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Mittwoch, 07. Mai 08

Daniel Schmitz alias "Dater" hKoblenz - Graf­fiti sind die Kunst der Straße - eine noch relativ junge Kun­strich­tung, die oft miss­ver­stan­den wird. Jetzt widmet sich ein unge­wöhn­licher Aus­stel­lungs­ort der Graf­fiti-Kunst: die Koblen­zer Flo­rins­kir­che.

-Mainz - Das Open Ohr hat das Thema "Konsum" als Mot­tofahne gehisst und vier Tage wird sie an Pfings­ten im Wind hoch über der Mainzer Zita­delle flat­tern. Und wie jedes Jahr haben sich die Orga­nisa­toren mot­toaf­fine...

Mainz - Die Welt­meis­ter der Zunft lehrten ihre Fans im Frank­fur­ter Hof das Staunen. Mit der ersten Mainzer Zau­ber­nacht erreichte das Jubiläums­fes­tival rund um den 50. Geburts­tag des Magi­schen Zirkels Mainz-Wies­baden...

Asian Dub Foundation beim Open Ohr in Mainz: Botschaft und Musik sind eins

Mainz - Das Open Ohr hat das Thema "Konsum" als Mot­tofahne gehisst und vier Tage wird sie an Pfings­ten im Wind hoch über der Mainzer Zita­delle flat­tern.

Asian Dub Foundation ist ein in

Asian Dub Foun­dation ist ein in London gegrün­detes Band­kol­lek­tiv, das häufig mit wech­seln­der Beset­zung spielt. Foto: Open Ohr

Und wie jedes Jahr haben sich die Orga­nisa­toren mot­toaf­fine Gäste ein­gela­den. Sonn­tag­nacht wird Asian Dub Foun­dation die Bühne entern.

Sie nennen sich Asian Dub Foundation und sind ein wilder Haufen aus dem Lon­doner Osten. Musi­kalisch sind sie schwer ein­zuord­nen und chan­gie­ren nach eigener Aussage zwi­schen här­teren kar­ribisch-indi­schen Bre­akbeats, die sie mit flam­mend-flir­ren­den Sitar- und inspi­rier­ten Gitar­renklän­gen anrei­chern. Text­lich kennt das Musik­kol­lek­tiv nun gar keine Gnade. Sie nennen Ross und Reiter beim Namen, als da wären: Ras­sis­ten, Glo­bali­sie­rer und schein­hei­lige Poli­tiker. Pardon wird nicht gegeben. Aber Bot­schaft und Musik werden nicht gegen­ein­ander auf­gewo­gen. Gitar­rist Steve Chandra Savala, auch Chandra­sonic genannt, stellt dazu ein­deu­tig klar: "Was ist der Unter­schied? Da gibt es keinen Unter­schied. Beides ist bei uns eins." Davon können sich die die Besu­cher des Open Ohrs am Pfingst­sonn­tag ab 22.30 Uhr über­zeu­gen.

Aber da gibt es auch die ganze Geschichte von Asian Dub Foun­dation zu erzählen. Und das ist keine ganz normale Band­geschichte. 1993 gründen der Musik­leh­rer Dr. Das, der damals 15-jährige Schüler und Rapper Deeder Zaman und der Sozi­alar­bei­ter DJ Pandit das Kol­lek­tiv. Gitar­rist Chandra­sonic und Soundtüft­ler Sun-J stoßen wenig später dazu. Inner­halb kür­zes­ter Zeit ent­wickeln sie sich zu einer unglaub­lich trei­ben­den Live-Truppe. Da der Prophet im eigenen Lande ja bekannt­lich nichts gilt, muss Asian Dub Foun­dation den Erfolg zunächst außer­halb der bri­tischen Inseln suchen. Ganz weit vorn sind sie in Frank­reich. Erst dann explo­diert das Kol­lek­tiv welt­weit und schließ­lich auch in England. Asian Dub Foun­dation wirkt auf andere Musiker wie ein Magnet, es gibt pro­jekt­bezo­gene Kol­labo­ratio­nen. Die Palette reicht dabei von Radio­heads Ed O'Brien, Sinead O'Connor und On-U Sänger Ghetto Priest. Die stän­digen Tour­neen, fast ohne Unter­lass, das Raus und Rein von Gast­musi­kern franst das Kol­lek­tiv ein wenig aus. Auch die Musik und die Texte ver­lie­ren an Über­zeu­gungs­kraft. Kon­sequen­zen bleiben nicht aus, Grün­dungs­mit­glie­der steigen aus: Deeder Zaman kehrt als poli­tischer Akti­vist ins Her­kunfts­vier­tel zurück, Dr. Das will wieder als Lehrer arbei­ten.

Nach diesem Aderlass wird neues Blut zuge­führt. Dies geschieht in Person von Rocky Singh, der das phy­sische Schlag­zeug mit­bringt, die beiden MCs Aktar­vata und Spex bewegen sich an die Bühnen-Front und die Rhyth­mus­gruppe wird durch Martin Savale alias Babu Stormz am Bass ver­vollstän­digt. Um das Bäum­chen-wechsle-dich-Spiel auch hörbar zum Abschluss zu bringen, stellen sie ihre besten Stücke auf "Time­freeze 1995-2007" zusam­men.

Ein ganz großes Anlie­gen von Asian Dub Foun­dation ist ihre ver­dienst­volle Orga­nisa­tion ADF Edu­cation. Dort ver­suchen sie, bei jungen, meist asia­tischen Künst­lern durch Work­shops die musi­kali­sche Krea­tivität zu fördern. Auch durch diesen Aus­tausch wurde der Blut­kreis­lauf von Asian Dub Foun­dation ordent­lich in Wallung gebracht. Sie haben so zu neuer, großar­tiger Form als Stil­mixer zurück­gefun­den, haben mit dem Sänger Al Rumjen noch einen Neu­zugang zu ver­mel­den und arbei­ten an einem neuen Album, das dieses Jahr noch erschei­nen soll. Diese Arbeit wird mal eben unter­bro­chen, um auf der Mainzer Zita­delle vor­bei­zuschauen und dem Pub­likum die neue rhyth­mische Dichte vor­zustel­len. Und Gitar­rist Steve Chandra Savala bleibt es vor­behal­ten, die Vor­freude darauf ein wenig hoch­zukit­zeln: "Wir bringen ein musi­kalisch-poli­tisches Sta­tement auf die Bühne. Wir kleiden dies in ein unge­wöhn­liches, ein­zig­arti­ges und indi­vidu­elles Sound­kostüm. Alles zusam­men steht für sich selbst als Kunst­werk. Die Band ist ein Kunst­werk." Noch Fragen?

Franz X.A. Zip­perer

RZO


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/06/magazin/szeneregional/t/rzo423281.html
Dienstag, 06. Mai 2008, 14:05 © RZ-Online (NewsDesk)
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