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Mittwoch, 07. Mai 08

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In den USA blüht das Geschäft mit Scheidungen

Washing­ton - Schei­den tut weh, sagt der Volks­mund. Und Schei­dun­gen sind meist noch schmerz­haf­ter.

Messerhalter

Messerhalter in Form eines Ex-Mannes, eines von vielen Pro­duk­ten auf „sma­shing­katie.com”. (Bild: dpa)

Doch in den USA gibt es immer mehr Men­schen, die ihre Tren­nung fröh­lich zele­brie­ren - und so die Schei­dung ver­arbei­ten.

Im Club „Christophers's” in Fort Lau­der­dale (US-Bun­des­staat Florida) fei­erten und tanzten kürz­lich rund 400 frisch Geschie­dene aus­gelas­sen bis in die Mor­gen­stun­den. Sie labten sich an Cock­tails mit dem dop­pel­deu­tigen Namen „Mar­riage on the rocks” (wört­lich: Ehe auf Eis, aber auch: Ehe in Scher­ben). Und demons­tra­tiv wan­derte das ein oder andere Ehering-Imitat mit der Toi­let­ten­spü­lung in unbe­kannte Tiefen - die echten Ringe wären denn doch zu wert­voll gewesen.

„Es ist wichtig, nach dem oft schmerz­haf­ten Schei­dungs­pro­zess wieder raus zu gehen und zu feiern. Das ist eine emo­tio­nale Befrei­ung”, sagt die Orga­nisa­torin von „Ame­rikas größter Schei­dungs­party”, Chris­tina Rowe. Ihr Mann hatte sie nach 13 Ehe­jah­ren ver­las­sen. Rowe glaubt, dass es in Zeiten insta­biler Bezie­hun­gen zuneh­mend einen neuen, selbst­bewus­ste­ren Umgang mit Tren­nun­gen gibt. „Eine Schei­dung ist auch der Beginn eines neuen Lebens­abschnitts, den man genauso feiern sollte wie Geburts­tage oder Hoch­zei­ten.”

Es gibt viele Belege, dass Scheidungen in den USA inzwi­schen auch fröh­lich zele­briert werden: Im Inter­net gibt es unzäh­lige Uten­silien zu kaufen, die sich über Schei­dun­gen lustig machen. Kon­dito­reien offe­rie­ren Schei­dungs-Torten. Ein Unter­neh­men in New Orleans ver­leiht Lei­chen­wagen an frisch Geschie­dene, die mit Freun­den sym­bol­träch­tig den „Tod ihrer Ehe” feiern wollen.

Besonders erfolg­reich ist die Inter­net-Anbie­terin Angie Schmidt. Nachdem ihr Mann sie 2006 wegen einer Geliebte namens Katie ver­las­sen habe, hätten ihr Freun­din­nen ein T-Shirt mit der Auf­schrift: „Fragt Katie, wo mein Mann ist” geschenkt, berich­tet sie. Erst­mals seit der Schei­dung habe sie wieder lachen können - deshalb beschloss die Betriebs­wir­tin und Mar­keting­exper­tin lustige Schei­dungs-Geschenke zu ver­trei­ben. Heute reicht ihre Pro­dukt­palette von Ehering-Särgen bis hin zu dem Ex nach­gebil­deten Vodoo-Puppen. Ihre Inter­net-Bou­tique benannte sie nach der Gelieb­ten ihres Ex-Mannes: „sma­shing­katie.com” („Nieder mit Katie!”).

Der jüngste Trend habe einen ernsten sozia­len Hin­ter­grund, erklärt der renom­mierte Sozio­loge Prof. David Popenoe. „Schei­dun­gen sind in den USA so normal gewor­den, dass sie als selbst­ver­ständ­licher Teil des Lebens akzep­tiert werden”, sagt er. In den 60er Jahren sei die Schei­dungs­rate explo­sions­artig ange­stie­gen und habe die USA zum Schei­dungs-Land Nummer eins in der Welt gemacht. Seit Mitte der 80er Jahre sei die Rate zwar rück­läu­fig, aber die Wahr­schein­lich­keit, dass eine neu geschlos­sene Ehe in den USA schei­tere, liege heute bei knapp 50 Prozent.

Inzwischen gibt es auch deut­liche Kritik an dem Geschäft mit den eigen­wil­ligen Arti­keln und Ver­anstal­tun­gen. „Jede Schei­dung ist ein Ärger­nis für Gott. Deshalb sollten Tren­nun­gen Tränen her­vor­rufen, nicht Lacher und Witze”, schimpfte der bei Evan­gelis­ten populäre christ­liche Blogger Barab­bas über die locke­ren Umgang mit tra­ditio­nel­len mora­lischen Werten. „Schei­dun­gen sind schmerz­voll, beson­ders wenn Kinder betrof­fen sind”, mahnt auch Prof. Popenoe. „Die Gesell­schaft sollte natür­lich daran arbei­ten, die Schei­dungs­rate zu senken statt Schei­dun­gen zu feiern.” Aber wis­sen­schaft­lich betrach­tet beleg­ten Schei­dungs-Feste nur den Wer­tewan­del auch in dem noch immer sehr reli­giö­sen Amerika.

Scheidungs-Bou­tique: www.sma­shing­katie.com Von Andreas Kröner, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/14/magazin/szene/t/rzo417352.html
Montag, 14. April 2008, 13:21 © RZ-Online (NewsDesk)
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