.”

Das Thema Farbe ist zweifelsohne stark weib­lich besetzt. Viele Männer haben ganz einfach Angst davor, dass sie zu feminin wirken könnten, erkennt Lale Aktay, Mode­che­fin des Män­ner­maga­zins „FHM”. Denn die Frau durfte sich ja auch in der indus­tria­lisier­ten Gesell­schaft schmü­cken. Aller­dings, je mehr sie ihrer­seits eine seriöse beruf­liche Kar­riere anstrebt, über­nimmt sie dann eben­falls zumin­dest im Job einen eher nüch­ter­nen Dress­code.

In diesem Sommer nun hat der Mann, theo­retisch zumin­dest, die Wahl. Es gibt zarte Pas­tell­töne, etwa bei Jil Sander, knallig-klare Farben zum Bei­spiel von Bur­berry Prorsum, Gucci, Laura Bia­giotti oder Thierry Mugler und auch Neon wie bei Moschino. Aller­dings werden sie zumeist im eher spor­tiven Teil der Gar­derobe ein­gesetzt. Und wie geht der eher unsi­chere Mann am besten mit diesem Thema um? Er sollte ein far­biges Acces­soire wählen, viel­leicht einen Gürtel oder die Schuhe, emp­fiehlt Lale Aktay als Ein­stieg in die Welt des Bunten.

Farben verleihen dem Träger positive Energie, wird Kean Etro nicht müde, für seine Sicht der Dinge zu werben. Und wir sollten nicht ver­ges­sen, dass man mit Schwarz Beer­digun­gen asso­ziiert. So kleiden sich Pries­ter und Toten­grä­ber. Von Axel Botur, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/03/31/magazin/szene/t/rzo413589.html
Montag, 31. März 2008, 13:24 © RZ-Online (NewsDesk)
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